wie wir in unserem post über die präsentation des dänischen herstellers hay auf der orgatec 2012 bereits ansprachen, war eine der dortigen überraschungen, ein von stefan diez gestaltetes produkt zu sehen. eine wirklich erfreuliche überraschung, denn sein modulares pulverbeschichtetes stahlregalsystem “new order” ist eine sehr intelligente sowie sorgfältig überlegte und umgesetzte arbeit. also erschien es uns folgerichtig, ein bisschen mit stefan über dieses projekt zu plaudern…
minimum-blog: die naheliegende eingangsfrage, wie kam es zur zusammenarbeit mit hay?
stefan diez: wir haben uns vor ein paar jahren auf einer geschäftsreise nach singapur getroffen, haben uns sofort gut verstanden und bald beschlossen, dass wir versuchen sollten, gemeinsam ein projekt zu entwickeln.
minimum-blog: und die haben dann gesagt, bau uns ein modulares regalsystem, oder…?
stefan diez: ganz ehrlich gesagt wurde dieses projekt ursprünglich vor zwei jahren in mailand zusammen mit established & sons präsentiert, aber wir haben nie eine akzeptable vereinbarung erreichen können. bei so einem projekt ist der preis für mich entscheidend. ich halte es für wichtig, dass solche alltagsmöbel zu einen bezahlbaren, demokratischen preis angeboten werden. und mit hay ist es uns jetzt gelungen, dies umzusetzen.
minimum-blog: die zwei elemente, die unsere aufmerksamkeit erregen, sind einerseits die tieferen regalböden, andererseits das schiebetürensystem. erst einmal zu den türen, ist diese ausleger-funktion bei der schiebetür eine anspielung auf ihre tischlervergangenheit?
stefan diez: nein, nein, das ist reines industriedesign. es ist ein folienscharniersystem, genauer gesagt, aus polypropylen, und so konzipiert, dass das scharnier fast unsichtbar ist. das ganze system ist einfach zu benutzen und sehr leise. genauso wichtig ist aber, dass sowohl die türen als auch die seiten- und rückwände nach bedarf eingesetzt oder entfernt werden können. sie sind kein festes element der einheit und können eingesetzt oder entfernt werden, ohne dass man dazu werkzeug braucht oder die einheit auseinanderbauen muss.
minimum-blog: und bei den tiefer gelegten regalböden, welche idee steckt dort dahinter?
stefan diez: technisch gesehen sind dies eher ablagen als regalböden. und die idee ist, dem benutzer mehr möglichkeiten zu geben, als es heutige regalsysteme zulassen. sie sind 80 mm tief und während man sie durchaus für bücher und ähnliches benutzen kann, dienen sie auch bequem als ablage für kleinkram. mit ihren höheren rändern ist alles sehr sicher und nichts kann herausfallen oder anderweitig verloren gehen.
minimum-blog: um zum schluss zu kommen, gibt es pläne für weitere kooperationen mit hay?
stefan diez: ja, wir werden auf der stockholm furniture fair im februar nächsten jahres ein neues projekt präsentieren, es ist ein…
er hat es uns gesagt. aber geduld ist eine tugend, liebe freunde. geduld ist eine tugend!


