studium an der hbksaar in saarbrücken und der esba marseille, praktikum bei proef/studio marije vogelzang in amsterdam und bei mark braun in berlin, schließlich eröffnung eines eigenen studios in berlin. klingt nach erfolgskurs für anika engelbrecht. auf diesem kurs lag für die jungdesignerin auch die ambiente in frankfurt, wo sie in der talents section drei ihrer kreationen präsentierte. um noch einmal kurz darauf hinzuweisen: wir waren selbst nicht da (stockholm…) – wir wissen nur davon, weil uns anika davon erzählte.
jedenfalls waren drei produktreihen zu bestaunen, die – wenn auch auf den ersten blick in keiner beziehung zueinander stehen – auf den zweiten blick durchaus gemeinsamkeiten teilen. da ist zunächst die individuals reihe: ein forschungsprojekt, das versucht eine alternative glasdesignmethode zur sandstrahlung zu entwickeln. beim “normalen” sandstrahlen von glas wird mit einem selbstklebenden blatt die struktur des glases geformt. anika engelsbrechts methode arbeitet hingegen unter einsatz verschiedener metallgitter als schablonen, womit ganz verschiedene ergebnisse erzielt werden können. besonders gefallen uns darunter die größeren stücke mit den grob eingekerbten, geometrisch angeordneten löchern und die trinkgläser, deren füße an arktische oder mondlandschaften erinnern.
ein anderes studienprojekt ist bevande calde – ein auftrag für den italienischen kristallhersteller rcr italia. entworfen für heiße getränke, sorgen die riffel an der außenseite des glases nicht nur für einen guten griff, sondern schützen vor allem vor ausstrahlender hitze. ein wunderbares beispiel also dafür, wie mit der gekonnten verbindung von natürlichen eigenschaften eines materials und dem design eines produkts ein ganz ausgezeichneter effekt erzielt werden kann – der optisch sogar zimlich viel hermacht.
swell ist die dritte innovative sowie unkonventionelle lösung in der engelbrecht-ambiente-prdukt-reihe. eine serie unglasierter porzellanvasen mit ausstanzungen und löchern. ja, das klingt in hinblick auf die funktionsweise von vasen durchaus unpraktisch, wenn nicht sogar unsinnig. wären da nicht die bunten luftballons…. die nämlich können genau über den vasenhals gestülpt und mit wasser gefüllt werden, wodurch zwei funktionen ihre erfüllung finden: auf einer pragmatischen ebene fungieren die ballons so als indikator für den wasserstand in der vase und in ästhetischer hinsicht verleihen sie der vase einen hauch von farbe und brechen mit starren strukturen. außerdem bildet der synthetische charakter der ballons einen schönen kontrast zur natürlichkeit der blumen. laut anika sorgte swell für eine menge aufmerksamkeit auf der ambiente – wir hoffen, diese und ihre anderen produktserien werden genauso die aufmerksamkeit einiger hersteller wecken.
mehr informationen gibt es unter: http://www.anika-engelbrecht.com/









