wenn auch kein neuling in mailand mehr, hatte der fh potsdam absolvent uli budde erst 2012 sein debut auf der salone satellite. drei neue objekte hat uns der junge designer in mailand zusammen mit der hamburgerin milia seyppel und der weimarer designerin laura strasser sowie dem designstudio 45kilo bei “… some german designers” präsentiert. (…wenn auch im interview immer nur die rede von zwei objekten sein wird. leider haben wir vergessen, zu fragen, was mit seinem neuen regalsystem diagonal ist, weil wir es schon als prototyp auf der imm 2011 gesehen hatten und es jetzt nicht mehr wirklich als neues produkt registriert haben.)
wir haben also nur über seine zwei anderen projekte, hazy day und shifted, gesprochen. zuerst haben wir aber gefragt, wie er zur salone satellite kam.
uli budde: ich hatte bisher noch nicht auf der salone satellite ausgestellt und da ich wegen der altersbeschränkung ab nächstem jahr nicht mehr teilnehmen werden darf, dachte ich mir, warum nicht. ich habe mich mit den anderen studios zusammengetan und wir haben entschieden, es einfach zu probieren.
minimumblog: heißt das also, “… some german designers” ist nur eine einmalige sache?
uli budde: obwohl wir alle schon mal zusammen ausgestellt haben, war “… some german designers” ausschließlich als teil der salone satellite 2012 geplant gewesen. wir dachten, die studios würden gut miteinander harmonieren und ihre arbeiten zusammen funktionieren.
minimumblog: und was ist dein persönliches ziel, suchst du vor allem nach herstellern, publicity oder…?
uli budde: beides. publicity und presse sind immer gut und wichtig, weil das wirklich helfen kann, ein projekt weiterzuentwickeln. ein zentraler aspekt ist aber natürlich auch, nach einem hersteller für die produkte zu suchen.
minimublog: …was eine ganz wunderbare überleitung zu deinen neuen arbeiten ist.
uli budde: zuerst ist da die hängelampe “hazy day”, die, wie der name schon impliziert, an einen diesigen morgen, wenn die sonne nur ganz langsam durch die dunkelheit vorstößt, erinnern soll. es handelt sich dabei um ein mundgeblasenes stück, hergestellt in basel, und die äußere oberfläche hat einen sandgestrahlten verlauf, der sich schrittweise von transparent matt bis zu einer polierten, transparenten oberfläche entwickelt, sodass das licht langsam auf- und abblendet – je nachdem wie man darauf guckt.
dann gibt es noch die beistelltische “shifted”, die mit dem gedanken spielen, dass ein verschluss, der nicht exakt auf ein gefäß passt, irgendwie falsch ist. bei shifted liegt der deckel bewusst daneben und scheint nicht recht zu passen. dadurch tritt ein teil des stauraums zu tage, wobei der großteil aber unter dem deckel verborgen bleibt.
minimumblog: zurück zu hazy day. wir müssen einfach fragen: kam dir die idee zu der lampe, weil du eines morgens aus deinem atelierfenster geschaut hast und dachtest “oh nein, was ein diesiger tag!”? oder was war deine muße?
uli budde: mein erstes bild war kein reales, sondern ein foto, das ich in der zeitung gesehen und ausgeschnitten habe. das foto hing dann an meiner studiowand und war etwas, worauf ich immer wieder zurückkam. dann kam mein metaphorischer nebliger tag und damit die idee eine lampe zu machen. ursprünglich hatte ich nur die weiße version geplant, aber dann dachte ich, dass ja auch jeder mal einen grauen tag hat… also entstand auch noch die graue version.
mehr informationen über uli budde und sein neues projekt gibt es unter www.ulibudde.com









































