Archiv für die Kategorie ‘stadtdesign’


velo #2

Montag, 19. März 2012

es wird so langsam frühling … und die publikumsmesse rund um das fahrrad ist wieder da: am wochenende öffnet die velo berlin zum zweiten mal ihre pforten. im mittelpunkt stehen neue urbane mobilität und reisen – natürlich per drahtesel! zahlreiche angebote von fahrradherstellern, ein vielfältiges rahmenprogramm, diverse testparcours und die sonderausstellung metromobile locken sicherlich erneut mehrere tausend menschen auf das messegelände. alle infos zur messe gibt es hier.

© velo berlin

24. & 25. märz 2012 von10 bis 18 uhr

@ messe berlin

messedamm 22 in 14055 berlin, eingang ost (hallen 11 bis 17)

www.veloberlin.com



udk berlin: fensterschau – alles muss raus?

Freitag, 16. März 2012

auch wenn es eigentlich unseren vorstellungen vom seriösen bloggen widerspricht, texte erst zu posten, wenn das thema, über das berichtet wird, schon längst von gestern ist, können wir beim fensterschau-projekt einfach nicht anders. aufgrund anderweitiger verpflichtungen in einem fernen, exotischen land namens sachsen haben wir es erst kurz vor ende zum projekt “fensterschau – alles muss raus?” von alex kufus’ studenten der projektgruppe idk geschafft und seitdem viel zu viel in der analogen welt zu tun gehabt. deshalb: entschuldigung an alle beteiligten für den späten bericht.

aufgabe der 14 projektteilnehmer von “fensterschau – alles muss raus?” war es, ladenbesitzer dazu zu überreden, ein schaufenster für sie entwerfen zu dürfen – was sie dann natürlich auch taten. die ergebnisse waren vom 13. bis zum 24. februar in der ganzen stadt zu begutachten.

UdK Berlin Fensterschau  Alles muss raus Lindt

lindt second hand. eine der locations für "fensterschau - alles muss raus?"

das fensterschaukonzept hat etwas geschafft, das wir bisher nur von der vienna design week kannten, aber bei allen anderen festivals vermisst haben. in wien werden designer dazu ermutigt (im grunde haben sie gar keine andere wahl) mit lokalen unternehmen zusammenzuarbeiten. zwangsläufig müssen sich also auch die besucher der design week in stadtteile wagen, in die sie normalerweise nicht vordringen würden, und geschäfte betreten, in die sie normalerweise keinen fuß setzen würden. durch passionswege, bezirk focus, carte blance etc. haben wir so nicht nur fantastisches, originelles design gesehen, sondern auch mehr in wien erlebt als jeder durchschnittstouri. außerdem haben wir einige tolle “heurige” entdeckt…

so eine “stadtsafari” quer durch unergründete winkel der stadt gab es dank der fensterschau nun auch in berlin.

wir vermuten, dass die meisten studenten bei einem laden in ihrer nähe angefragt haben, denn die locations konzentrierten sich auf einer relativ geraden linie vom mehringdamm zum rathaus neukölln. doch trotz der relativen geografischen homogenität landeten wir doch ab und zu in straßen, die wir noch nicht kannten. das kam meist dadurch, dass wir in die falsche richtung gelaufen sind… aber das macht ja auch den spaß solcher touren aus.

UdK Berlin Fensterschau  Alles muss raus lux

eine detailansicht von karoline haasters schaufenster für lux optik

obwohl primär als ein projekt konzipiert, das die schaufensterkultur wiederbeleben sollte, war “fensterschau – alles muss raus?” praktisch auch ein streetart-projekt, das die straße aufgewertet und die läden besser in ihre umgebung integriert hat. daher war es toll zu sehen, dass einige der schaufenster die passanten wirklich interessiert und amüsiert haben. besonders bei den arbeiten von dirk biotto “asa 90 der fotoladen” und christopher supardjos “shopquarium” für das aquarium mayer haben wir sehr positive reaktionen beobachtet. für uns zeigt sich darin sowohl der wert des projektes selbst als auch die gelungene umsetzung der aufgabe durch die studenten.

wir haben mit keinem der beteiligten ladenbesitzer über ihre erfahrung mit dem projekt gesprochen, weil die fensterschau für uns ein zeitlich und örtlich begrenztes projekt für die studenten war – und nicht etwa eine langzeitmaßnahme zur stadtsanierung oder verbesserung der strukturen im kiez. wäre es darum gegangen, hätte die sicht der ladenbesitzer natürlich im vordergrund gestanden. so aber ging es vordergründig um den prozess, den die studenten während des projekts durchlebt haben – was sie im projekt erfahren und gelernt haben. es ging um das aufeinandertreffen von designstudenten und menschen, die feranb der “designszene” leben und in deren kosmos talent und können nicht mit der größe von brillen oder wollmützen zusammenhängt.

in zukunft wird es unausweichlich dazu kommen, dass mehr designer mit kleinen, lokalen geschäften zusammenarbeiten, um neue produkte und prozesse zu entwickeln. wir finden das sehr erstrebenswert und halten das auf jeden fall für einen weitaus nachhaltigeren und sanfteren ansatz als die massenweise herstellung von produkten, die sich doch nicht verkaufen. deshalb kann es nicht schaden, wenn mehr studenten schon mal an das zusammenarbeiten mit geschäften, die normalerweise nie an einen designer herantreten würden, vorbereitet werden.

UdK Berlin Fensterschau  Alles muss raus Aquarium Meyer

christopher supardjos "shopquarium" für aquarium meyer

uns wurde auf unserer tour leider schnell klar, dass mehrere schaufenster so konzipiert waren, dass die installation nur bei dunkelheit sichtbar war; und leider nicht an einem hellen, wenn auch bewölkten mittwochnachmittag. logisch: nächtlich erleuchtete schaufenster sind natürlich bessere plattformen als so ein fenster bei tage. und viel einfacher zu fotografieren! wir finden nur, dass die studenten das auf ihrer website und den flyern einen tick besser hätten kommunizieren können. dann hätten wir sie uns bei dunkelheit angesehen… wir werden das nächste mal einfach besser aufpassen.

wir hoffen, es gibt ein nächstes mal! die udk kann jedenfalls auf eine ansehnliche erfolgsgeschichte mit ähnlichen kooperationsprojekten blicken und für uns tragen solche projekte maßgeblich dazu bei, zu zeigen, dass design nicht so etwas furchterregend geistreiches wie kunst, sondern etwas alltägliches für jedermann ist.

auf der “interaktiven karte” unten haben wir die einzelnen projekte verlinkt. klickt einfach auf die initialien der designer und ihr werdet auf eine seite mit einem kurzen text, ein paar fotos und einem link zur homepage des projektes weitergeleitet. jaaa, es hat viel zeit gekostet, das zu basteln. doch weil wir mit unserem bericht so spät dran sind, war es uns wert, diesen preis zu zahlen.

UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus

UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus rei kigoshi J-STORE UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus marco merkel ANGELSPORT EGGERS UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus maren bönsch GLASEREI BUDSZUHN UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus franziska müller FAHRRADBÜRO UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus michael erbach APOTHEKE ZUM GOLDENEN EINHORN UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus maria schwermer HAMMETT KRIMIBUCHHANDLUNG  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus fynn freyschmidt  KÄRCHER CENTER  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus hanna halstenberg LINDT SECOND HAND  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus friederike delius SUN-LINE  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus christopher supardjo AQUARIEN-MEYER  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus lukas wegwerth COPYSTUDIO AM KOTTI  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus karoline haasters LUX OPTIK  UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus dirk biotto ASA 90 FOTOLADEN UdK Berlin Fensterschau Alles muss raus martina dimitrova MONT K



istanbul alphabet von çokçok bis zikzak

Montag, 27. Februar 2012

so heißt die neue sonderausstellung, die man momentan im museum der dinge bestaunen kann. noch bis zum ostern zeigen max borka und anna pannekoek ihre einzigartige sammlung alltäglicher istanbuler sachkultur, die sie während ihres 100-tägigen aufenthaltes in dieser stadt zusammengetragen haben. çokçok bedeutet „sehr sehr“ und ist ein türkischer ausdruck für unstillbaren hunger nach mehr. so zeigt die sammlung vor allem dinge, die in der wohnung der kuratoren hinterlassen wurden. aber auch objekte, geräusche und bilder von streifzügen durch die metropole sind zu sehen. dazu gehören u.a. viele alltagsprodukte, die es seit einer ewigkeit zu geben scheint – jedoch ohne dass sie jemals viel aufmerksamkeit geschenkt bekamen. nun schenken wir ihnen unsere aufmerksamkeit! die aufregende ausstellung wird ergänzt durch arbeiten verschiedener künstler der istanbuler designszene.

istanbul alphabet von çokçok bis zikzak

sonderausstellung im museum der dinge

17. februar bis 9. april 2012

mo, fr, sa & so von 12 bis 19 uhr

@ werkbundarchiv – museum der dinge

oranienstraße 25 in 10999 berlin

http://www.museumderdinge.de/stand_der_dinge/

http://www.facebook.com/mddistanbulalphabet



berliner designwirtschaft in posen

Donnerstag, 23. Februar 2012

im rahmen der designmesse „arena design“ in posen/polen werden die städte berlin und posen einmal mehr ihr kreatives potenzial beweisen: am 6. märz 2012 gehen sie gemeinsam mit den beiden ausstellungen „id berlin“ und „kod miasta“ an den start. die berliner demonstrieren dabei anhand 15 ausgewählter exponate ihre außerordentliche industriedesignkompetenz. die wanderausstellung „id berlin“ gibt dem besucher einen detaillierten einblick in die arbeit der designer: von der ersten skizze über den prototypen bis zum fertigen produkt erfährt man spannendes über die entstehungsprozesse eines erzeugnisses. mehr infos zur ausstellung gibt es im internet unter: www.dasauge.de

arena design : ausstellung für zeitgenössisches design, industriedesign und architektur

6. bis 15. März 2012

@ design- und kreativzentrum concordia design

ul. zwierzyniecka 3 in 60-813 poznan/polen



mehr bild und raum

Dienstag, 16. August 2011

heute startet in der hauptstadt eine neue interdisziplinäre ausstellung, präsentiert vom deutschen werkbund berlin: dieser lädt ein zu bild und raum und stellt damit interessante projekte von wiewiorra hopp architekten, iondesign und tobias wille vor. lasst euch also überraschen…

bild und raum

16. bis 29. august 2011, montag bis freitag von 15 bis 18 uhr

@ werkbundgalerie

goethestr. 13 in 10623 berlin

www.werkbund-berlin.de



für schnellentschlossene: desing & politics. the next phase

Donnerstag, 28. Juli 2011

heute nachmittag können wir dem zweiten von sieben vorträgen der desing & politics-serie lauschen. unter dem titel “on the surface of architecture?” führt der director national spatial planning des niederländischen ministeriums für infrastruktur und umwelt henk ovink durch die veranstaltung. es wird um das äußere erscheinungsbild von städten, stadtplanung und veränderungsprozesse im stadtbild gehen. der vortrag findet um 16.30 uhr bei aedes network campus berlin statt.

on the surface of architecture?

desing & politics: the next phase

28. juli 2011 von 16.30 bis 18.30 uhr

aedes network campus berlin

ancb pfefferberg

christinenstr. 18-19 in 10119 berlin

infos @ www.ancb.de/sixcms/detail.php?id=3474165