Archiv für Juni 2012


dmy berlin 2012: rückblick

Freitag, 29. Juni 2012

wir haben den schlaf, der uns während des dmy berlin 2012 gefehlt hat, mittlerweile nachgeholt. allerdings tippen wir immer noch an unseren letzten berichten darüber. und bis wir damit fertig sind, präsentieren wir euch hier einen kleinen rückblick in bildern:



die fashion week steht vor der tür!

Freitag, 29. Juni 2012

alle halbe jahre wieder: berlin wird zum internationalen laufsteg, denn die fashion week trommelt modeinteressierte, einkäufer, fachbesucher und medienvertreter wieder in der hauptstadt zusammen, damit sie sich die neuesten modetrends auf den bildschirm holen. diesmal vibriert die stadt vom 3. bis zum 8. juli im modefieber, runway shows, awardverleihungen, diverse fachmessen, ausstellungen und jede menge offsite-events inklusive. diesjährige highlights bilden die bread & butter, die premium, bright, (capsule), show & order und the gallery berlin. der grünen fashion-seite widmen sich der lavera showfloor berlin, der greenshowroom und die ethical fashion show. weitere infos zum event gibt es hier.



deadline’s calling: open]art[space

Donnerstag, 28. Juni 2012

und noch eine deadline ist zum greifen nah: breits zum dritten mal findet der open]art[space - projektraum kunst statt. und diesmal in der hauptstadt! gefragt sind projekte von bildenden künstlern und kunststudenten aus allen ländern. die bewerbung muss bis zum 30. juni eingereicht werden. es reicht aber auch der poststempel vom samstag. alle bewerbungskriterien und -unterlagen findet ihr hier. wir drücken die daumen und wünschen viel glück!

www.open-art-space.de



rundgang 2012: universität der künste berlin und kunsthochschule berlin weißensee öffnen ihre türen für die öffentlichkeit

Donnerstag, 28. Juni 2012

bevor im juli die großen ferien beginnen und die berliner designstudenten zum ausspannen in ihre datsche an der ostsee fahren, müssen sie erst noch die früchte ihrer arbeit des vergangenen jahres in der jährlichen abschlussausstellung präsentieren.

der rundgang bietet wie immer nicht nur eine gute gelegenheit, zu sehen und zu verstehen, was designstudenten eigentlich tun, sondern hoffentlich auch die möglichkeit, kurz vor der vollendung stehende oder sich in einem frühen, unvollendeten stadium befindliche produkte zu entdecken.

wie immer finden beide ausstellungen parallel statt, was an sich natürlich nicht besonders praktisch ist. von weißensee nach charlottenburg ist es aber nicht weit und der trip ermöglicht es einem nicht nur, die gezeigten arbeiten, sondern auch gleich ein bisschen von berlin zu sehen – und wenn man echt pech hat noch eine trompetenversion von “hit the road jack” in der s-bahn zu hören…

der rundgang der universität der künste berlin 2012 beginnt am freitag, den 13. juli, und geht bis sonntag, den 15. juli. neben der möglichkeit die produkt-/modedesignateliers und -workshops in der straße des 17. junis 118 zu besichtigen, kann man sich an dem wochenende auch arbeiten von studenten von prof. axel kufus, prof. achim heine und prof. holger neumann ansehen. außerdem gibt es natürlich noch die ausstellungen von studenten anderer fakultäten und die designtransfer-ausstellung “do good. what can a designer do for a better world?“.

der rundgang der kunsthochschule berlin weißensee beginnt ebenfalls am freitag, den 13. juli, am oranienplatz 17 mit den diplom- und masterstudenten bevor alle anderen ausstellungen mit studenten aus allen fakultäten am samstag und sonntag auf dem hauptcampus in der bürhingstraße 20, 13086 berlin stattfinden.

wir können die ausstellungen gar nicht genug empfehlen und werden wie immer davon berichten.

Rundgang 2012 Universität der Künste Berlin and Kunsthochschule Berlin Weißensee

rundgang 2012: universität der künste berlin und kunsthochschule berlin weißensee. unterhaltsam, aber auch anstrengend...



einstein stiftung berlin fördert hybrid plattform projekt “rethinking prototyping“

Mittwoch, 27. Juni 2012

im november 2011 veranstaltete die hybrid plattform in zusammenarbeit mit der udk berlin und der tu berlin ein seminar, das sich mit der zukunft von prototypen befasste, und in diesem zusammenhang entwicklungstendezen des ganzen industriedesigns unter die lupe nahm. ab dem 25. september 2012 werden drei forschungsgruppen von udk und tu das projekt in die nächste phase befördern und neue bzw. alternative ansätze in der prototypenentwicklung erforschen. die gelder für das projekt wurden von der einstein stiftung berlin zur verfügung gestellt.

wie wir schon im november anmerkten, heißt “prototypenentwicklung” für viele nicht-designer gleich “rumalbern”, dem designer ist es jedoch mehr oder weniger angeboren.

eine der standard-fragen, die wir allen designer stellen ist, ob sie noch per hand zeichnen oder zu 100 prozent am computer designen. das ist keine frage, die zwangsläufig in einen post einfließen muss, die uns aber einfach interessiert, denn sie ist ein guter und verlässlicher weg herauszufinden, wie der designer seine arbeit angeht und welche askpekte ihm innerhalb des desgignprozesses besonders wichtig sind. unabhängig davon, wie sie antworten: ausnahmslos alle machen aus 2d-zeichnungen 3d-prototypen.

das ist nur eines der dinge, die designer so tun; ein fast automatisierter schritt im designprozess. tatsächlich gibt es sogar einen tv-spot für einen tablet computer mit frucht-logo, wo jemand in einer szene das tonmodell eines autos mithilfe von hochauflösenden darstellungen auf dem tablet macht. das ist etwas, was uns immer wieder fragen lässt: warum? wenn moderne technologie so gut ist, warum kehrt man dann zu tonmodellen zurück?

die forschungsgruppen von udk und tu berlin haben sich diese frage vermutlich nicht nur aus einem etwas professionelleren blickwinkel gestellt, sondern, was viel wichtiger ist, etwas aus der frage gemacht. und nicht nur auf die glotze eingeschrien.

die projekte untersuchen designspezifische, technologische und ökonomische aspekte und wollen so die bedeutung von prototypen im industriedesign ergründen. es wird die frage aufgeworfen, ob prototypen wirklich noch notwendig sind und wie neue technologien angewandt werden können bzw. inwieweit sie anwendungsbereiche und funktionen der prototypen ersetzen oder erweitern können.

wir halten euch auf dem laufenden.

prototype Studio 7.5 Setu Herman Miller

ein prototyp von setu von studio 7.5 für herman miller. aber haben prototypen eine zukunft?



gut gestalten mit dem deutschen designer club

Mittwoch, 27. Juni 2012

wie jedes jahr schreibt der deutsche designer club den wettbewerb “gute gestaltung” aus – diesmal unter dem motto „ihre idee will auf die bühne“. designer, gestalter und ihre auftraggeber können ab sofort ihre arbeiten in acht verschiedenen kategorien einreichen:

•    produkt
•    digital media
•    photo/film
•    marketingkommunikation
•    raum/architektur
•    unternehmenskommunikation
•    graphic fine arts
•    zukunft (für studentische arbeiten)

ein wahrlich breites feld! gute ideen sind immer die basis für nachhaltigen wirtschaftlichen erfolg. diese in einem fairen analyseverfahren zu entdecken und zu fördern, hat sich der deutsche designer club ddc auf seine fahnen geschrieben. alle details zur bewerbung findet ihr hier. und: ihr könnt euch noch bis ende september zeit lassen. wir sind gespannt, was reif für die bühne ist…

www.ddc.de



new order – an exhibition featuring works by peter saville and kevin cummins @ .hbc berlin

Dienstag, 26. Juni 2012

wir haben in unseren vorab-bericht zur new order/peter saville/kevin cummins-ausstellung im .hbc berlin extra ein paar fehler eingestreut und gehofft, ein paar kommentare von hardcorefans damit zu provozieren. aber da uns niemand korrigiert hat, müssen wir das wohl selber tun:

erstens: die farbfotos von new order entstanden natürlich in washington, nicht in new york. und zweitens: es lag nicht allein an tony wilson, dass es von joy division nur schwarz-weiß-fotos gibt. damals hat einfach niemand farbfotos gedruckt. und außerhalb von manchester und dem nme war das interesse an joy division eher mäßig. es hat sich für kevin cummins also einfach nicht gelohnt farbaufnahmen zu machen. da hätte er das geld auch zum fenster rauswerfen können.

abgesehen von diesen fehlern und den anderen halbwahrheiten und fabelgeschichten war unser bericht aber großartig.

die ausstellung ist jetzt eröffnet und leider ist “großartig” nicht unbedingt das adjektiv das einem dazu als erstes in den sinn kommen würde. die größte enttäuschung ist die präsentattion der plattenhüllen. ja, sie sind alle da. ja, man kann sie sich schön anschauen und vergleichen. aber es sieht wirklich so aus, als ob die organisatoren schnell noch eine tour durch die second-hand-plattenläden in kreuzberg gemacht haben und die cover der gekauften alben dann schnell an die wand geklebt haben. eine professionelle präsentation von ausstellungsstücken indes braucht zeit. zeit, die man sich auch nehmen sollte.

um so geschmackloser wirkt das ganze, wenn man die maxime von peter saville, dem gestalter der cover, im hinterkopf hat:  “i just will not make this analogy between what i’m being paid and how much time we spend on it. it gets as much time as it needs.”1 (frei übersetzt: “ich werde keine rechnung aufstellen zwischen dem was ich bezahlt kriege und wieviel zeit wir brauchen. es dauert so lange wie es dauert.”) wer so denkt, verdient mehr respekt seiner arbeit gegenüber.

New Order An exhibition featuring works by Peter Saville and Kevin Cummins HBC Berlin Album Sleeves

die album-cover

zum glück sind die fotos ein bisschen besser ausgestellt.

schön sind zum beispiel die vier farbfotos (aus washington!) am “eingang” zur ausstellung platziert, d.h. separiert vom rest und als ausgangspunkt einer geschichte. so haben die organisatoren die absicht des fotografen beim fotoshooting in das ausstellungsdesignkonzept integriert. das gefällt uns sehr.

bei den fotos ist alles dabei, was das herz begehrt: bernard sumner in gedanken versunken, beton, peter hook beim abrocken, beton – bekannte und stereotype bilder, die einen trotzdem kriegen.

wenn man die bilder betrachtet, wird klar wie sehr kevin cummins die herausforderung genießt, seine motive in szene zu setzen. er inszeniert die bilder meisterlich mit seinem natürlichen gespür für atmosphäre und stimmungen. das trägt zum positiven gesamteindruck bei.

New Order An exhibition featuring works by Peter Saville and Kevin Cummins HBC Berlin

new order - an exhibition featuring works by peter saville and kevin cummins @ .hbc berlin

trotz der kleinen mängel bei der präsentation können wir die ausstellung nur wärmenstens empfehlen. denn der inhalt ist interessant und wichtig.

in der aktuellen ausstellung “british design 1948-2012″ des v&a museum london ist eine ganze abteilung factory records und der hacienda und somit new order und joy division gewidmet. wenn wir uns recht erinnern, sind sie die einzigen bands mit direkten verweisen – ironischerweise durch das medium professionell präsentierter plattencover. tatsächlich setzt das v&a das erbe von factory/joy division/new order in eine reihe mit den “swinging sixties”, punk und den “young british artists” als schlüsselmomente in großbritanniens populärkultur. das ist sicher nicht übertrieben, aber wenn man sich allein den musikalischen output von new order vornimmt, wird es nicht so ganz klar, warum. aber ihre diskographie macht ja nur einen teil der band aus.

bei den meisten bands geht es um ihre musik. nicht so bei new order. und die im .hbc gezeigten fotografien und plattenhüllen beleuchten eben diese anderen facetten, die die band relevant machen. sie unterstreichen vor allem, wie wichtig grafikdesigner peter saville und fotograf kevin cummins für die institution new order waren und immernoch sind. die ausstellung ist zwar nicht besonders umfangreich, war aber auch nicht so angelegt. besonders kompetent oder außergewöhnlich ist sie auch nicht. aber .hbc ist auch keine professionelle galerie und es gibt scheinbar auch keinen kurator der öffentlich für die schau verantwortlich zeichnet. also darf man auch nicht zuviel erwarten. immerhin macht die ausstellung lust auf mehr und tiefergehende recherche.

und wie schon in unserem ersten post gesagt: neben allem anderen zeigt die ausstellung einfach wunderschöne fotos und grafikdesign. (dieser teil stimmte!)

new order – an exhibition featuring works by peter saville and kevin cummins @ .hbc berlin läuft bis zum 4. juli 2012.

1. chris hall “peter saville” im icon magazine, juli/august 2003. online unter www.iconeye.com/read-previous-issues/icon-004-|-july/august-2003/peter-saville-|-icon-004-|-july/august-2003

HBC Berlin New Order An exhibition featuring works by Peter Saville and Kevin Cummins Washington Pool Colour

die vier farbfotos - aufgenommen 1983 in washington - führen uns in eine monochrome welt

New Order An exhibition featuring works by Peter Saville and Kevin Cummins HBC Berlin Peter Hook Stephen Morris

new order - an exhibition featuring works by peter saville and kevin cummins @ .hbc berlin

HBC Berlin New Order An exhibition featuring works by Peter Saville and Kevin Cummins

new order - an exhibition featuring works by peter saville and kevin cummins @ .hbc berlin



musikbox von werner aisslinger für interlübke

Montag, 25. Juni 2012

das wohnzimmer unserer oma wurde stets von der alten musiktruhe dominiert – eine magische, majestätisch anmutende hölzerne box mit kombiniertem plattenspieler, radio und lautsprecher. sie war das ruhestandsgeschenk unseres opas und omas ganzer stolz.

musikbox von werner aisslinger für interlübke ist zwar nicht gerade unser ganzer stolz, aber fraglos das am beeindruckendste präsentierte stück bei tom dixons ausstellung “most” in mailand 2012 – und auch eines der wenigen wirklich interessanten objekte. musikbox ist in vielerlei hinsicht die musiktruhe des 21. jahrhunderts und eine ipad dockingstation ungeahnter ausmaße.

mit linn-verstärkern und eingebautem internetradio kann musikbox musik vom pc, mac, ipad, iphone oder einer externen festplatte abspielen. außerdem kann sie via smartphone bedient werden – egal ob ios oder android. drei ablagen in der mitte sorgen dafür, dass man physische medien nicht aufgeben muss und betonen die duale funktion der musikbox als musiksystem und praktisches, funktionales möbelstück in einem.

musikbox ist unverkennbar ein modernes möbelstück und ganz gewiss kein objekt, das in das wohnzimmer unserer oma gepasst hätte, aber in sauberen, gut organisierten, minimalistischen wohnungen oder büros sollte sich musikbox auf jeden fall heimisch fühlen.

allerdings können wir nichts zur tonqualität sagen, da wir sie nicht in aktion erlebt haben. außerdem wurde sie leider ganz am ende von “most” gezeigt – eine ausstellung, die uns so krank gemacht hat, dass wir weder die geduld noch die lust hatten noch länger dort rumzuhängen. wir wollten einfach nur raus und etwas weniger krass gesponsertes finden – wie z.b. die olympischen spiele…

außerdem können wir noch nichts zum preis und zur verfügbarkeit sagen. vielleicht sollte man mal die lokale presse konsultieren…

Musikbox by Werner Aisslinger for interlübke

musikbox von werner aisslinger für interlübke

Musikbox by Werner Aisslinger for interlübke

musikbox von werner aisslinger für interlübke

Musikbox by Werner Aisslinger for interlübke

musikbox von werner aisslinger für interlübke bei most mailand 2012



dmy berlin 2012: farmers creativity

Freitag, 22. Juni 2012

fälschlicherweise wird oft behauptet, der teufel habe die besten songs. die hat aber nicht er, sondern die taiwanesen. und der “farmers creativity”-stand beim dmy berlin 2012 demonstrierte das mit seiner hintergrundbeschallung durch unnötig fröhlichen taiwanesischen rock ganz wunderbar.

organisiert von ou studio und der taiwan art in residence interchange association, war “farmers creativity” im wesentlichen als werbung für die yunlin agriculture expo 2013 gedacht und präsentierte eine bunte mischung aus traditionellem taiwanesischem handwerk und modernen, aber in der regionalen traditionen verwurzelten, produkten – und natürlich die endlosschleife des unnötig fröhlichen taiwanesischen rocks.

mit einer sammlung von objekten, die so vielfältig und interessant wie klischeehaft und vorhersehbar waren, gehörte “farmers creativity” zu den interessanteren ständen beim dmy berlin 2012. interessant deshalb, weil es unsere aufmerksamkeit auf sich zog und auch halten konnte, aber nicht etwa weil es sonderlich innovativ oder anspruchsvoll war.

die für uns interessantesten objekte waren “the balance”, eine tasche aus gewebtem bambus und leder, “straw stool” von dhh studio und gina hsu und peijia hongs “facial painting art of eight generals”-puppen, eine schöne sammlung bemalter figuren der sogenannten “acht generäle” aus der taiwanesischen tradition.

bei uns entstand der eindruck, dass man zeigen wollte, wie zeitgemäß taiwan sein kann, wenn traditionelle produkte und techniken in “modernen” produkten auf eine “moderne” weise verwendet werden. das ist für uns zwar durchaus verständlich, aber auch der falsche weg. design sollte nicht nur als eine art exportgeschäft gesehen werden, sondern in erster linie als etwas nützliches für die gesellschaft.

wenn zum beispiel ou studio und kuo-chaing liu zu ihrer “paper bamboo bench” erklären, dass ihre entwicklung teilweise von der tatsache motiviert war, dass die praktische, ressourcensparende und günstige bambusbank nach und nach aus den taiwanesischen haushalten verschwindet, dann kann die richtige reaktion doch ganz bestimmt nicht sein, so eine bank mit einem hochglanz-bambusmuster zu bedrucken. oder?

damit wollen wir gar nicht die gezeigten stücke kommentieren, sondern nur hinterfragen, ob es die richtigen stücke sind. insbesondere in hinblick auf die ländliche, bäuerliche natur der ausstellung.

für uns wäre es logischer zu schauen, ob und wie die designer kleineren landwirtschaftlichen gruppen dabei helfen können, ihre ressourcen besser zu nutzen. wir haben solche lösungsversuche bei “farmers creativity” vermisst. so interessant manche der gezeigten stücke auch sind…

ehrlich gesagt sind wir uns nicht hundertprozentig sicher, ob “farmers creativity” uns in irgendeiner weise dazu inspiriert hat, die yunlin agriculture expo zu besuchen. doch allein die tatsache, dass die ausstellung uns gezwungen hat, die rolle von designern in der modernen gesellschaft neu zu überdenken macht “farmers creativity” auf jeden fall einen besuch wert.



dmy berlin 2012: lightstone von torsten werner für betonware

Donnerstag, 21. Juni 2012

wir können natürlich nicht zu allen beton-objekten, die wir beim dmy berlin 2012 gesehen haben, etwas posten. es gab davon nämlich jede menge. und zwar sehr viel mehr als wir in den letzten jahren gesehen haben. wir wollen uns deshalb mit dieser kurzen bemerkung zufrieden geben…

zu den interessantesten und ästhetisch ansprechendsten exemplaren gehörte auf jeden fall der “lightstone” von torsten werner in kooperation mit alexis oehler/betonware. das schöne am 26 kilo schweren lightstone ist die öffnung: ein schlitz, der durch zwei schrägliegende diagonale innenwände geformt wird. dieser aufbau dämpft das ausgestrahlte licht nicht nur auf eine subtile weise, sondern hilft auch dabei, das licht zu lenken und gezielt zu zerstreuen. der würfel kann so positioniert werden, dass die öffnung nach oben, unten, links oder rechts zeigt. außerdem kann die lichtquelle so eingestellt werden, dass entweder ein direkter oder ein indirekter strahl erzeugt wird. lightstone ist also flexibel genug das passende licht für jede umgebung zu schaffen. außerdem könnte man noch jede menge naheliegende analogien über den kontrast zwischen dem licht und dem material herstellen…

ein wunderbar einfaches konzept, das wunderschön in form eines tollen produktes umgesetzt wurde. wir können uns lightstone sehr gut in allen möglichen umgebungen vorstellen: zuhause, im büro, im einzelhandel, in der werbung, im hotel, etc., etc., etc. und obwohl es nur mit weißem licht zu sehen ist, sind auch andere farben auf anfrage verfügbar.

neben lightstone haben torsten werner und betonware noch eine neue hängeleuchte präsentiert. wir haben aber leider versäumt, ihren namen zu notieren. wahrscheinlich deshalb, weil sie uns weitaus weniger angesprochen hat als lightstone; ein produkt, dessen entdeckung uns ganz besonders gefreut hat.

DMY Berlin 2012 Lightstone by Torsten Werner for Betonware

dmy berlin 2012: lightstone von torsten werner für betonware

DMY Berlin 2012 Lightstone by Torsten Werner for Betonware

dmy berlin 2012: lightstone und die betonhängeleuchte von torsten werner für betonware

DMY Berlin 2012 Hanging concrete lamp by Torsten Werner for Betonware

dmy berlin 2012: betonhängeleuchte von torsten werner für betonware