Archiv für die Kategorie ‘messen’


ausflug: stockholm furniture fair mit hopf, nordin

Freitag, 01. März 2013

wir haben es dieses jahr leider nicht auf die jährliche möbelmesse und designwoche in stockholm geschafft. “leider” nicht nur im sinne von “weil ein paar tage stockholm im februar ein perfekter kurzurlaub sind…“, sondern vielmehr weil das stockholmer event zu den besseren im internationalen designzirkus gehört. obschon die stockholmer messe immer noch weitgehend ein schaufenster für skandinavische hersteller ist, entdecken immer mehr nicht-skandinavier die messe als ernstzunehmende alternative zu den sponsorenbestimmten massenmarktaufläufen in mailand, köln oder london. die quantität der ausgestellten projekte ist mit der an anderen orten nicht vergleichbar, die qualität hingegen auf jeden fall. und das beste dabei ist, dass man die zeit hat, das gezeigte zu genießen und aufzunehmen. insofern ist es eine veranstaltung, die jederzeit einen besuch wert ist. was wir, wie gesagt, dieses jahr nicht geschafft haben.

zufällig war das berliner/stockholmer designstudio hopf, nordin auf der messe und hat sich freundlicherweise bereit erklärt, uns mit ein paar eindrücken zu versorgen. bei ihrem zweiten auftritt in stockholm stellten hopf, nordin ihre astrahedra-lampen als teil des sogenannten “greenhouse” aus, dem jüngeren designstudios und universitäten gewidmeten bereich der stockholm furniture fair. auf der position stellarer objekte basierend, verkörpern die astrahedra-lampen die, zwischen sternen existierende, dunkle materie und verwandeln dieses nichts in die basis für licht. und wenngleich, irgendwie naheliegend, je nach ihrem jeweiligen sternvorbild jede lampe einzigartig ist, ist das ergebnis eine familie von lampen, die alle eine unverwechselbare formelle klarheit und einen visuellen glanz gemein haben.

andreas hopf und axel nordin präsentierten aber nicht nur die früchte ihrer eigenen arbeit, sie fanden auch gelegenheit, andere im „greenhouse“ ausgestellte projekte zu begutachten. ein paar beispiele dafür, was ihre aufmerksamkeit erregt hat, sind unten abgebildet. als wir ihre fotos sahen, war das erste, was uns auffiel, dass – ganz abgesehen von dem geld, das wir sparen, wenn wir nicht selbst zu veranstaltungen fahren – wir einmal eine andere als unsere eigene, verbitterte sichtweise auf so ein event präsentieren können, wenn wir jemand anderen die fotos machen lassen. und es gibt einige auf den fotos gezeigte projekte, die wir selbst nicht fotografiert hätten. und natürlich auch einige, die wir auf jeden fall fotografiert hätten, und wo wir es echt bedauern, sie nicht selbst gesehen zu haben. besonders traurig sind wir, „from linear to cyclic“ von der lund university und „spot on“ von den studenten der kunsthögskolen in oslo verpasst zu haben – beides vorzeigeprojekte, die wahrlich faszinierend aussehen und die hoffentlich in nicht allzu ferner zukunft anderswo gezeigt werden. aber seht selbst!

nochmals herzlichen dank an andreas hopf und axel nordin für die großartige laufarbeit!



das dmy ruft!

Dienstag, 26. Februar 2013
designer, unternehmen und institutionen sind seit kurzem aufgerufen, sich für das nächste internationale designfestival dmy zu registrieren. bewerbungen für die folgenden drei sparten sind herzlich willkommen:

 

dmy aussteller > marken, unternehmen, designer, architekten

dmy neue talente > aufstrebende designer und architekten

dmy universitäten > schulen, hochschulen, akademien

 

genaue infos zum bewerbungsprozedere gibt es hier:
http://dmy-berlin.com/en/news/dmy-international-design-festival-2013

 



paperworld 2013: adam+harborth für e+m holzprodukte

Samstag, 02. Februar 2013

2003 führte das münchner/berliner designstudio adam+harborth ein studienprojekt durch, das die ergonomie von „optical pens“ hinsichtlich der verwendung beweglicher schreibgeräte untersuchte. soweit wir wissen, zeigte das studienprojekt keine konkreten ergebnisse, wahrscheinlich weil es von anfang an nur als studie gedacht war, aber wahrscheinlich auch aufgrund des den kunden umgebenden chaos und dessen späterer erzwungener „reorganisation“. deshalb amüsiert es uns über die maßen zu entdecken, dass jörg adam und dominik harborth pünktlich zur messe paperworld 2013 in frankfurt neue produkte für e+m holzprodukte  – einen der ältesten deutschen hersteller von federhaltern – herausbringen.

wir vertreten seit langem die überzeugung, dass die zukunft analog ist. langsam, aber sicher, beginnt die welt zu erkennen, dass wir recht haben… zugegeben, rein technisch gesehen sind federhalter nicht mehr das rückgrat des portfolios von e+m holzprodukte. aber nach angaben der firma exportierte sie zu beginn des 20. jahrhunderts ihre federhalter in über 10.00 farben und formen in alle ecken der welt, was einfach nach einem absolut phänomenalen geschäftsaufkommen klingt. jedoch war es irgendwie vorhersehbar, dass mit den tagen, da man eine gans fangen musste, um einen brief zu schreiben, auch der einträchtige handel mit federhaltern zu einer erinnerung wurde… eine situation, die zusammen mit im zweiten weltkrieg entstandenen schäden, die firma dazu veranlasste, sich auf andere geschäftsfelder zu konzentrieren. 1983 kam dann neues blut in die firma, und mit ihm die rückkehr zu den schreibinstrumenten. und in den vergangenen 30 jahren entwickelte e+m holzprodukte eine faszinierende sammlung von füllern, kugelschreibern, tunkfederhaltern und allgemeinem bürobedarf. alles “made in germany” und größtenteils, wenn auch nicht ausschließlich, aus heimischem holz gefertigt.

auf der paperworld 2013 wird e+m holzprodukte adam+harborths holzkugelschreiber king und bow vorstellen, sowie king cuio, einen in lederstreifen gehüllten kugelschreiber. die kugelschreiber ergänzen die 2012 von e+m holzprodukte herausgegebene adam+harborth brixxs-kollektion von schreibtischsets, eine produktfamilie, die viele der markenzeichen des ansatzes von adam+harborth für organisation und ablage aufweist. wenn man in solch’ einem zusammenhang von markenzeichen sprechen kann. was man kann, denken wir. vollständige details zu king, bow, king cuio und brixxs findet ihr hier: http://adamharborth.com

king, bow & king cuio von adam+harborth für e+m holzprodukte

brixxs von adam+harborth für e+m holzprodukte



imm cologne 2013: spree trifft rhein

Donnerstag, 31. Januar 2013

wie eh und je konnten berliner designtalente in den hallen der imm köln entdeckt werden. nicht allein in gestalt von herstellern oder von herstellern präsentierten designern. ein paar berliner designer waren darüber hinaus ganz „anonym” mit accessoires auf ständen von herstellern präsent, mit denen sie sonst keinerlei verbindung haben. man muss nur wissen, wo man suchen muss … und das haben wir. weiter unten findet ihr eine liste von berliner designern, herstellern und designs, die wir auf der imm köln 2013 entdeckt haben. und, wie immer, entschuldigung an alle, die wir übersehen haben. nehmt es nicht persönlich, es lag schlichtweg an einem mangel an augen und zeit!

klickt einfach auf ein bild, um es zu vergrößern oder, so vorhanden, den betreffenden post dazu zu lesen. viel spaß!

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Tam Tam Fabien Dumastam tam 3+5 von fabien dumas für marset, gesehen @ kettal

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Workframe Michael Hilgers Müller Möbelwerkstattworkframe von michael hilgers für müller möbelwerkstätten

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Ficelle Osko + Deichmann Lignet Rosetficelle von osko + deichmann für ligne roset

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein And A And Be And Not Camilla Richterand a and be and Not von camilla richter

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein llot llov Lucillelucille von llot llov, gesehen @ piure

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Rupert Kopp Roxxane Nimbusroxxane von rupert kopp für nimbus

IMM Cologne 2013 Coordinationcoordination

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Roomsafariroomsafari

atelier haußmann

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Werener Aisslinger DS 144 de sededs 144 von werner aisslinger für de sede

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Egon Eiermann Richard Lampertegon eiermann regalsystem bei lampert

IMM Cologne 2013 Spree meets Rhein Workframe Delphin Design Müller Möbelfabrikationdelphin design für müller möbelfabrikation



imm cologne 2013: coordination berlin

Mittwoch, 30. Januar 2013

in den tiefen der halle 3 auf der imm cologne 2013 stellte coordination berlin neue produkte vor, die, obwohl noch nicht gänzlich abgeschlossen, in einer entwicklungsphase sind, die ihre selbstbewusste öffentliche präsentation durchaus rechtfertigte. alle drei objekte strahlen das selbstbewusstsein aus, das ihnen ihr designer flip sellin mitgegeben hat.

imm cologne 2013: coordination

das lesepult “higher desk” ist ein sehr einfaches und zugängliches, aus eiche, kork und stahl gefertigtes objekt, und für uns das stück der wahl unter den neulingen. mit drei “herkömmlichen”-beinen aufgebaut, fungiert higher desk als ein herkömmliches lesepult. das hintere bein kann aber auch entfernt und durch ein kürzeres bein ersetzt werden, sodass man einfach einen schreibtisch, eine fensterbank, ein regal oder sonstwas als hintere stütze verwenden kann. diese funktionalität erweitert nicht nur die verwendungsmöglichkeiten vom higher desk, sondern verringert auch die benötigte fläche, was sehr praktisch an orten mit begrenztem platz ist. anders gesagt, higher desk ist in seiner platzanforderung genauso minimal wie in seiner herstellung und erscheinung. was wirklich reizvoll ist.

neben higher desk stellte coordination auf der imm cologne 2013 erstmalig auch den thread kleiderständer und die lampe “patches” vor. der thread kleiderständer ist die jüngste ergänzung der thread-familie, die vergangenes jahr in mailand mit dem thread hocker und dem thread tisch eingeführt wurde. der thread kleiderständer, komponiert aus einer in einem stahlfuß befestigten spindel, ist ein modularsystem, dem der benutzer beliebig kleiderhaken und ablagen hinzufügen kann. diese können nach bedarf auf der spindel hinauf- und heruntergeschoben werden. das ablageelement ist ein formschönes stück walnussholz, und die hakenelemente bestehen aus vier kugeln in leuchtenden farben. die bunten kugeln kreieren einen deutlichen, schönen optischen effekt, von dem wir uns vorstellen können, dass er dazu beitragen wird, der thread kleiderständer in familien beliebt zu machen, die ein kompaktes und flexibles system für den flur oder die veranda suchen.

patches hingegen ist ein lampensystem, das als weiterentwicklung des auf der qubique 2011 vorgestellten crnkl!-projektes von create berlin gelten kann. wir haben ehrlich gesagt nicht viel zeit mit patches verbracht. das ist nicht persönlich gemeint, die anderen sachen haben uns einfach zu sehr abgelenkt. wir wollen patches hier lediglich erwähnen, ehe wir ins detail gehen und dabei wahrscheinlich mit sicherheit irgendetwas falsches oder belangloses sagen. wie eingangs erwähnt, befinden sich alle drei projekte in einer “fast fertig”-phase. falls und wenn wir mehr wissen, sagen wir euch bescheid. infos zu den projekten und coordination berlin gibt es unter www.coordination-berlin.com.

imm cologne 2013: coordination. im vordergrund der higher desk mit seinen drei regulären beinen

imm cologne 2013: coordination. higher desk mit kurzem hinterbein

imm cologne 2013: der thread kleiderständer und thread hocker von coordination



rückblick: designtage brandenburg 2012-konferenz

Dienstag, 22. Januar 2013

am freitag, den 23. november, begannen die ersten designtage brandenburg mit einer eintägigen konferenz im potsdamer t-werk. das geschehen begann formell mit einer grundsatzrede des gründers und chefs von red dot, peter zec, über den “wert des designs”, eine rede, die wir aus verschiedenen gründen übergehen werden. nichts gegen peter zec oder red dot, aber wir sind einfach keine anhänger von eröffnungsrednern mit großem namen, die über themen reden, die keine besondere relevanz für die eigentliche sache haben. zugegeben, so etwas sieht in den marketing-klappentexten gut aus. ja, es kann sogar interessant sein. aber nein, es hilft der konferenz nicht dabei, ihre angegebenen ziele zu erreichen.

modedesigner marcel lunkwitz @ designtage brandenburg 2012-konferenz

für uns folgte der zentrale und interessanteste teil der konferenz gleich auf die rede von peter zec: fünf präsentationen fünf praktizierender brandenburger designstudios, fünf präsentationen fünf sehr verschiedener brandenburger designstudios, die unterschiedliche aspekte von kreativität in brandenburg beleuchteten – jedoch die gleichen positiven argumente wiederholten: brandenburg bietet platz, eine menge hochqualifizierter partner für kooperationen und für alle aktiven eine andere lebensqualität als berlin. der meinung aller fünf präsentatoren zufolge, eine bessere lebensqualität.

was uns sehr an das erinnerte, was dmy berlins joerg suermann uns einmal über die fehlende honorierung von design in berlin erzählte und daran, wie in berlin der erfolg als designer irgendwie als die antithese zur existenzberechtigung eines designers verstanden wird (vorausgesetzt, dass es eine antithese zu einer existenzberechtigung geben kann…). nicht dass wir uns deshalb an joergs kommentare erinnerten, weil etwa design in brandenburg besser honoriert würde, sondern eher in dem sinne, dass brandenburg einen lebensstil jenseits der design-klischees bietet. oder anders gesagt: man arbeitet in brandenburg nicht als designer, um alle 24 stunden an einer vernissage mit anschließender party teilzunehmen. in brandenburg haben andere dinge vorrang.

am nachmittag wurde die konferenz in zwei gruppendiskussionen aufgeteilt – eine untersuchte das thema kooperative produktionen, die zweite beschäftigte sich mit der organisation von designprozessen. obschon wir uns auch hätten aufteilen können, machen wir das nicht gerne – amöben können sich teilen und wer will schon mit einer amöbe verglichen werden?  also verbrachten wir eine weile bei jeder der zwei gruppen, um anschließend die auf dem markt angebotenen waren zu begutachten.

die “ergebnisse” der diskussion “designprozess” während der designtage brandenburg 2012-konferenz

wie wir schon in einem anderen post sagten, war ein zentrales ziel der designtage brandenburg, design in brandenburg sichtbarer und zugänglicher zu machen. unserer ansicht nach hat die konferenz dies weder geschafft noch hätte sie es schaffen können – was sie aber geschafft hat, war, die aufmerksamkeit auf die pros und contras zu richten, und in weiterführung dessen auf jene aspekte, bei denen brandenburg helfen kann, seine designszenen und designindustrie besser herauszustellen. das wird nicht leicht werden…

zum einen ist der schatten berlins groß. und dann sind da noch die in schlagwörtern wie „studio babelsberg“, „wunderkind-villa“ oder „dieter moor“ manifestierten vorurteile. das ergebnis ist die anonymität der kleinen grass-root-praktiker, zumindest außerhalb der lokalen, derzeit sehr kleinen industrie. hinzu kommen handfeste strukturelle defizite. potsdam bietet zur zeit weder co-working-spaces noch einen funktionierenden markt für shared offices/ateliers, vom übrigen brandenburg ganz zu schweigen. wo also sollten sich existenzgründungswillige talente niederlassen? ein zug pro stunde von potsdam zum flughafen berlin-brandenburg international ist kaum die art von anbindung, die viele internationale designer zu überzeugen vermag, berlin mit seiner s-bahn-verbindung im 10-minuten-takt aufzugeben. im ganzen ist der öffentliche verkehr außerhalb potsdams ein witz, infolgedessen könnten städte wie werder, teltow oder michendorf, die theoretisch für junge designer eine günstige alternative zu potsdam sein könnten, genauso gut südlich der wüste gobi liegen.

und wir wollen auch gar nicht erst von der wahl der möbel des rbb für die radioeins-lounge auf dem markt der designtage anfangen… ein ensemble, das zeigte, dass selbst öffentlich finanzierte institutionen in brandenburg, die der lokalen szene eigentlich hilfestellung bieten sollten, selbst nicht den grips haben, produkte von brandenburger möbeldesignern zu verweden und stattdessen „von klassikern insipirierte“ teile eines schwedischen monolithen bevorzugten. billiger lifestyle-schrott siegt eben über qualitatives möbeldesign. als logische folge ziehen nur sehr wenige berliner designer nach brandenburg um. obwohl es theoretisch viele könnten. und sogar sollten.

die “ergebnisse” der diskussion “kooperative produktion” während der designtage brandenburg 2012-konferenz

die berliner designszene verändert sich, entwickelt sich, wird reifer und professioneller, kriegt kinder und braucht platz, um familien- und arbeitsleben zu vereinen. und wenn es brandenburg gelingt, diejenigen anzusprechen, die nach mehr als “arm, aber sexy” oder “verkatert, aber hip” suchen, hat es sehr gute chancen, um erfolgreiche innovative designstudios herum eine solide basis aufzubauen. und dann ist da noch die in der tat exzellente talentschmiede der fh potsdam. brandenburg muss die potsdamer abgänger der fachhochschule im land halten, wenn es “design-relevanter” werden will. derzeit gehen die meisten von der fh potsdam nach berlin. und bleiben da.

brandenburg wird nie eine designszene haben, die der berliner gewachsen ist. aber es verdient eine, die seinem potential entspricht. und so hoffen wir, dass die designtage brandenburg eine jährliche veranstaltung werden, weil wir glauben, dass man mithilfe solcher plattformen langfristig die bedingungen vor ort verbessern und damit brandenburg zu einem reizvolleren standort für designer machen kann, die ernst genommen werden wollen. insbesondere, wenn sie zukünftig gastredner einladen, die dazu beitragen, die tatsächlichen themen in brandenbrug anzugehen, anstatt eloquent die globale designindustrie im allgemeinen zu beschreiben.

und wenn, entsprechend dem aufruf aus unserem letzten post, die brandenburger designer die gelegenheit nutzten, sich in einer praktiker-geführten körperschaft à la create berlin zu organisieren, die ihnen den aufbau nachhaltiger netzwerke ermöglicht … dann wäre der weg zum erfolg noch kürzer. wir behalten die entwicklungen im auge und euch auf dem laufenden.

designtage brandenburg 2012-konferenz: diskussion “kooperative produktion” mit nils holger moormann

die radioeins-lounge: verachtung für brandenburger design



erneut im modefieber

Freitag, 18. Januar 2013

es ist mal wieder so weit und wir sind schon mittendrin. die hauptstadt befindet sich im ausnahmezustandähnlichen modefieber. denn zweimal jährlich wird berlin zur internationalen bühne für mode und lifestyle. bei der berlin fashion week treffen sich modeinteressierte, modemacher, einkäufer, fachbesucher und medienvertreter, um sich über die neuesten trends auszutauschen. es gibt modenschauen, preisverleihungen, verschiedene fachmessen, ausstellungen und jede menge partys. noch bis zum 20. januar 2013 könnt ihr die fachmessen und showrooms Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, BREAD & BUTTER, PREMIUM, BRIGHT, (capsule), SHOW & ORDER, THE GALLERY BERLIN, Panorama, Showfloor Berlin, Lavera Showfloor, GREENshowroom und Ethical Fashion Show besuchen. erste infos zur modewoche gibt es hier.



imm cologne 2013: atelier haußmann

Dienstag, 15. Januar 2013

in den letzten jahren brauchte man bei der imm cologne, wenn man auf der suche nach interessantem und innovativem möbeldesign war, nur in die halle 11 gehen. außerdem bot die halle 3 eine art unauffällige spezialistenrolle, voll mit studenten, frischen absolventen und kleinen herstellern, wie auch die berliner von atelier haußmann. da die unis die halle allerdings verlassen haben und ihre zelte in der stadt aufgeschlagen haben, hat sich die halle 3 auf der imm cologne in ein zweites zentrum für moderne möbeldesigns und zeitgenössisches wohnen verwandelt. u.a. mit thonet, vitra und e15. und atelier haußmann. aber so gerne wir auch behaupten möchten, dass die aktuelle europäische möbelindustrie in die halle 3 gezogen ist, um in der nähe von atelier haußmann zu sein, befürchten wir, dass der grund sehr viel banaler ist. unabhängig davon war es nicht nur schön sie zwischen solch glanzvollen unternehmen zu sehen, sondern auch in so einer “passenden”, “professionellen” halle.

der fokus vom atelier haußmann auf der imm cologne 2013 liegt auf hama von mark braun. wie wir in unserem früheren post über hama erwähnt haben, stand mark braun ursprünglich mit einem italienischen hersteller in kontakt, es kam aber zu keiner übereinkunft darüber, wie das projekt entwickelt werden soll, und so platzierte mark es in der black box auf der qubique. atelier haußmann fand es und herauskam ein stuhl aus gebogenem stahl mit einer sehr charakteristischen, ansprechenden persönlichkeit. und schließlich eine erfolgsgeschichte der qubique berlin 2011.

erhältlich ist hama in einer “standard” und einer “lounge” version und mit oder ohne polsterung. der stuhl von mark braun besteht aus stahlrohr und blech und verbindet einen retro-industrie-chic mit einer eleganten, reduzierten ästhetik. hama funktioniert im innen- wie außenbereich und im häuslichen wie kommerziellen bereich. und er passt nicht zuletzt perfekt in das portfolio von atelier haußmann.

wahrscheinlich mehr zufällig als gewollt, bringt atelier haußmann alle zwei jahre ein neues produkt von einem externen designer auf den markt. 2008 affe und lackaffe von thesenfitz & wedekind, gefolgt von zascho petkows ringe 2010 und jetzt hama. das ist die art sensibler und zurückhaltender produktrelease-rythmus, den wir aus ganzem herzen befürworten. und das heißt natürlich, dass wir uns schon jetzt auf die imm cologne 2015 freuen.

wir halten euch auf dem laufenden.

mehr informationen über hama von mark braun und das ganze atelier haußmann gibt es unter www.atelierhaussmann.de

IMM Cologne 2013 Atelier Haussmann Mark Braun Hama

imm cologne 2013: atelier haußmann mit hama von mark braun

Hama by Mark Braun through Atelier Haußmann Instant Stories Made in Berlin Milan 2012

und hama bei “instant stories made in berlin”, mailand 2012



orgatec 2012: osko+deichmann über akustikwände & drehbare tische

Mittwoch, 19. Dezember 2012

im vorfeld der orgatec 2012 sprachen wir mit dem berliner designerduo osko+deichmann über ihr modulares sitzsystem “plot”, das sie für den deutschen hersteller brunner entworfen haben. auf der orgatec 2012 konnten wir uns endlich die neuesten funktionen und erweiterungen des systems ansehen. darunter sind die akustikplatten für die seiten und den rücken fraglos die fundamentalsten und interessantesten objekte, nicht zuletzt, weil sie das sitzelement umschließen, ohne dass der benutzer in irgendeiner weise auf die funktionalität verzichten muss, die “plot” zu einem so faszinierenden produkt macht.

anfangs befürchteten wir, die akustikplatten seien am sockel befestigt. jedoch brachte ein bisschen herumkriechen auf dem boden ein einfaches und schlaues system zu tage. und laut blasius osko und oliver deichmann, ein einfaches, schlaues system, welches das ergebnis unzähliger stunden stiller entwicklungsarbeit ist. die hauptherausforderung dabei war, die nötige stabilität ohne qualitätsverlust zu erreichen – eine herausforderung, die die beiden meisterhaft bewältigt haben. die andere für uns bedeutsame veränderung ist, dass “plot” jetzt drehbare tische statt der ursprünglichen, statischen hat. klingt belanglos, ist aber für alle, die vorhaben, einen bildschirm, einen entwurf oder eine pizza hawaii zu teilen, ein sehr wichtiger unterschied. und wir lieben immer noch den “pflanzen-plot”. versteht sich von selbst, kann aber nicht oft genug gesagt werden.

wie wir wahrscheinlich bereits erwähnt haben, ist “plot” eines der innovativsten und interessantesten sitzsysteme, die wir in letzter zeit gesehen haben – erst recht mit den neuen ergänzungen. und wir hoffen, dass noch ein paar mehr überraschungen dazukommen werden. wir halten euch darüber auf dem laufenden. hier ein paar fotos von der orgatec:



orgatec 2012: stefan diez über hays new order

Montag, 03. Dezember 2012

wie wir in unserem post über die präsentation des dänischen herstellers hay auf der orgatec 2012 bereits ansprachen, war eine der dortigen überraschungen, ein von stefan diez gestaltetes produkt zu sehen. eine wirklich erfreuliche überraschung, denn sein modulares pulverbeschichtetes stahlregalsystem “new order” ist eine sehr intelligente sowie sorgfältig überlegte und umgesetzte arbeit. also erschien es uns folgerichtig, ein bisschen mit stefan über dieses projekt zu plaudern…

minimum-blog: die naheliegende eingangsfrage, wie kam es zur zusammenarbeit mit hay?

stefan diez: wir haben uns vor ein paar jahren auf einer geschäftsreise nach singapur getroffen, haben uns sofort gut verstanden und bald beschlossen, dass wir versuchen sollten, gemeinsam ein projekt zu entwickeln.

minimum-blog: und die haben dann gesagt, bau uns ein modulares regalsystem, oder…?

stefan diez: ganz ehrlich gesagt wurde dieses projekt ursprünglich vor zwei jahren in mailand zusammen mit established & sons präsentiert, aber wir haben nie eine akzeptable vereinbarung erreichen können. bei so einem projekt ist der preis für mich entscheidend. ich halte es für wichtig, dass solche alltagsmöbel zu einen bezahlbaren, demokratischen preis angeboten werden. und mit hay ist es uns jetzt gelungen, dies umzusetzen.

minimum-blog: die zwei elemente, die unsere aufmerksamkeit erregen, sind einerseits die tieferen regalböden, andererseits das schiebetürensystem. erst einmal zu den türen, ist diese ausleger-funktion bei der schiebetür eine anspielung auf ihre tischlervergangenheit?

stefan diez: nein, nein, das ist reines industriedesign. es ist ein folienscharniersystem, genauer gesagt, aus polypropylen, und so konzipiert, dass das scharnier fast unsichtbar ist. das ganze system ist einfach zu benutzen und sehr leise. genauso wichtig ist aber, dass sowohl die türen als auch die seiten- und rückwände nach bedarf eingesetzt oder entfernt werden können. sie sind kein festes element der einheit und können eingesetzt oder entfernt werden, ohne dass man dazu werkzeug braucht oder die einheit auseinanderbauen muss.

minimum-blog: und bei den tiefer gelegten regalböden, welche idee steckt dort dahinter?

stefan diez: technisch gesehen sind dies eher ablagen als regalböden. und die idee ist, dem benutzer mehr möglichkeiten zu geben, als es heutige regalsysteme zulassen. sie sind 80 mm tief und während man sie durchaus für bücher und ähnliches benutzen kann, dienen sie auch bequem als ablage für kleinkram. mit ihren höheren rändern ist alles sehr sicher und nichts kann herausfallen oder anderweitig verloren gehen.

minimum-blog: um zum schluss zu kommen, gibt es pläne für weitere kooperationen mit hay?

stefan diez: ja, wir werden auf der stockholm furniture fair im februar nächsten jahres ein neues projekt präsentieren, es ist ein…

er hat es uns gesagt. aber geduld ist eine tugend, liebe freunde. geduld ist eine tugend!