Archiv für die Kategorie ‘wettbewerbe’


new order von böttcher+henssler: “best of the best” red dot-designpreis 2013

Montag, 29. April 2013

wir bemerkten in unserem post zum designpreis der bundesrepublik deutschland 2012: “wir würden normalerweise einer solchen veranstaltung nicht mehr als eine kurze fußnote widmen, nichts gegen preise generell, aber es gibt so viele designpreise und die mehrzahl von ihnen ist … nun, eher profitorientiert aus organisatorensicht als wirklich irgendwie hilfreich für den fortschritt von design.” empfindungen, zu denen wir stehen.”

dennoch fühlen wir uns mehr als nur ein bisschen verpflichtet, zu berichten, dass das berliner designstudio böttcher+henssler für new order (das für den trenntmöbel gesucht!-wettbewerb 2011 der bsr entwickelte und seit dezember 1012 im handel erhältliche haushaltsmüllsystem) einen „best of the best“ bei der red dot-preisverleihung 2013 erhalten hat. „verpflichtet” nicht im sinne von “wir müssen, leider, keine andere wahl…”, sondern wie in “…wenn es ein produkt gibt, das die rolle des heutigen produktdesigns verkörpert und die entsprechende anerkennung verdient … und wir sind hocherfreut, dass es diese bekommen hat, und wollen es der ganzen welt erzählen…“.

red dot-gründer und -vorstand peter zec war vor kurzem gastredner auf der designtage brandenburg-konferenz. unter den interessanteren punkten seiner rede war ein vergleich zwischen “designgeführten” und “profitgeführten“ marken. auch wenn die wahl seiner beispiele reichlich diskussionswürdig war, blieb es unbestritten, dass firmen, deren produktentwicklung von design bestimmt ist, höherwertige produkte herstellen: nicht nur von höherem finanziellen wert, sondern auch höherwertig beispielsweise hinsichtlich verbrauchererfahrung, produktlebensdauer oder hinsichtlich des langfristigen beitrages zum betreffenden industriesektor durch diese produkte. bei new order von böttcher+henssler besteht der höhere wert nicht allein in der tatsache, dass es mit ansprechender optik und vertrauter formaler sprache die teutonischste aller haushaltsaufgaben in etwas begehrenswertes verwandelt. durch seine kombinierte gebrauchsmöglichkeit als einkaufstasche und müllbehälter personifiziert new order letztlich den konsumzyklus und hilft uns so, etwas zu verstehen und, hoffentlich, unser verhalten anzupassen. all diese aspekte wurden von der internationalen red dot-jury bei der entscheidung, new order mit dem “best of the best”-preis auszuzeichnen, berücksichtigt.

also herzlichen glückwunsch unsererseits an moritz böttcher und sören henssler! nicht zu vergessen clémentine caurier, die ebenfalls zur ursprünglichen produktentwicklung beigetragen hat. und für alle, die ein preisgekröntes mehrzweckhaushaltsmülltrennsystem suchen: weitere details und bestellinformationen gibt es unter www.bsr.de/trenntset.php

new order von böttcher+henssler

new order von böttcher+henssler



design souvenir preis 2013: deine idee für berlin!

Mittwoch, 24. April 2013

im vergangenen jahr organisierte die kroatische designergesellschaft eine ausstellungstour mit dem titel “croatian holidays 2012”. mit arbeiten von zwei dutzend jungen kroatischen designern war/ist “croatian holiday 2012” eine sammlung zeitgenössischer interpretationen touristischer andenken, eine untersuchung des souvernirs als etwas jenseits traditioneller klischees und vorurteile. vor allem aber stellt croatian holiday nicht nur eine erkundung dar, wie kroatisches design und der kroatische tourismus sich gegenseitig stimulieren, sondern wie sie auch global für eine moderne, realistische kroatische identität werben können. “croatian holiday 2012″ wurde in mailand, wien, paris, sofia etc. gezeigt…

jetzt müssen wir sehr vorsichtig sein. sehr, sehr vorsichtig. berlins stadtmarketing-agentur berlin partner gmbh hat einen design-wettbewerb für objekte ausgerufen, die als souvenir verkauft werden können. die hoffnung dabei ist, dass man durch einen designergeführten “relaunch” des souvenirmarktes, durch erweiterung von touristenandenken jenseits traditioneller stereotypen und klischees, besuchern “einzigartige erinnerungsstücke” an die stadt  anbieten kann und somit ein neues realistisches, modernes globales berlinbild fördert. der windzug, den ihr gerade verspürt, rührt von unserem ungläubigen kopfschütteln.

am ende ihres einführungsstatements sagen die organisatoren eine zukunft voraus, in der “…berliner bären, fernsehtürme und ampelmännchen die gesellschaft aufregender neuer kreationen von mitgliedern der berliner kreativszene bekommen”. matt von llot llov. miss monnipenni von adam + harborth. hammer von jung porzellan. spar von ulrich merz. beton lampe von komat. mr moustache mobile von jäll und tofta. lemontile von dörte ahlgrimm. ad infinitum. ad abundantiam. ad lucem… in berlin kann man sich vor lauter authentischer, origineller beispiele der vitalität der kreativszenen der stadt kaum bewegen. “einzigartige erinnerungsstücke” für jeden geschmack und jedes portemonnaie. der pariser galerist serge bensimon kam nach berlin und brachte die ausstellung berlin 2.0 im gepäck mit nach hause. viele berliner produktdesigner haben zur eigenproduktion zumindest kleinerer artikel gewechselt oder sie sind dabei, es zu tun. modefirmen sind seit langer zeit ansässig. nicht zu vergessen die vielen originellen und anspruchsvollen fotografen, grafikdesigner und verleger überall in den bezirken. und hat da jemand gerade „schmuck“ gesagt?

wenn es denn nur in berlin eine art von einrichtung für ökonomische entwicklung und standortmarketing gäbe, die sich interessante und kreative wege ausdenken würde, wie man es den berlinbesuchern schmackhaft machen könnte, die kreativszenen der stadt zu erkunden, praktizierende designer kennen zu lernen, wie man die vielfalt und eigenart jenseits der reizlosen touristenfallen fördert – oder einfach nur shops an wichtigen ecken der stadt einrichten würde, die sachen „made in berlin by berlin designers“ verkaufen… zugegeben, die sachen in solchen läden würde vielleicht kein niedliches „sei berlin“-logo auf der verpackung haben. aber sie würden der kreativen gemeinschaft bedeutend mehr nützen als noch ein designwettbewerb.

croatian holiday 2012, hier bei der vienna design week 2012.

“croatian holiday 2012″ gelang als projekt, weil es nicht die realisierung kommerzieller produkte zum ziel hatte, sondern vielmehr das verhältnis zwischen der landesidentität im verständnis seiner bewohner und jener im verständnis seiner besucher erforschen wollte. das eine oder andere kommerzielle produkt wird hoffentlich aus dem projekt resultieren – aber wird es nicht in irgendwelche touristenläden schaffen. weil touristen designobjekte gleichgültig sind. touristen wollen berliner bären, ampelmännchen-t-shirts, fernsehtürme und mauerstücke. jüngere touristen wollen drei tage lang im berghain tanzen und dann hoffen sie, eine club-mate-flasche am zoll in schönefeld vorbei nach hause schmuggeln zu können. touristen wollen stereotypen. seit die ersten viktorianischen engländer aufbrachen, um die erhabenheit der schweizer alpen zu bewundern, war ein teil der gesamten daseinsberechtigung des tourismus, einem vorgegebenen archetypus zu entsprechen. touristen müssen souvenirs nach hause mitbringen, die andere als bestätigung des erlebten anerkennen. und der hässliche rechtsstreit über die rechte am ampelmännchen belegt die profitabilität der touristischen stereotypen. man kann nicht, nur weil man ein paar objekte von einem designer hat, den souvernirmarkt relaunchen.

was man hingegen tun kann ist, sicher zu stellen, dass diejenigen besucher, die an der aktuellen kultur der stadt interessiert sind, über die faden “insider-tipps” in ihren reiseführern hinausgelangen und jene orte, designer, produzenten – und produkte – finden, die sie interessieren und inspirieren. nicht zuletzt weil man dann nicht nur das potenzial hat, langfristige stammkunden-beziehungen zu schaffen, sondern auch werbung durch mundpropaganda. und das erreicht man nicht durch einen designwettbewerb. und bestimmt nicht durch einen designwettbewerb, der in keinen größeren, zusammenhängenden plan eingebunden ist. allein schon der umstand, dass es keine feste zusage gibt, die gewinnerdesigns in produktion zu bringen, zeigt die täuschung im manöver. denn wenn die gewinnerdesigns nicht produziert werden, nicht zum verkauf angeboten und nicht gekauft werden – dann ist das ganze projekt ein schuss in den ofen. da sein bekundetes ziel ist, besuchern designobjekte anzubieten.

und angesichts der expertenkompetenz, die berlin partner um sich versammelt hat, um den wettbewerb zu unterstützen, fragt man sich wirklich, wieso es der gmbh eigentlich am mut gebricht, den gewinnern produktion und vertrieb zu garantieren – und anschließend alle im ärmel befindlichen ässe auszuspielen, den produkten zum erfolg zu verhelfen. wie es die toten hosen zweifellos formulieren würden, nur zur klärung und damit wir uns richtig verstehen: wir wissen, dass die berlin partner eine menge gute sachen macht. und wir stellen keinesfalls die organisation als solche in frage. lediglich die entscheidnug, einen designwettbewerb zu veranstalten, der, soweit wir sehen können, keinerlei funktion hat, und bei dem die möglichen langfristigen vorteile der finanziellen und materiellen investitionen bestenfalls unklar sind.

der “trenntmöbel gesucht!”-wettbewerb von 2011 beispielsweise war in zwei wesentlichen punkten anders. erstens wurden die teilnehmenden designstudios für die entwicklung ihrer projekte bezahlt, zumindest in der zweiten phase. bei „deine idee für berlin“ arbeiten die kreativen bei der ideenentwicklung auf eigene kosten in der hoffnung, unter die drei glücklichen bargeldpreisträger zu kommen. oder dass zumindest jemand die objekte in der austellung sieht und in produktion bringt. und zweitens ging es bei “trenntmöbel gesucht!” genau so sehr um die förderung der privaten mülltrennung wie um die suche nach einem produkt. der wettbewerb diente als vehikel, ein ansonsten banales thema interessant zu machen. dass ein hübsches und kommerziell sinnvolles produkt wie new order dabei herauskam, ist fantastisch, war aber keine voraussetzung für den gesamterfolg der initiative.

bei “deine idee für berlin” erwarten wir viel trara um die für september geplante ausstellung und wir stellen uns auf fotos der „verrückteren“ projekte in unzähligen blogs ein. „typisch berlin!” werden die blogger kommentieren, oder “immer provokativ und unkonventionell. gibt es eine kreativere stadt in europa?”… und das wird dann als beleg für den erfolg des wettbewerbs präsentiert werden. aber wie gesagt, ist das bekundete ziel, produkte wirklich an die touristen zu bringen. und dafür muss man erst einmal etwas herstellen. und dann vertreiben. und vermarkten. wenn man hingegen einfach flächendeckende pr für die berliner designszene machen will, ist ein souvenir-design-wettbewerb nicht der beste ansatz.

die ehemalige dmy galerie im stilwerk berlin. ein hervorragendes beispiel dafür, wie schwer es ein kann, berliner designobjekte zu verkaufen.

jüngste zahlen zeigen, dass berlin im jahr 2012 etwa 11 millionen besucher hatte. es wäre natürlich fantastisch, wenn selbst nur ein paar prozent davon ihr geld für berliner design ausgeben und damit nicht nur lokale designer unterstützen, sondern auch die botschaft von berlins kreativpotenzial verbreiten würden. es gibt mehr als genug punkte, an denen eine kampagne anknüpfen könnte. reiseveranstalter könnten dazu ermutigt werden, ihren besuchern die lange nacht der designstudios zu zeigen, museen dazu, ausstattungen und inventar von berliner designern zu verwenden, hotels dazu, informationen zu ateliers und werkstätten in ihrer nähe anzubieten und die durch das internet eröffneten möglichkeiten des guerilla-marketings sind fast zu viele, um sie aufzuzählen…

man könnte auch in die offensive gehen. 1995 gründete z.b. die wiener handelskammer das unternehmen „wien products“, das jedes jahr mit ausgewählten wiener herstellern zusammenarbeitet, um eine serie von produkten von in der stadt ansässigen designern herzustellen. die gesamte serie wird anschließend von der wiener tourismusbehörde tatkräftig beworben und ist überall erhältlich, wo man touristen treffen kann. jawohl, mehr als nur ein hauch von exklusivität umgibt die produzenten, und nein, die sachen haben keine preise, die sich jedermann leisten kann – aber die designer sehen, dass ihre produkte verwirklicht werden, die hersteller werden unterstützt und wiens kreativität erhält eine sichtbare kommerzielle bühne. letzlich kann die förderung von kreativität durch tourismus immer nur teil einer größeren strategie sein, ist aber definitiv ein erforschungswerter zweig. um erfolg zu haben, müssen die angestoßenen projekte allerdings innovativ sein, also kreativ. sei berlin. sozusagen.

näheres zu “deine idee für berlin” gibt’s unter: www.be.berlin.de/designcompetition

berlin design souvenir preis 2013: deine idee für berlin



sieger des carl-zeiss-fotowettbewerbs gekürt

Freitag, 29. März 2013

die siegertrophäe des carl-zeiss-fotowettbewerbs 2012 ging an den polnischen fotografen mateusz martyna. er reichte das foto „handplant im tatra-gebirge“ ein, das perfekt zum wettbewerbsmotto „der moment, der keine grenzen kennt“ passte. das gewinnerbild interpretiert auf spektakuläre weise genau dieses thema, indem es den bekannten polnischen snowboarder tomasz „tylas“ tylka zeigt, der einen gewagten salto vollführt. weitere fotos der nomierten findet ihr hier. ein blick lohnt sich!



oskar-barnack-preis 2013 gestartet

Sonntag, 20. Januar 2013

berufs- und nachwuchsphotographen können sich ab sofort für den oskar-barnack-preis bewerben und bis zum 1. märz ihre projekte einreichen. gesucht sind bildserien von bis zu zwölf aufnahmen, die treffsicher die beziehung eines menschen zu seiner umwelt darstellen. es geht also um die dokumentation des miteinanders von menschen. mitmachen lohnt sich: der gewinner kann mit einem preisgeld von 5.000 euro und einer leica-m-kameraausrüstung rechnen. es gibt auch einen nachwuchspreis für photographen, die das 25. lebensjahr noch nicht überschritten haben. infos zur ausschreibung findet ihr hier. wir drücken die daumen!



kulturstiftung des bundes fördert 11 berliner projekte

Montag, 31. Dezember 2012

die kulturstiftung des bundes machte der hauptstadt gleich elf weihnachtsgeschenke: im neuen jahr werden elf berliner projekte gefördert, darunter auch einige im kunstbereich. hurra! 54.000 euro fließen dem collegium hungaricum für das filmfestival „cineromani – empowering roma filmmakers“ zu. die kunst-werke berlin – kw institute for contemporary art zeigen erstmals eine szenische installation des französisch-algerischen künstlers kader attia, für die sie mit 103.000 euro gefördert werden. 150.000 euro erhalten rimini protokoll für „situation rooms“, eine multiperspektivische videoinszenierung, die die globalisierte welt von waffenhandel und geldwäsche thematisiert. und„doku.arts“ heißt die mit 150.000 euro geförderte fachtagung mit werkschau von 30 internationalen filmemachern und künstlern, die sich mit perspektiven des künstlerischen dokumentarfilms befassen. vielen dank und wir freuen uns auf die ergebnisse! weitere infos gibt es auf www.kulturstiftung-bund.de.



if concept design award

Sonntag, 30. Dezember 2012

noch bis zum 10. januar 2013 können studierende und absolventen sämtlicher design-studiengänge sowie der fachrichtungen architektur, marketing und engineering überzeugende arbeiten für den if concept design award einreichen. angenommen werden auch arbeiten von kleinen teams von bis zu vier personen. alle teilnahmebedingungen findet ihr hier. wir wünschen viel glück!



ein wirklich ziviler preis!

Samstag, 29. Dezember 2012

ja, an design-preisen herrscht nun wirklich kein mangel. üblicherweise bejubelt und belohnt sich die branche gegenseitig. doch dieser preis ist anders und soll ausdrücklich ein gegenentwurf zu den landläufigen preisen sein: die gestalterin juli gudehus startete eine ungewöhnliche bürgerinitiative und rief den »ehrenpreis für gestaltung« ins leben. sie möchte damit in den kommenden jahren einen wesentlichen beitrag zur förderung des ansehens von gestaltern in deutschland leisten. das konzept ist einfach und zugleich interessant. denn der preis richtet sich ausdrücklich an jene, für die gestaltet wird: die nutzer. und so muss sich der gestalter, dem größten, denkbaren forum überhaupt stellen – dem täglichen anwender seiner objekte.

jedermann ist also eingeladen, bis zum 28. februar 2013 unter www.der-ehrenpreis.de vorschäge einzureichen und in den sieben preiskategorien, die auch etwas anders als die üblichen sind, mitzubestimmen. “jeder bürger kann gelungenes vorschlagen, alle können darüber diskutieren und durch ihre bewertungen zur auszeichnung der besten arbeiten beitragen”, so juli gudehus, initiatorin des ehrenpreises. “dieser dialog von gestaltern und nutzern ist mindestens so wichtig wie die auszeichnung selbst”, so gudehus weiter. na das klingt doch mal spannend! wenn das konzept aufgeht, wäre uns das sehr willkommen. also gleich mitmachen, frei nach dem motto des preises: sehen und ernten!

gleich mitklicken: www.der-ehrenpreis.de



bundespreis ecodesign: bis es mir vom leibe fällt

Mittwoch, 05. Dezember 2012

die von euch, die uns schon einmal getroffen haben, werden wissen, dass ein artikel von uns über mode ein bisschen so ist, wie ein kurzer text über menschenrechte und pressefreiheit von alexander lukashenko. aber: anlässlich der verleihung eines preises in der kategorie „produkt“ im rahmen des “bundespreises ecodesign 2012″ für „bis es mir vom leibe fällt“ an das berliner „veränderungsatelier“ nehmen wir die herausforderung gerne an. nicht zuletzt auch, weil wir auf diesem wege fragen können, ob der preis nicht besser für die kategorie “konzept” hätte verliehen werden sollen…

„bis es mir vom leibe fällt“, gegründet 2010, gibt uns die möglichkeit, unsere lieblingsklamotten wiederzubeleben. einerseits bieten die macher, ein einfaches aufmotzen alter, kaputter, überholter stücke an, anderseits auch eine komplette umwandlung von kleidungsstücken. so findet man im shop des labels beispielsweise eine laptop-tasche, die einmal eine barbour-jacke war. oder auch ein jacket, das, wenn wir uns nicht irren, einst ein paar hosen gewesen war. es ist alles so einfach, und naheliegend. und ebenso reizvoll.

Bis es mir vom Leibe Fällt Bundespreis Ecodesign 2012 Award Ceremony

bis es mir vom leibe fällt erhalten den bundespreis ecodesign 2012

wir haben erst durch den bundespreis ecodesign von “bis es mir vom leibe fällt” gehört, doch wir finden die idee bestechend. auch, weil sie nicht nur auf mode anwendbar ist, sondern auch auf möbel. nur weil ein stuhl, tisch oder schrank kaputt ist, heißt es noch nicht, dass man einen neuen braucht.

und genauso wichtig: nur weil die hersteller neue produkte herausbringen, heißt das nicht gleich, dass man sie kaufen muss. die bekleidungsindustrie hat einen 6-monate-zyklus neuer “trends” etabliert. „bis es mir vom leibe fällt“ ist letztlich ein protest gegen solche kurzlebigen trends in der modebranche. viele in den billigeren segmenten der möbelindustrie würden gerne die gleichen kurzzeit-trends durchsetzen. man kann nur hoffen, dass sie damit keinen erfolg haben werden. es hängt alles vom käufer ab. also von dir.

ein anderer für uns attraktiver aspekt ist, dass viele open-designer, die wir kennen, erzählen, dass sie regelmäßig aufträge von leuten bekommen, die bestimmte objekte mögen, aber einfach nicht die zeit oder das geschick dazu haben, sie selbst herzustellen. also bezahlen sie den designer, die herstellung für sie zu übernehmen. die idee des designers als dienstleister ist eine vorstellung, mit der zurzeit viele designer gar nicht klarkommen, die aber mehr und mehr zur regel wird. „bis es mir vom leibe fällt“ zeigt, dass es funktionieren kann. wir selbst haben die von „bis es mir vom leibe fällt“ angebotenen dienstleistungen nicht ausprobiert und können also nichts über die qualität sagen. aber die artikel, die wir gesehen haben, gaben uns keinen grund, an der qualität der arbeit zu zweifeln. für uns ist letztlich jedoch die idee wichtig, nicht das ergebnis. deshalb hätte unserer meinung nach „bis es mir vom leibe fällt“ in die kategorie konzept gehört. und natürlich auch der umstand, dass das atelier mitten in den hackeschen höfen liegt… das ist beinahe ironisch. und sicherlich poetisch.

Bis es mir vom Leibe Fällt laden 1

im atelier von bis es mir vom leibe fällt

Bis es mir vom Leibe Fällt laden Hackesche Höfe Berlin

bis es mir vom leibe fällt in den hackeschen höfen, berlin



bundespreis ecodesign 2012: die gewinner

Dienstag, 04. Dezember 2012

am abend des 22. novembers wurden im rahmen einer zeremonie im bundesumweltministerium (bmu) die gewinner des ersten “bundespreises ecodesign” samt ihren auszeichnungen vorgestellt. der “bundespreis ecodesign”, unter der schirmherrschaft des bmu und des umweltbundesamtes (uba), hat die anerkennung, auszeichnung und förderung besonders umweltverantwortlichen designs zum ziel.

die gewinner des bundespreises ecodesign 2012

dies waren die gewinner. unsere glückwünsche gehen an:

kategorie produkt

bis es mir vom leibe fällt – atelier für änderung und wiederbelebung alter und beschädigter kleidung

trockenstaubsauger t 12/1 eco!efficiency von alfred kärcher gmbh & co. kg

rx 70 hybrid gabelstapler mit blue-q von teams design gmbh für still gmbh

on von wiege design für wilkhahn wilkening + hahne gmbh & co.kg

firetube ofenbaukasten von firetube gmbh

nachbarschaftsauto – internetplattform von nachbarschaftsauto pcs gmbh

wilo-geniax – dezentrales pumpsystem von mehnert corporate design gmbh & co. kg für wilo se

wdvs weber.therm a200 mit pas.top von saint-gobain weber gmbh

kategorie konzept

velux lichtaktiv haus von velux deutschland gmbh

coboc – muscle synchronized eycles von coboc ecycles

kategorie junge designer

.eco von christian ehni und timo j. schillings (duale hochschule baden-württemberg ravensburg)

besondere würdigung

best before … von dane smith-horn, viola wengler, vasiliki corakas (hochschule für gestaltung offenbach)

pfandring von paul ketz (ecosign akademie für gestaltung)

pullover juri und walentina von recyclist_workshop, valentin schmitt, lars nüthen (bauhaus universität weimar)



frist läuft ab: young illustrators award 2012

Donnerstag, 29. November 2012

illustratoren, visuelle künstler, pattern-designer, graphikdesigner, animationskünstler, character-designer, buchkünstler, buchillustratoren, graphikkünstler, kunsthandwerker und comic-künstler hergehört: morgen endet die einreichungsfrist für den young illustrators award 2012! abgegeben werden können arbeiten in den bereichen illustration, einschließlich pattern design, animation, buchillustration & buchkunst. eine jury bestimmt dann anfang dezember die gewinner in allen 3 Kategorien. der young illustrators award möchte junge künstler und das genre illustration unterstützen und dem kreativen potential aktueller graphik, illustration und animation zu mehr aufmerksamkeit verhelfen. alle infos zum wettbewerb gibt es hier.