Archiv für die Kategorie ‘bauhaus’


berliner designpioniere: peter behrens

Dienstag, 30. April 2013

es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass 99% der berlinbesucher mit einer erinnerung an die arbeiten von peter behrens, einem der ersten und bedeutendsten industriedesigner, nach hause zurückfahren. und es ist ebenso wahr, das 99,9% davon in glückseliger unwissenheit eben dieses umstandes leben. und das passt irgendwie zu dem mann, der sowohl dazu beitrug die hinwendung zum modernismus zu definieren sowie die karrieren vieler der bekanntesten vertreter desselben modernismus ins rollen zu bringen, selbst aber weitgehend unbekannt geblieben ist…

1868 in hamburg geboren, studierte peter behrens zunächst malerei, ehe liebäugeleien mit dem jugendstil ihn zum glas- und keramikdesign sowie verwandten handwerken brachten. 1899 trat peter behrens der darmstädter künstlerkolonie bei, ein schritt, der ihn dazu ermunterte, sein erstes architektonisches projekt in angriff zu nehmen und sich generell weiter von “reiner” zu angewandter kunst hin zu bewegen. 1904 verließ er darmstadt, um einer ernennung zum direktor der kunstgewerbeschule düsseldorf zu folgen, ehe er 1907 in berlin sein eigenes archtitekturbüro gründete. eigentlich war es in neubabelsberg, aber wir wollen, wenn ihr nicht darauf besteht, keine haarspalterei betreiben.

die aeg-turbinenhalle in berlin von peter behrens

ebenfalls im jahre 1907 nahm er die einladung an, als “künstlerischer berater” für den deutschen elektrikwarenhersteller aeg tätig zu werden: eine stelle, die peter behrens nicht nur als einen der ersten industrie- bzw. corporate-designer etablierte, sondern auch den beginn seiner einflussnahme auf die architektur berlins markiert. im sinne eines vorzeitlichen dieter rams war peter behrens bei der aeg für die entwicklung und kontrolle aller aspekte der firmenmarke verantwortlich: von aschenbechern und uhren über logos und werbebroschüren bis hin zu gebäuden – bauten, die heute noch als wunderbare zeugen der menschheit und ihrer ideen in berlin stehen.

angefangen mit der majestätischen turbinenhalle in moabit aus dem jahre 1909, vollendete peter behrens im folgenden jahrzehnt, neben fabrikgebäuden und fertigungshallen, wohnsiedlungen für aeg-arbeiter, zum beispiel in oberschöneweide oder lichtenberg. zwei sehr gut zugängliche beispiele von peter behrens’ zusammenarbeit mit der aeg kann man entlang der linie u8 entdecken. von der aeg 1907 als “gn-linie” geplant, die gesundbrunnen mit neukölln verbinden sollte, wurde die planung und verwirklichung der heute als u8 bekannten u-bahnlinie weitgehend von alfred grenader geleitet, allerdings sind die stationen bernauer straße und moritzplatz werke von peter behrens. sehr typische beispiele übrigens. die arbeiten peter behrens’, eines bekennenden und bekannten bewunderers schinkels, schreien nach der vergangenheit. aber sie schreien im schlichten verständnis des jugendstils. klar, es finden sich säulen und bögen in seinen bauten. aber diese sind – im gegensatz zu den übermütigen dekorationen von ehedem –  nüchterne technische strukturen. insofern bildet peter behrens’ schaffen unbestreitbar eine brücke zwischen neoklassizismus und modernismus. eine brücke, die peter behrens 1930 in voller länge mit seinen monumentalen bauten alexanderhaus und berolinahaus am alexanderpaltz überschritt – zwei der besten beispiele für den späten europäischen modernismus in berlin. und leider auch zwei der am zuverlässigsten übersehenen meisterwerke in der stadt.

alexanderhaus von peter behrens am alexanderplatz

peter behrens’ einfluss auf die entwicklung von design und architektur geht dabei über die von ihm verwirklichten gebäude hinaus. um zum vergleich mit dieter rams zurückzukehren: auch peter behrens hatte bedeutenden einfluss auf folgende generationen von designern und architekten. kurz vor seiner offiziellen anstellung bei der aeg veröffentlichte peter behrens ein essay mit dem titel “kunst und technik”, in dem er zugunsten einer engeren zusammenarbeit der künste mit der industrie argumentierte. es war eine der ersten schriften mit diesem tenor und ein text, in dem zum beispiel viele der grundgedanken des bauhauses zu finden sind. zusätzlich entströmte eine konstante anzahl vielversprechender junger architekten den türen peter behrens’ studios in babelsberg: vielversprechende junge architekten die von einem mann zu lernen hofften, dessen arbeiten sie respektierten und bewunderten. darunter sind le corbusier, mies van der rohe und walter gropius nur drei der klangvollen namen derer, die in den jahren vor dem ersten weltkrieg mit und für peter behrens arbeiteten.

obwohl peter behrens zugegebenermaßen zu anderen städten und regionen engere beziehungen hatte als zu berlin, war die zeit, die er in berlin verbrachte nicht nur für seine eigene karriere entscheidend, sondern vor allem für den erfolg des europäischen modernismus, des bauhauses und dessen, was wir heute unter industriedesign verstehen. und damit gehört peter behrens in das pantheon der berliner designpioniere. wir werden in den nächsten monaten das werk und das erbe peter behrens‘ eingehender betrachten. aber für heute erstmal ein paar fotos einiger seiner berliner arbeiten.

und wo bleibt das eingangs erwähnte allgegenwärtige behrens-andenken? nun, der schriftzug „dem deutschen volke“ am reichstagsgebäude ist in einer speziell für dieses bauprojekt von peter behrens und anne simmons entwickelten schrifttype eingraviert. und welcher tourist macht kein foto vom reichstag?



nachschlag zur langen nacht der museen

Mittwoch, 20. März 2013

ehrlich gesagt, sind wir nicht ganz sicher, von welcher leuchte die idee stammt, die berliner lange nacht der museen alle sechs monate stattfinden zu lassen. wir wissen, dass es immer ein thema war… können aber wirklich nicht verstehen, warum das für nötig gehalten wird. einmal jährlich wäre sicher die bessere wahl; vor allem angesichts der berühmten knappen mittel der berliner museen. aber es ist schließlich nicht unsere aufgabe, derartige entscheidungen anzuzweifeln, sondern einfach über diese ereignisse zu berichten. die optionen der langen nacht der museen 2013 für besucher mit einem hang zum design waren: bedauerlich, bestenfalls beschränkt. einzig das werkbund-archiv öffnete seine türen.

das thema für die berliner lange nacht der museen 2013 war “zerstörte vielfalt” und erkundete die auswirkungen der nsdap-machtergreifung auf die kulturelle vielfalt in und um berlin. für diesen zweck organisierte das werkbund-archiv zwei präsentationen: eine bücherlesung und eine thematische tour durch seine sammlung. am 24. dezember 1942 beschloss die 15-jährige brigitte eicke, ihre stenographie durch das führen eines tagesbuchs in kurzschrift zu üben. in den folgenden 18 monaten notierte sie nicht nur gewissenhaft, was in ihrem eigenen jungen leben geschah, sondern auch, wie der andauernde krieg das soziale und kulturelle leben berlins beeinflusste. das ergebnis ist eine einzigartige einsicht in die tägliche wirklichkeit der späten kriegsjahre. brigitte eickes tagebuch wurde im februar unter dem titel  “backfisch im bombenkrieg. notizen in steno 1943–45″ veröffentlicht. für die lange nacht der museen hatte das werkbund-archiv eine lesung aus diesem buch organisiert. zusätzlich warf das werkbund-archiv bei seiner ständigen sammlung einen blick auf das industriedesign vor und nach den ereignissen von 1933. ob auch eine untersuchung der beziehungen zwischen dem deutschen werkbund und der nsdap geplant ist, ist nicht klar…

sehr enttäuschend ist, dass eine suche im lange nacht der museen-programm nach dem begriff “bauhaus” keine ergebnisse zeigte. die nsdap erzwang 1933 die schließung des bauhauses berlin und die auswanderung vieler seiner prominentesten mitglieder und beendete damit eine der bedeutendsten und beständigsten kulturellen epochen in deutschland – sicher eines der besseren beispiele für durch den aufstieg der nsdap resultierende „zerstörte vielfalt“… hätten wir zumindest gedacht. scheinbar sind wir allein mit unseren ansichten. wieder einmal. und wie die S1, kommt die nächste lange nacht ehe man sich versieht: im august. wenn es wärmer ist. und heller. und leute wirklich die nacht damit verbringen wollen, von museum zu museum zu gondeln. wir sind gespannt!

Langen Nacht der Museen in Berlin Zerstörte Vielfalt



gertrud arndt: eigentlich wollte ich ja architektin werden…

Freitag, 22. Februar 2013

am 29. januar eröffnete das bauhaus-archiv den letzten teil seiner “weiblichen” bauhaus-reihe mit einer, der weberin und photographin gertrud arndt gewidmeten ausstellung. der titel der ausstellung “eigentlich wollte ich ja architektin werden…” nimmt bezug auf den grund, aus dem gertrud arndt sich entschlossen hat, sich am bauhaus weimar einzuschreiben. das einzige problem war, dass es 1923 keine architekturabteilung am bauhaus weimar gab. wie übrigens auch zu keinem anderen zeitpunkt. folglich begann gertrud arndt, nach erfolgreicher absolvierung des vorkurses, mit dem studium der weberei, wobei ihr berühmtestes werk zweifellos der teppich war, den sie für walter gropius’ büro kreierte.

neben ihrem studium brachte sich gertrud arndt selbst das photographieren bei, das, neben ihrer natürlichen begabung für die weberei, nach abschluss des studiums den schwerpunkt ihrer kreativität bilden sollte. 1927 heiratete sie ihren studienkollegen alfred arndt. das paar verließ das bauhaus 1928, damit alfred seine architekturtätigkeit aufbauen konnte. sie kehrten allerdings 1929 zum bauhaus dessau zurück, als alfred zum direktor der ausbauabteilung mit den werkstätten für tischlerei, metall und wandmalerei ernannt wurde, eine stelle, die er dann bis 1931 innehatte. in dieser zeit hatte gertrud arndt keine formelle rolle oder beziehung zum bauhaus, allerdings schuf sie 1930 eine serie von 43 selbstportraits, die sogenannte “maskenprotrait”-serie, die auf vielfache weise ihre bekannteste arbeit wurde und auch eines der bekanntesten beispiele für bauhaus-photographie.

“eigentlich wollte ich ja architektin werden…” verspricht eine umfassende und so kaum dagewesene sammlung von arndts textildesign-, tufting- und photographieschaffen aus ihren jahren in weimar und dessau, aber auch eine detailliertere erforschung der frau hinter den werken. zusätzlich zur ausstellung hat das bauhaus-archiv berlin ein begleitprogramm organisiert, das unter anderem aus einer einführung in die photographie-technologie der 20er und 30er jahre von markus hawlik und einer demonstration der möglichkeiten des bauhaus-webstuhls der weberin ilsebill zintel besteht. “eigentlich wollte ich ja architektin werden… gertrud arndt, bauhaus weberin und photographin 1923-1931″ läuft im bauhaus-archiv berlin noch bis zum 22. april 2013. details zur ausstellung sind unter http://www.bauhaus.de/aktuelles/sonderausstellungen zu finden.

beispiele des textildesigns von gertrud arndt, wie im bauhaus gesehen @ art as life, barbican gallery london



neue ausstellung im bauhaus-archiv

Dienstag, 29. Januar 2013

ab morgen präsentiert das bauhaus-archiv das textile und photographische werk der bauhäuslerin gertrud arndt. die 1924 bis 1927 in der weberei des bauhauses ausgebildete textilspezialistin wurde ende der 70er jahre durch ihre maskenportraits international als bauhaus-photographin bekannt. die ausstellung “eigentlich wollte ich ja architektin werden…” bildet arndts schaffen von 1923 bis 1931 ab: zu sehen sind entwürfe für textilien, seltene web- und knüpfarbeiten sowie ihre photographien.

30. januar bis 22. april 2013

eigentlich wollte ich ja architektin werden… gertrud arndt: weberin und photographin am bauhaus 1923-1931

@ bauhaus-archiv museum für gestaltung

klingelhöferstraße 14
 d in 10785 berlin

tel. 2540020

mail bauhaus@bauhaus.de

http://www.bauhaus.de



portrait: lou scheper-berkenkamp

Sonntag, 11. November 2012

ende oktober eröffnete das bauhaus-archiv eine ausstellung über lou scheper-berkenkamp, einer so obskuren bauhaus-schülerin, dass nicht einmal das offizielle bauhaus-online-portal sie auflistet. wie wir vermutlich bereits früher erwähnt haben, war bauhaus weit mehr als nur gropius, stam und breuer: es war eine generation schöpferischer geister auf der suche nach einem zuhause in zeiten sich dynamisch entwickelnder neuer horizonte. die überwältigende mehrheit dieser schöpfer ist aus dem öffentlichen blickfeld verschwunden und fristet ihr dasein in den archiven in weimar, berlin und dessau. nichtsdestoweniger verdienen die meisten von ihnen mehr beachtung. und vor allem lou scheper-berkenkamp gehört in diese kategorie.

als lou bergenkamp beim bauhaus weimar begann, lernte sie vor allem bei johannes itten, paul klee und lyonel feininger. sie arbeitete in der wandmalereiwerkstatt, wo sie vermutlich den maler hinnerk scheper traf, den sie dann 1922 heiratete. mit dem umzug des bauhauses nach dessau wurde hinnerk scheper zum jungmeister und leiter der wandmalereiwerkstatt befördert. lou scheper-berkenkamp führte dort eine vielzahl künstlerischer projekte durch, die palette ihrer werke umfasst gemälde, zeichnungen, kinderbuchillustrationen, bühnen- und innenausstattung, darunter das farbdesign für hans sharouns berliner philharmonie.

lou scheper-berkenkamp schuf einen werke-kanon, der die grenzen dessen, was wir für gewöhnlich von bauhausschülern kennen und erwarten, weit hinter sich lässt, und der nun endlich vom bauhaus-archiv in der ersten, ihr allein gewidmeten ausstellung vorgestellt wird. und nicht nur die art ihrer arbeiten liegt außerhalb „normaler grenzen“: die “phantastiken” im namen der ausstellung beziehen sich auf lou scheper-berkenkamps regelmäßige künstlerische reisen in fantasiewelten und ideenreiche unwahrscheinlichkeiten. “phantastiken. die bauhäuslerin lou scheper-berkenkamp” ist im bauhaus-archiv noch bis mitte januar zu sehen. details zur ausstellung findet ihr hier.



neues berlin-designbuch

Donnerstag, 08. November 2012

das neue zitty-designbuch ist da! sein schwerpunkt liegt diesmal auf dem thema arbeit. es geht dabei unter anderem um die ausgestaltung von arbeitsplätzen. wie sah ein arbeitsplatz gestern aus? und wie gestaltet er sich in der zukunft? auch möbeldesign spielt eine große rolle. klassiker aus dem bauhaus archiv werden vorgestellt. erzählt wird zum beispiel die geschichte des berühmten bürostuhls mirra. der leser bekommt zudem interessante einblicke in verschiedene berliner büros, vom finanzministerium bis zum kreativhauptquartier von dawanda. ein serviceteil bietet rund 300 berliner design(er)adressen. weitere infos über das designbuch findet ihr hier. das zweisprachige “zitty spezial: designbuch 2012/2013″ ist für € 12,50 zu haben. und bestellen könnt ihr es hier!



noch eine bauhäuslerin!

Mittwoch, 31. Oktober 2012

“phantastiken” heißt die aktuelle sonderausstellung im bauhaus-archiv. zu sehen ist das lebenswerk von lou scheper-berkenkamp (1901-1976), ehemalige schülerin am weimarer bauhaus. sie wirkte dort unter anderem in der werkstatt für wandmalerei und an schlemmers bauhausbühne mit. sie schuf zudem interessante freie künstlerische arbeiten: phantastische bilder imaginärer weltreisen oder ideensprühende miniaturen aus text und bild, die als bunte „bilderbriefe“ bekannt wurden… nach 1945 gestaltete sie vor allem kinderbücher, aber auch das farbkonzept der berliner philharmonie. prädikat: sehenswert!

“phantastiken” von lou scheper-berkenkamp

31. oktober 2012 bis 14. januar 2013

bauhaus-archiv/museum für gestaltung

klingelhöferstraße 14
d in 10785 berlin

tel. 254002

http://www.bauhaus.de/aktuelles/sonderausstellungen.html#c3055



dmy awards & jury selection 2012 im bauhaus-archiv berlin

Mittwoch, 12. September 2012

wir haben neulich festgestellt, dass uns der herbst unmittelbar bevorsteht. das gute daran ist aber, dass unsere angenehmste erinnerung an die nicht immer ganz so goldene jahreszeit zu neuem leben erwacht ist: die jährliche dmy awards & jury selection ausstellung im bauhaus-archiv berlin ist eröffnet.

2009 initiiert, dient die ausstellung oberflächlich betrachtet dazu, die 10 nominierungen für den jährlichen dmy award zu ehren. vor allem tut sie aber eins, nämlich die projekte in verbindung zueinander zu bringen, mit denen man im laufe des jahres schon sehr viel zeit verbracht hat. sie sind alle da: andrea brena und seine “knitted army”, agri-expo yunlin mit ihrer “farmer’s creativity“, der “gravity stool” von jólan van der wiel… sogar atelier yea-yea, die wir in tempelhof leider nicht finden konnten. obwohl uns dieses zusammenkommen daran erinnert, dass der sommer vorbei und es wieder an der zeit ist, zurück an die arbeit zu gehen, finden wir es jedes jahr doch auch immer wieder schön, fast schon beruhigend.

der spezielle ausstellungsraum im bauhaus-archiv ist zwar nicht der größte – das war er noch nie und wird es wohl nie sein können -, aber kurator ake rudolf und sein team haben ein kleines wunder vollbracht: es scheint fast so als hätten sie die größe des raums verdoppelt. wir haben auf jeden fall noch nie eine sonderausstellung im bauhaus-archiv erlebt, die dem besucher so viel bewegungsfreiheit bietet – sowohl physisch als auch philosophisch. dieser freiraum wird noch durch den intelligenten einsatz von videos und infobroschüren erweitert, die jedes projekt für sich sehr verständlich vorstellen. man muss aber nach wie vor selbst denken, man wird sogar dazu ermutigt, womit sich das kuratorenteam unserer ansicht nach den zweiten goldenen stern verdient hat.

neben der schönen ausstellung selbst bietet auch das begleitprogramm eine reihe wahrer herbstjuwele, darunter ein workshop zur nutzung von magnetismus im design mit jólan van der wiel am 11. oktober und eine podiumsdiskussion am 20. september zum thema “von kreation zu kreativität – kopieren und teilen als designstrategie” mit beiträgen von frederike wanstrath, johanna keimeyer, ronen kadushin und van bo le-mentzel. die diskussion wird von lucas “berlins härtester moderator” verweij moderiert.

die dmy awards & jury selection 2012 ausstellung kann noch bis zum 15. oktober 2012 im bauhaus-archiv berlin besucht werden.

mehr infos dazu und zum begleitprogramm gibt’s unter www.bauhaus.de.



informationsdesign-wettbewerb am bauhaus

Donnerstag, 23. August 2012

die stiftung bauhaus dessau hat gemeinsam mit der zeitschrift „arch+“ einen mit 20.000 euro dotierten wettbewerb im bereich informationsdesign/bildstatistik ausgelobt. „out of balance – kritik der gegenwart“ knüpft an das bildpädagogische werk otto neuraths an. mit empirischem material, daten und fakten sollen gesellschaftliche sachverhalte visualisiert werden, die sich mit problemen zunehmender sozialer ungleichheit, benachteiligung und ausgrenzung auseinander setzen. „out of balance“ richtet sich an gestalter aus den bereichen architektur, stadt- und regionalplanung, graphik-, produkt- und mediendesign, kartographie, photographie, film, bildende kunst sowie an wissenschaftler der kunst- und kulturwissenschaften, kunstpädagogik, informations- und kommunikations-, sozialwissenschaften, ökonomie, umwelt- und geowissenschaften sowie studenten dieser bereiche. eine registrierung zur teilnahme ist bis 12. november möglich. alle infos zum wettbewerb gibt es hier.

www.bauhaus-dessau.de/index.php?Out-of-Balance-Kritik-der-Gegenwart



berliner designmuseen @ lange nacht der museen 2012

Donnerstag, 09. August 2012

am samstag, den 25. august, findet in berlin die 31. lange nacht der museen statt. von 18 bis 2 uhr gibt es dann in 116 der berliner museen eine breite palette an sonderveranstaltungen und führungen zu sehen. natürlich sind auch die berliner designmuseen von der partie.

das werkbundarchiv – museum der dinge wird das tun, was es am besten kann und sich “berliner dingen” widmen. von leckeren berlinern bis zum fernsehturm, von grünen männern mit hüten bis zu mürrischen busfahrern – die zahl der dinge, mit denen berlin identifiziert werden kann ist immens und das museum der dinge stellt einge highlights daraus vor. und das beste ist: die besucher können eigene “berliner dinge” mitbringen und sie für den abend zu ausstellungsstücken machen … und gerne auch dauerhaft dem museum spenden.

das bauhaus-archiv berlin präsentiert neben regelmäßigen führungen durch die dauerausstellung und die aktuelle sonderausstellung “die bauhäuslerin benita koch‐otte. textilgestaltung und freie kunst 1920‐1933” einen abend mit bauhaus-filmen. die bauhaus-fimnacht wird von einer reihe von bauhaus-experten präsentiert und zeigt selten gezeigte kurzfilme von lászló moholy-nagy, kurt schwerdtfeger, ludwig hirschfeld-mack, kurt kranz und werner graeff.

ähnlich filmisch geht es im mies van der rohe haus weiter. neben “…und keine nacht” , einer filminstallation von michael glowski, gibt es eine ausstellung zum film und eine führungen durch das landhaus lemke. außerdem wird micheal glowski vor ort sein und hoffentlich erklären, was es mit dem landhaus lemke in seiner funktion als resonanzkörper einer frau auf sich hat…

ein besonderes highlight der langen nacht der museen 2012 verspricht gaslicht-kultur e.v. zu sein. gaslicht-kultur ist eine organisation, die behauptet, die hälfte aller gaslaternen, die weltwelt in gebrauch sind, sei in berlin zu finden. bei einer kurzen bustour zu einigen interessanten locations wird die funktionalität, die geschichte und die zukunft von gaslaternen erklärt. die tour beginnt im 30 minuten takt und dauert daher wahrscheinlich etwas weniger als 30 minuten.

infos zu allen events der langen nacht der museen 2012 gibt es unter www.lange-nacht-der-museen.de oder direkt als pdf-download unter http://www.lange-nacht-der-museen.de/pdf/programm_ln31.pdf.

berlin alexanderplatz fernsehturm

eines unserer lieblings-"berliner dinge": der fernsehturm am alexanderplatz. wie kriegen wir den nur ins werbkundarchiv - museum der dinge?