Mit ‘qubique’ getaggte Artikel


ausflug: meet/design @ domotex 2013

Mittwoch, 20. Februar 2013

wir haben mitte januar nicht nur berlin 2.0 in der galerie s. bensimon in paris verpasst, wir hatten auch keine gelegenheit, die “ausstellung in einer ausstellung” namens meet/design zu besuchen, die im rahmen der teppich- und bodenbelagsmesse domotex stattfand. einfach weil wir auf der imm in köln waren und leider keine zeit fanden nach hannover zu fahren. und trotz unserer bemühungen niemanden finden konnten, der für uns von der domotex berichten könnte. leider. ehrlich gesagt galt unser hauptinteresse weniger den vorgestellten herstellern  – obgleich ein paar sehr interessante dabei waren  – als vielmehr den organisatoren: tempo berlin, einer firma, die mehr oder weniger und im großen und ganzen von nahezu dem gleichen personal betrieben wird wie die qubique organisiert wird.

wie treue blogleser sich vermutlich erinnern werden können, hatten wir so unsere probleme mit der qubique 2011, sind aber nach wie vor der ansicht, dass es definitiv einen platz für eine messe wie diese gibt. unserer ansicht nach allerdings mit ein paar konzeptionellen änderungen und einer engeren zusammenarbeit mit dem dmy berlin. bekanntermaßen fand die qubique 2012 nie statt und offiziell arbeiten die organisatoren an den plänen für eine qubique 2013. in köln nutzten wir die gelegenheit, mit manchen, die auf der qubique 2011 ausgestellt hatten, und einigen, die nicht ausgestellt hatten, aber deren profil zur qubique passen würde, darüber zu sprechen, was sie über das dachten, was geschehen war und geschehen sollte.

was uns an hannover interessierte, war, inwieweit die saat der qubique 2013 bei der meet/design sichtbar sein würde. zum beispiel waren dort einige der aussteller und hersteller, von denen wir wissen, dass die qubique viel investiert hat, um sie nach berlin zu locken. aber auch das ausstellungskonzept mit verschiedenen „räumen“ klang sehr vielversprechend. und seit dem besuch von „isn’t it romantic? zeitgenössisches design zwischen poesie und provokation” im makk wissen wir, dass so etwas sehr gut funktionieren kann. aber wie gesagt, leider haben wir meet/design nicht zu gesicht bekommen, können also nichts darüber sagen. wir werden allerdings die zukünftigen projekte von tempo berlin im auge behalten, und natürlich auch die entwicklungen im qubique-lager. den raum beobachten, sozusagen.

im folgenden findet ihr eine auswahl an offiziellen pressephotos von der meet/design 2013. alle photos, wie es die urheberrechtsregeln von uns verlangen zu sagen, stammen von christina nath für meet/design, werden hiermit journalistisch genutzt und haben alle die urheberrechtserwähnung und den bezug auf www.meetdesign.de bzw. meet/design.

meet/design @ domotex 2013

meet/design @ domotex 2013

meet/design @ domotex 2013

und damit es auch dem letzten klar ist: diese pressephotos sind nicht von uns aufgenommen worden. „alle photos sind von christina nath für meet/design. bilder für journalistische berichterstattung. urheberrechtserwähnung und bezug auf www.meetdesign.de / meet/design ist für alle verwendeten photos erforderlich.”



qubique berlin 2012 – auf 2013 verschoben

Dienstag, 11. September 2012

es scheint so als wären die gerüchte über den tod der qubique 2012 nicht übertrieben. heute haben die organisatoren das bekannt gegeben, was schon seit längerem vermutet wird: die qubique 2012 “wird leider nicht durchgeführt”. das team werde nun all seine bemühungen auf die qubique 2013 richten.

es wurden bis auf die probleme, die durch das neue datum und die neue location entstanden sind, keinerlei gründe dafür genannt.

wie sich der ein oder andere von euch erinnern wird, waren wir in diesem jahr etwas schnippischer gegenüber der qubique als es eigentlich höflich gewesen wäre. infolgedessen hatten wir ein ziemlich tiefgehendes gespräch mit dem leiter der qubique, matthias schmid, das zu einem interview führte. das hatten wir leider verbummelt… und dann wiedergefunden… und vor ein paar wochen endlich zu papier gebracht. wahrscheinlich wird es nun aber für immer in unseren archiven verschwinden und niemals wieder das tageslicht erblicken.

bei unserem gespräch mit matthias sprachen wir ganz offen über die probleme, denen sie sich nach der insolvenz des ursprünglichen qubique-organisators, der off show ag, stellen mussten, und über die notwendigkeit, die ausstellung von einem neuen unternehmen organisieren zu lassen. zu diesen problemen gehörte auch die zeit, die eher durch die umstrukturierung der firma als für die organisation der ausstellung verloren ging. es ist klar, dass man sich durch die absage der ausstellung 2012 die erforderliche zeit einräumt, die veranstaltung für 2013 zu organisieren.

zu den punkten, die matthias im april anführte, gehörte auch, dass es manchmal eben nötig ist, einen schritt zurück zu gehen, um nach vorne zu kommen, und dass eine solide basis die grundlage für ein gesundes wachstum ist. wer könnte dem widersprechen?

unser interview mit matthias schmid wird wahrscheinlich nie das tageslicht erblicken. wird es der qubique 2013 anders ergehen? wenn die probleme nur am wechsel des veranstaltungsortes und des datums lagen und daran, zeit für die organisation zu finden, dann kann man sich das gut vorstellen. doch es ist vielleicht nur fair zu erwähnen, dass die zahlen für 2011 nicht so positiv ausfielen wie die meisten erwartet hatten. und ganz bestimmt waren sie nicht so gut, dass sich die aussteller automatisch wieder fürs nächste jahr angemeldet hätten, geschweige denn dass neue aussteller ermutigt werden konnten. auf jeden fall können wir uns an keine großen ankündigungen erinnern, die in letzter zeit von der qubique kamen…

dann ist da noch die frage nach der finanzierung. vor einigen wochen lief die qubique noch als “kg i.g.”, was im grunde genommen so viel heißt wie eine firma, die sich noch im gründungsprozess befindet. jetzt läuft sie nur noch unter “matthias schmid”. dieser wechsel könnte bedeuten, dass die groß angekündigten finanzpartner entweder nicht die versprochenen finanziellen mittel aufbringen konnten oder einfach einen sinneswandel hatten. oder es gibt irgendeinen anderen grund… doch bis die qubique selbst ein statement zur zukünftigen firmenstruktur und zur finanzierung abgibt, bleiben das alles reine vermutungen. ebenso wie diskussionen über die zukunft der messe.

wir glauben noch immer, dass die zukünftige möbeldesignbranche in europa mehr kleinere messen braucht, die ein fokussierteres konzept anbieten. und wir glauben noch immer, dass berlin die perfekte location für eine zeitgemäße designermöbelmesse ist. und außerdem glauben wir noch immer, dass es die sinnvollste und wirtschaftlichste lösung wäre, die messe parallel zum dmy berlin laufen zu lassen…

wir halten euch auf jeden fall auf dem laufenden.

No Qubique 2012

qubique berlin 2012 - auf 2013 verschoben



verschoben: matthias schmid @ galerie erstererster: braucht die welt noch eine möbelmesse?

Donnerstag, 03. Mai 2012

wegen “grundlegender umstrukturierungen” der qubique wird das gespräch mit matthias schmid in der galerie erstererter leider auf “unbestimmte” zeit vertagt. ach jaaa, wie wir gute metaphern doch zu schätzen wissen…

mehr infos gibt’s sobald wir sie haben.

qubique berlin

...das letzte mal, dass wir dieses foto benutzen - versprochen.



qubique berlin: neues datum. neue location. neue “herausforderungen”?

Montag, 23. April 2012

vor ein paar wochen haben wir aus der gerüchteküche gehört, dass die qubique 2012 nicht in tempelhof stattfinden wird. aber vor lauter mailand hatten wir einfach keine zeit ein paar nachforschungen anzustellen. gestern kam dann die offizielle bestätigung von der qubique: neue location. und ein neues datum. wie zu erwarten war die ankündigung lächerlich optimistisch. bleibt nur noch die frage: wieso ändert man die location und das datum, wenn 2011 alles so glatt lief? wir haben da schon so einen verdacht, sind uns aber nicht ganz sicher. und die presseabteilung der qubique wird es uns wahrscheinlich nicht verraten…

am 2. mai nimmt der qubique-ceo matthias schmid an der diskussion “braucht die welt noch eine möbelmesse?” in der galerie erstererster teil. das klingt nach einer guten möglichkeit der sache auf den grund zu gehen. wir halten euch auf dem laufenden…

qubique berlin

qubique berlin: neues datum. neue location. neue richtung?



matthias schmid @ galerie erstererster: braucht die welt noch eine möbelmesse?

Freitag, 13. April 2012

wir vermuten, matthias schmid würde ja sagen. schließlich ist er mitbegründer und leiter der qubique. aber wir finden es auf jeden fall super, dass die galerie erstererster diese frage stellt. und dass matthias schmid sich bereit erklärt hat sie zu beantworten.

der abend findet genau zu einer zeit statt, in der wir alle nach einer woche überzogenem, überteuertem unnsinn in mailand erstmal genug von designmessen haben, unsere aufregung in anbetracht des nahenden dmy berlin festivals aber kaum noch bändigen können, und stellt dabei eine sehr ernstzunehmende frage.

messen und designwochen sind wie filmfestivals oder marathons – jede stadt hat welche. und jede stadt besteht darauf, dass sie das schlüsselevent unter den möbelmessen ausrichtet. auf die mehrheit trifft das aber nicht zu. die meisten sind einfach nur langweilig. wirklich stinklangweilig…

jeder weiß doch, dass wir nicht so viele messen brauchen. jeder weiß, dass es sinn machen würde eine menge auszusortieren und dass es besser wäre, den überschuss zu kontrollieren und eine situation zu schaffen, die etwas nützt statt nur zu nerven. wir wüssten schon, was wir auf die frage antworten würden, aber an dem abend geht es ja nicht um uns…

im ersten teil des abends wird matthias schmid den hintergrund der qubique erläutern und was er unter dem allgegenwärtigen qubique-slogan “next generation tradeshow” versteht. anschließend gibt es eine allgemeine diskussion zum thema.

und für alle, die für mailand dieses jahr noch ein paar orientierungspunkte brauchen, präsentiert droog “material matters” – eine fiktive möbelmesse, die in einer zukunft spielt, in der rohstoffe höher besteuert werden als das einkommen. diese situation würde designer und hersteller wahrscheinlich (hoffentlich?) dazu zwingen, nicht nur darüber nachzudenken, was sie herstellen, sondern auch wie sie es präsentieren. wir haben sie noch nicht gesehen, aber es klingt so als wäre ein besuch lohnenswert.

braucht die welt noch eine möbelmesse? @ galerie erstererster am 2. mai 2012 um 20 uhr.

qubique berlin

qubique berlin: eine neue art zeitgenössisches design zu präsentieren oder nur ...



qubique berlin: llot llov

Freitag, 20. Januar 2012

dass wir schon längst mit der imm cologne beschäftigt sind, ändert nichts daran, dass wir noch fleißig unsere posts zur qubique 2011 abarbeiten. mit dem gewonnenen abstand wollen wir resümieren und schauen, was die messe in der berliner designszene bewirkt hat. denn sollte nicht jedes berliner designevent auch der berliner designszene zugute kommen? um die dinge ein wenig leichter in diesem kontext zu verorten, haben wir uns mit den designern lena hirche und jacob brinck von llot llov zum interview getroffen.

bei llot llov handelt es sich um ein 2007 gegründetes vierköpfiges multidisziplinäres designstudio, das abgesehen vom produktdesign regelmäßig auch innenarchitektonische und designkonzeptionelle projekte zu seinen aufgaben zählt.

unser gespräch eröffneten wir – eigentlich logisch – mit der frage, wie sie zur ventura berlin kamen:

lena hirche: sowohl create berlin als auch ventura berlin fragten uns, ob wir mitmachen wollten und wir entschieden uns für ventura, weil uns der internationale kontext einfach stärker ansprach.

minimumblog: heißt das, ein llot llov-stand in der hauptausstellung stand nie zur debatte?

jacob brinck: das haben wir nie in erwägung gezogen. wir arbeiten gerade an sehr vielen projekten und haben uns auf andere messen konzentriert. auf der quibique war alles noch sehr neu…

lena hirche: …was es wirklich schwer gemacht hat, abzuschätzen, wie die messe werden würde. das ausstellen in so einer show ist ziemlich teuer und als kleines studio können wir es uns einfach nicht leisten, in etwas zu investieren, bei dem wir nicht wissen, was letztlich dabei herauskommt.

minimumblog: was waren eure ziele oder hoffnungen für die qubique? und habt ihr sie erreicht?

lena hirche: um ehrlich zu sein hatten wir wahrscheinlich alle unterschiedliche ziele. ich zum beispiel tendiere dazu, etwas pragmatischer zu sein und so war für mich das wichtigste einfach präsent zu sein.

jacob brinck: die produkte, die wir auf der qubique ausgestellt haben, wurden ausgewählt, weil sie neu waren und, auch wenn sie schon zuvor bei kleineren events gezeigt wurden, noch nicht ein derart großes publikum hatten. und die resonanz war sehr gut. wir hatten eine menge publicity, wir erhielten konkrete anfragen von shops und endkunden und außerdem viel feedback von der presse. wir waren insgesamt sehr froh über die reaktion und planen nächstes jahr vielleicht wiederzukommen. aber das ist noch nicht endgültig entschieden.

minimumblog: das ist ein guter anknüpfungspunkt: mit der qubique und dem dmy hat berlin nun zwei designevents pro jahr. wollt ihr auch weiterhin auf beiden ausstellen?

lena hirche: auf jeden fall. das sind zwei völlig verschiedene formate, doch die qubique hat nun mal erst angefangen. es mag ja sein, dass die presse dieses jahr viel interesse gezeigt hat, aber – ohne gemein sein zu wollen – niemand weiß wie sich das noch entwickeln wird. wir mögen das dmy, weil wir uns zu diesem festival persönlich verbunden fühlen. das ist einfach unsere szene und unser background.

minimumblog: mal ganz hypothetisch: wie würdet ihr es finden, wenn dmy und qubique parallel stattfinden würden?

jacob brinck: ich glaube, das wäre prinzipiell für beide events von vorteil, weil sich dann die aktivitäten in der stadt konzentrieren würden. das wäre für die aussteller, aber auch für journalisten und andere fachleute, die wegen den ganzen messen ständig am reisen sind, auf jeden fall praktisch. london design festival, zwei mal im jahr paris, mailand, frankfurt, köln usw. usw. usw. und irgendwann zwischen den messen müssen die leute ja auch arbeiten. ihre arbeit ist zwar nicht auf den messen, aber sie brauchen die messen für ihre arbeit. außerdem muss man sich fragen, ob es besonders sinnvoll ist, zwei solcher events in berlin zu haben. für uns macht es mehr sinn, wenn beide events zeitgleich stattfinden, weil man dann wahrscheinlich mehr besucher hat.

minimumblog: kleiner themensprung… ihr habt neulich den publikumspreis beim trenntmöbel gesucht! wettbewerb gewonnen. glückwunsch! seid ihr als junges designstudio mit dem publikumspreis zufriedener als ihr es mit dem hauptpreis gewesen wärt? schließlich war das ein geldpreis.

lena hirche: (lacht) nein, ich denke schon, dass der hauptpreis besser gewesen wäre, und das nicht nur, weil das projekt dann weiterentwickelt worden wäre! trotzdem muss ich sagen, dass böttcher + henssler zu recht gewonnen haben, da ihr produkt nicht nur formal sehr gelungen war, sondern auch perfekt die vorgaben der organisatoren erfüllt hat.

minimumblog: und unsere standardfrage zum schluss: was können wir in naher zukunft von llot llov erwarten?

jacob brinck: wir befinden uns gerade in der letzten phase der verkaufsvorbereitungen der earl-leuchte und arbeiten außerdem an verschiedenen interieurprojekten. außerdem denken wir natürlich schon an das nächste projekt.

mehr infos zu llot llov gibt’s unter http://llotllov.de/

dmy berlin 2011 spree meets world llot llov cocktail

llot llov showroom beim dmy berlin 2011

BSR Create Berlin Trenntmöbel gesucht Stand by llot llov

stand von llot llov, gewinner des publikumspreises bei trenntmöbel gesucht

Qubique Berlin 2011

elias and son und earl von llot llov bei ventura berlin 2011...

Qubique Berlin 2011

... und earl wird tiefer gehängt

IMM Köln 2010 llot llov ray

ray von llot llov bei der imm cologne 2010



qubique berlin: galerie helmrinderknecht

Montag, 19. Dezember 2011

zu den innovationen bei der qubique berlin 2011 gehörte der “gallery walk”: ein konzept, bei dem sich neun internationale designgalerien in den ehemaligen reisebüros in der eingangshalle des flughafens tempelhof präsentierten.

der gallery walk wurde von der berliner galerie helmrinderknecht co-kuratiert und so haben wir martin rinderknecht bei unserem gespräch über die qubique über den background des projekts befragt…

martin rinderknecht: wir hatten ja anfang des jahres das konzept unserer galerie in das einer pop-up galerie verändert. die qubique hielten wir für ein interessantes event, um dort eventuell ein pop-up zu machen. nach einer ersten kontaktaufnahme mit den organisatoren der qubique hat sich dann sehr schnell in weiteren gemeinsamen gesprächen das konzept des gallery walks entwickelt. ich wurde damit beauftragt, acht internationale junge galerien, die mit zeitgenössischem design arbeiten, für den gallery walk zu mobilisieren.

minimumblog: und waren die anderen galerien wild darauf mitzumachen? es ist schließlich ein ziemlich unkonventionelles konzept, das ihr da entwickelt habt.

martin rinderknecht: es gab keine wirklichen probleme, das feedback war durchweg positiv, was meiner meinung nach viel mit der location, dem standort berlin und der neuen messe zu tun hat. ich habe meinen kollegen fotos von diesem wunderbaren ort hier geschickt; die räumlichkeiten der ehemaligen reisebüros eignen sich ja wirklich perfekt für galeriepräsentationen. und dann ist da natürlich noch das überzeugende konzept der neuen möbelmesse und die stadt berlin selbst. die leute kommen einfach gerne hierher, die stadt ist bekannt und gilt weltweit als attraktiver standort.

minimumblog: was ist euer ziel beim gallery walk? geht es nur um werbung für die galerien oder erhofft ihr euch auch mehr verkäufe davon?

martin rinderknecht: natürlich beides. unsere position hier ist deshalb perfekt, weil die ganzen besucher an unseren galerien vorbeikommen müssen. das bringt den galerien und besonders dem limited edition design erstmal relativ viel aufmerksamkeit. wir haben mit unserer präsenz hier die möglichkeit limited edition design bei einem breiteren publikum bekannt zu machen. ich denke, mit dem konzept des gallery walks können wir auch ein publikum ansprechen, das grundsätzlich an design interessiert ist, das aber mit den aspekten design, limitierte edition und galerie bisher nicht so vertraut war.

miniumblog: galerie helmrinderknecht präsentiert eine arbeit von flynn talbot von einer früheren ausstellung. wolltet ihr keine komplett neue ausstellung für die qubique entwerfen?

martin rinderknecht: natürlich haben wir uns das auch überlegt, aber letztendlich fiel die entscheidung zugunsten der leuchtobjekte von flynn talbot. die vorgegebene architektur der ehemaligen reisebüros schien uns geradezu perfekt für die präsentation der leuchten. und ich finde, es funktioniert auch wirklich sehr gut. die leuchten passen in die raumästhetik. fast schon zu gut, so als wären die arbeiten schon immer hier gewesen. außerdem hoffen wir auch, dass flynn hier kontakte mit herstellern knüpfen kann. die technologie, die er für seine leuchten entwickelt hat, ist sehr innovativ und einzigartig und lässt sich auch für einen größeren markt adaptieren.

minimumblog: um ein wenig von der qubique wegzukommen… in den letzten 8 monaten hat die galerie helmrinderknecht ohne feste anschrift existiert. seid ihr mit der situation noch zufrieden?

martin rinderknecht: ja, wir sind immer noch sehr zufrieden mit unser entscheidung. ich denke, der markt ändert sich fortwährend und wir haben so einfach eine größere flexibilität.

minimumblog: und was steht als nächstes an? was kommt nach der qubique?

martin rinderknecht: im november sind wir bei der cofaa, der cologne fine art & antiques, wo wir teppiche vom samare studio und ein neues projekt mit dem schweizer designer frédéric dedelley sowie arbeiten von nicolas le moigne – den wir im juni bereits in basel auf der design/miami präsentierten – zeigen werden. im januar 2012 machen wir dann in zürich unser erstes schweizer pop-up, wo wir vom 10. – 28. januar 2012 in einem temporären ausstellungsraum designobjekte unserer designer und weiterer gäste präsentieren werden.

qubique berlin 2011 Galerie HELMRINDERKNECHT

qubique berlin 2011: galerie helmrinderknecht

qubique berlin 2011 gallery walk

qubique berlin 2011: gallery walk



qubique berlin: atelier haußmann

Donnerstag, 15. Dezember 2011

wie die meisten möbeldesigner stocken auch die brüder rainer und andreas haußmann ihr einkommen regelmäßig etwas mit innendesignprojekten auf. als atelier haußmann entwerfen sie nicht nur die innenräume von restaurants, clubs und privaten wohnhäusern – sondern lassen sie auch entstehen … also so richtig mit schweißen und bauen. 1990 gründete das atelier haußmann mobile metallico, worüber sie ihre eigenen möbel entwerfen, die sie entweder selbst herstellen oder – bei größeren produktionen – durch berliner lieferanten herstellen lassen. zusätzlich zum vertrieb ihrer möbel über ihren eigenen onlineshop arbeiten sie mit einem internationalen netzwerk aus partnershops zusammen.

bei der qubique stellte das atelier haußmann als teil von ventura berlin aus. bevor die pforten geöffnet wurden, trafen wir uns mit andreas haußmann und begannen mit der naheliegenden frage, wieso sie sich dafür entschieden haben, bei der quibique auszustellen:

andreas haussmann: obwohl wir schon seit 1990 im geschäft sind, sind wir in berlin kaum bekannt. wir sind eher in süddeutschland, hamburg und frankfurt präsent, aber nicht wirklich in berlin. wir hielten die qubique als neue messe für eine gute möglichkeit etwas an diesem umstand zu ändern. niemand weiß so richtig, was er davon erwarten soll, aber das war irgendwie ein ansporn, denn wir sehen auf alle fälle eine menge potential in berlin.

minimumblog: du sagst, ihr wollt eure popularität in berlin vergrößern. glaubst du, dass so eine messe wie die qubique prinzipiell eine hilfe für berliner designstudios sein kann?

andreas haußmann: ich denke, jede form von publicity kann berliner designern helfen. wir haben auch mal auf dem dmy ausgestellt, aber das geht mehr in richtung informationsveranstaltung, wo sich zeigt, in welche richtungen die anderen arbeiten. bei der qubique liegt der fokus klar auf dem verkauf. insofern denke ich, dass die qubique berliner studios auf jeden fall helfen kann.

minimumblog: wie kam es, dass atelier haußmann bei ventura berlin ausstellt?

andreas haußmann: das hat eigentlich alles mit elisa strozyk begonnen. wir stellen hier ja als verbund aus, bestehend aus zascho petkow, heike buchfelder, elisa strozyk und uns. wir wollten total gerne bei der qubique dabei sein, die haupthalle ist aber einfach zu teuer für uns. und da elisa in kontakt mit ventura milano stand, haben wir uns dazu entschieden, uns als gruppe für die ventura berlin zu bewerben. dann hatten wir noch so viel glück und wurden genommen.

minimumblog: und zum schluss zu köln.

andreas haußmann: köln.

minimumblog: ist die qubique eine alternative zu köln oder werdet ihr auch weiterhin in köln ausstellen?

andreas haußmann: über die jahre haben wir sehr gute kontakte in köln knüpfen können, auch internationale. die ganze industrie findet sich zur imm in köln zusammen und keiner kann sagen, wie sich das entwickeln wird. fürs erste bleibt köln also interessant für uns.

Atelier Haußmann Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: atelier haußmann

Atelier Haußmann Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: atelier haußmann



qubique berlin: maigrau

Donnerstag, 01. Dezember 2011

maigrau wurde 2007 von den beiden absolventen der kunstakademie stuttgart alexander stamminger und nik back gegründet und hat sich schnell einen ruf als qualitätsdesigner und -hersteller von zeitgenössischem möbeldesign made in germany erarbeitet.

früher produzierte maigrau nur eigene designs, auf der qubique berlin haben alexander und nik ihre erste externe kollaboration vorgestellt – das tragbare stauraummöbel louis von anne lorenz.

vor der eröffnung der qubique haben wir mit alexander und nik über die zusammenarbeit mit anne und maigraus zukunftspläne gesprochen. zunächst wollten wir aber wissen, warum sie nach drei jahren hintereinander in köln nun auf der quibique ausgestellt haben?

nik back: für eine kleine firma wie maigrau war die imm nicht die richtige plattform. die dimension der messe macht es schwierig überhaupt gesehen oder gehört zu werden. auf der qubique haben wir mehr möglichkeiten. hier stellen weniger und vor allem ausgesuchtere hersteller aus. im vergleich zu köln haben wir hier nicht das gefühl nur einer unter vielen zu sein. wir sind hier eine marke, die auf einer ebene mit namen wie thonet oder vitra ausstellt. insofern ist das natürlich eine bessere plattform für maigrau.

minimumblog: die qubique ist ja nun eine neue messe. habt ihr den eindruck, die leute haben die messe auf dem schirm?

alexander stamminger: wir haben in diesem jahr drei händlertouren durch deutschland, die schweiz und österreich gemacht und auch gleich nachgefragt, was unsere händler von dem event halten. entweder kannten sie die messe schon und wollten auf jeden fall herkommen oder sie waren neugierig darauf.

minimumblog: ihr stellt louis von anne lorenz vor, das erste maigrau-produkt von einem “externen” designer. wie kam es zu dieser zusammenarbeit?

nik back: wir haben beide unabhängig voneinander genau dieses stück auf der imm in köln entdeckt und dachten beide, dass es super in unsere kollektion passen würde. also wollten wir die designerin ansprechen, was aber erst in mailand geklappt hat, als wir das produkt bei der ausstellung des rats für formgebung wiedergesehen haben. als produkt bringt es eine andere handschrift in die kollektion und frischt die marke maigrau positiv auf.

minimumblog: sind weitere kooperationen für die zukunft geplant?

alexander stamminger: wir haben ein paar projekte im kopf. aber nichts konkretes. wir sind ein kleiner hersteller, also muss alles schritt für schritt passieren.

minimumblog: arbeitet ihr selbst gerade an eigenen projekten oder ist dafür keine zeit?

nik back: nebenbei arbeiten wir immer, aber im moment haben wir viele andere dinge zu tun, die sehr zeitintensiv sind. aber natürlich entwicklen wir weiter unsere eigenen projekte.

minimumblog: um den kreis zu schließen: heißt das alles, dass ihr euch nicht für köln 2012 angemeldet habt?

alexander stamminger: wir werden nächstes jahr definitiv nicht auf der imm sein.

minimumblog: und was, wenn die qubique nicht so funktioniert wie erwartet?

beide: es wird funktionieren!



qubique berlin: daniel wahl, weltunit

Dienstag, 29. November 2011

auf der qubique war create berlin mit einem gemeinschaftsstand von sieben berliner designstudios vertreten. und mit einem neuen produkt: dem lampenschirm crnkl!

einer der beteiligten ist daniel wahl aka weltunit. nach der konzept-einführung seiner tischplatte wilbur auf dem dmy und vor dem verkaufsstart im dezember, hat daniel auch das tischgestellkonzept orville vorgestellt. das gestell passt natürlich zu wilbur. daniel war auch an der entwicklung von crnkl! und dem create-berlin-stand beteiligt. das hat ihn umso mehr als interviewpartner für uns qualifiziert.

also haben wir mit daniel auf der qubique über crnkl! und das create-berlin-standkonzept gesprochen. als erstes wollten wir wissen, warum er bei der qubique mit create berlin dabei sein wollte.

daniel wahl: es ist die erste qubique, und für mich ist es eine art test mitzumachen bei den “großen”. da meine fima noch jung ist, war es für mich eine gute gelegnheit mit create berlin zusammen auszustellen.

minimumblog: einen eigenen daniel-wahl-stand hätte es also nicht gegeben?

daniel wahl: allein wäre es schwierig geworden – einerseits wegen der kosten (trotz der guten beziehungen zur geschäftsführung ;), andererseits auch wegen des zeitlichen und organisatorischen aufwands, den so eine messe mit sich bringt.

minimumblog: erwartet ihr auf der ersten qubique mehr händler und professionelle besucher oder eher privates publikum?

daniel wahl: ich erwarte auf jeden fall einen größeren professionellen zufluss, also händler und vielleicht auch hersteller mit denen man in kontakt kommen kann, auf jeden fall mehr als z.b. auf dem dmy. ich denke jeder hier ist einfach gespannt, was die erste qubique bringt.

minimumblog: neben wilbur und orville hast du ein produkt für create berlin mitdesignt. was ist der hintergrund?

daniel wahl: create berlin will langfristig eine eigene produktlinie entwickeln. das erste produkt ist der lampenschirm crnkl!. er besteht aus einem spinnvlies mit 36 mikromagneten. die idee dahinter ist, dass man den schirm einfach um eine normale glühbirne wickeln kann. wenn man umzieht und nur glühlampen ohne schirm von der decke hängen, kann man mit crnkl! in nullkommanichts eine tolle einzigartige lampe zaubern.

minimumblog: wie kam es zur mitarbeit an dem projekt?

daniel wahl: das team hinter der lampe ist auch das team hinter dem create-berlin-stand hier auf der qubique. also haben wir auch die entwicklung des ersten produkts übernommen. wir heißt also auch flip sellin von coordination, ulrich merz und martina zeyen von create berlin.

minimumblog: wie lange hat die entwicklung gedauert?

daniel wahl: das ging relativ schnell und hat nur zwei monate gedauert. das liegt aber auch daran, dass es erstmal nur eine kleinserie von 100 stück ist: die “limited edition qubique” mit roter und violetter nahtführung damit es zum logo passt. für eine großserie müsen wahrscheinlich noch ein paar details nachbearbeitet werden.

minimumblog: und was ist die idee hinter dem create-berlin-stand?

daniel wahl: die ausstellung heißt “berlin up” und möchte zeigen, dass wir nicht mehr die bastler sind, als die die berliner gerne gesehen werden, sondern auf dem gleichen niveau arbeiten wie die professionellen firmen, die hier auch ausstellen.

weitere informationen zu weltunit und wie man wilbur bestellen kann, gibt es unter www.weltunit.com