maigrau wurde 2007 von den beiden absolventen der kunstakademie stuttgart alexander stamminger und nik back gegründet und hat sich schnell einen ruf als qualitätsdesigner und -hersteller von zeitgenössischem möbeldesign made in germany erarbeitet.
früher produzierte maigrau nur eigene designs, auf der qubique berlin haben alexander und nik ihre erste externe kollaboration vorgestellt – das tragbare stauraummöbel louis von anne lorenz.
vor der eröffnung der qubique haben wir mit alexander und nik über die zusammenarbeit mit anne und maigraus zukunftspläne gesprochen. zunächst wollten wir aber wissen, warum sie nach drei jahren hintereinander in köln nun auf der quibique ausgestellt haben?
nik back: für eine kleine firma wie maigrau war die imm nicht die richtige plattform. die dimension der messe macht es schwierig überhaupt gesehen oder gehört zu werden. auf der qubique haben wir mehr möglichkeiten. hier stellen weniger und vor allem ausgesuchtere hersteller aus. im vergleich zu köln haben wir hier nicht das gefühl nur einer unter vielen zu sein. wir sind hier eine marke, die auf einer ebene mit namen wie thonet oder vitra ausstellt. insofern ist das natürlich eine bessere plattform für maigrau.
minimumblog: die qubique ist ja nun eine neue messe. habt ihr den eindruck, die leute haben die messe auf dem schirm?
alexander stamminger: wir haben in diesem jahr drei händlertouren durch deutschland, die schweiz und österreich gemacht und auch gleich nachgefragt, was unsere händler von dem event halten. entweder kannten sie die messe schon und wollten auf jeden fall herkommen oder sie waren neugierig darauf.
minimumblog: ihr stellt louis von anne lorenz vor, das erste maigrau-produkt von einem “externen” designer. wie kam es zu dieser zusammenarbeit?
nik back: wir haben beide unabhängig voneinander genau dieses stück auf der imm in köln entdeckt und dachten beide, dass es super in unsere kollektion passen würde. also wollten wir die designerin ansprechen, was aber erst in mailand geklappt hat, als wir das produkt bei der ausstellung des rats für formgebung wiedergesehen haben. als produkt bringt es eine andere handschrift in die kollektion und frischt die marke maigrau positiv auf.
minimumblog: sind weitere kooperationen für die zukunft geplant?
alexander stamminger: wir haben ein paar projekte im kopf. aber nichts konkretes. wir sind ein kleiner hersteller, also muss alles schritt für schritt passieren.
minimumblog: arbeitet ihr selbst gerade an eigenen projekten oder ist dafür keine zeit?
nik back: nebenbei arbeiten wir immer, aber im moment haben wir viele andere dinge zu tun, die sehr zeitintensiv sind. aber natürlich entwicklen wir weiter unsere eigenen projekte.
minimumblog: um den kreis zu schließen: heißt das alles, dass ihr euch nicht für köln 2012 angemeldet habt?
alexander stamminger: wir werden nächstes jahr definitiv nicht auf der imm sein.
minimumblog: und was, wenn die qubique nicht so funktioniert wie erwartet?
beide: es wird funktionieren!




