Archiv für Februar 2012


deutsches architektur zentrum: testify! the consequences of architecture

Mittwoch, 29. Februar 2012

die hfbk hamburg veranstaltete kürzlich ein design-symposium zum thema: “warum gestalten?”. eine ganz ähnliche frage stellt sich derzeit das deutsche architektur zentrum mit der ausstellung “testify! the consequences of architecture”. der untertitel hier könnte in etwa “warum architektur?” lauten. ursprünglich für das netherlands architectural institute vom in berlin ansässigen kurator und autor lukas freireiss geplant, stellt “testify! the consequences of architecture” 25 architekturprojekte aus der ganzen welt vor. doch nicht etwa aus der auf hochglanz polierten, makellosen fotoperspektive, die sonst von der architekturbranche bevorzugt wird, sondern aus der sicht derjenigen, die die arbeiten tatsächlich nutzen – oder nutzen müssen – wird hier der blick auf architekturprojekte gerichtet. dieser fokus wird durch das ausstellungskonzept unterstrichen: an den wänden hängen neben bildern der benutzer zitate über ihre erfahrungen mit den projekten, während darstellungen der eigentlichen arbeiten flach und neutral, ja klassisch museal, auf tischen liegen.

Deutsches Architektur Zentrum Testify! The Consequences of Architecture

deutsches architektur zentrum: testify! the consequences of architecture

in der einleitung zum begleitbuch erläutert lukas freireiss die drei probleme im aktuellen architekturdiskurs: einersetis sind da die oben erwähnten sterilen fotos, zweitens die tatsache, dass architekten oft nur mit anderen architekten über architektur reden, und drittens, dass sie zu selten  aus ihren projekten lernen. die ausstellung testify! soll nicht nur den ersten punkt richtigstellen, sondern auch die absurdität der punkte zwei und drei aufzeigen.

bei “warum gestalten?” stellte sich immer wieder die frage, wer design eigentlich vorgibt. wer entscheidet, was designt wird? das mehrheitliche urteil: der markt entscheidet. folglich gingen dadurch innovationen und experimente oftmals unter, monierten die teilnehmer. testify! fragt nun – wenn auch nicht immer so explizit – wer architektur und stadtplanung kontrolliert.

viele der vorgestellten projekte entstanden offensichtlich aus der perspektive einer gebildeten mittelschicht heraus. auf uns wirkten kommunale stadtgärten ja schon immer so als wären sie von und für eine relativ kleine gruppe urbaner mittelklassebürger konzipiert worden… kinos, bibliotheken, kulturzentren… wer fragt die menschen eigentlich, ob sie solche dinge überhaupt wollen? dienen sie wirklich den bewohnern? oder werden sie nur errichtet, weil die gebildete, konservative mittelschicht glaubt, sie würden so die gesellschaft voranbringen?

wir wollen damit nicht sagen, dass solche projekte nicht auch anerkannt und erfolgreich sein können. testify! zeigt, soweit wir das beurteilen können, projekte, die genau das waren und noch immer sind.

wir wollen damit genauso wenig sagen, dass solche projekte nicht auch so realisiert werden können, dass sie einer großen masse zugänglich sind. testify! zeigt, soweit wir das beurteilen können, projekte auf die auch das zutrifft.

die frage ist aber, ob die energie, die mittel und das talent derjenigen, die in solche projekte involviert sind, nicht besser in projekten aufgehoben wäre, die eher aus den bereichen einer gesellschaft kommen, die nicht unbedingt direkt an einen herantreten, um zu sagen, was sie brauchen. diese herangehensweise stellt dahingehend eine herausforderung für den architekten dar, dass er mehr tun muss als nur einen ästhetisch ansprechenden bau zu kreieren, der auf hochglanzfotos gut aussieht. er müsste im dienste der kommunen als vermittler zwischen verschiedenen fachgebieten agieren – im hintergrund und somit außerhalb des rampenlichtes.

in diesem zusammenhang wies matthias böttger, der kurator des daz, darauf hin, dass in der ausstellung auch die frage nach der rolle von architekten in unserer jetzigen und zukünftigen welt gefunden werden kann. nun gut, diese frage besteht wahrscheinlich schon seit dem ersten versuch eines neandertalers, den wind von seiner höhle abzuhalten, und war in der westlichen architekturwelt spätestens seit dem bauhaus relevant… doch die bezugspunkte dieser frage ändern sich genauso schnell wie unsere gesellschaft. so muss die frage doch viel mehr lauten, ob “traditionelle” architekturpraxis und -theorie immer die beste wahl ist oder ob man nicht ab und zu ein bisschen experimentierfreude zulassen sollte – auch bei groß angelegten stadterneuerungen. nicht nur die projekte, die bei testify! zu sehen sind, könnten hier als brauchbare bezugspunkte dienen; auch die debatten über die gebäude und freiflächen rund um das daz zeigen, dass der diskurs nicht nur auf bogota, rio de janeiro oder südafrika beschränkt sind. das thema betrifft uns alle.

Deutsches Architektur Zentrum Testify! The Consequences of Architecture

die folgen von architektur sind für projekte in berlin genauso relevant wie für afrika, südamerika oder asien.

projekte können auch scheitern… oder zumindest nicht von dem erfolg gekrönt sein, der ihnen wegen ihrer hochglanzfotos von den medien prophezeit wurde. aber für lukas freireiss gehen noch zu wenige architekten den weg zurück und überlgen, wie sich das projekt entwickelt hat, was funktioniert hat und was nicht – und lernen dann aus ihren erfahrungen.

das kino in jenin beispielsweise hat unter anderem deshalb probleme, weil diejenigen, die hinter dem projekt stehen, nicht verstanden haben, dass die bevölkerung jenins sich nicht einfach mal hinsetzen, entspannen und 90 minuten lang einen film ansehen kann; sie haben einfach zu viel “hintergrundstress”.

oder das forschungszentrum ahmed baba in timbuktu: als archiv für historisch bedeutsame afrikanische dokumente gedacht, kann es auch drei jahre nach seiner “fertigstellung” noch immer nicht wirklich genutzt werden. das liegt zum teil daran, dass die bürger nach beendigung des projektes sich selbst überlassen wurden – und zwar ohne die mittel oder die erfahrung, ein solches gebäude in stand zu halten.

das sind dinge, die uns zurück zu der frage bringen, wer entscheidet, was gebaut werden soll. wird sich genügend mit nicht-architekten beraten? können solche probleme nicht vermieden werden? übernehmen architekten verantwortung für die folgen ihrer arbeit? testify! beantwortet diese fragen zwar nicht, liefert aber jede menge stoff für den diskurs.

auch wenn die ausstellung nicht besonders groß ist, so schafft es “testify! the consequences of architecture” doch einen tiefgründigen blick auf das thema zu richten. man sollte also zeit mitbringen, will man möglichst viel davon mitnehmen. kopien aus den büchern werden praktischerweise überall in den ausstellungsräumen verteilt.

“testify! the consequences of architecture” ist eine gut durchdachte und gelungen präsentierte ausstellung, die es nicht nur vermag den blick auf architekturprojekte und deren bewertung zu verändern, sondern die auch danach fragt, welcher aspekt eines projektes welche Auswirkungen hat und was architektur, vor allem aber die architekten selbst erreichen können.

“testify! the consequences of architecture” ist noch bis zum 18. märz im deutschen architektur zentrum in der köpenicker straße 48/49, 10179 berlin-mitte zu sehen.

mehr infos gibt’s unter http://daz.de

Deutsches Architektur Zentrum Testify! The Consequences of Architecture

deutsches architektur zentrum zeigt testify! the consequences of architecture

Deutsches Architektur Zentrum Testify! The Consequences of Architecture

deutsches architektur zentrum zeigt testify! the consequences of architecture



richter: ausstellung zum 80.

Dienstag, 28. Februar 2012


istanbul alphabet von çokçok bis zikzak

Montag, 27. Februar 2012

so heißt die neue sonderausstellung, die man momentan im museum der dinge bestaunen kann. noch bis zum ostern zeigen max borka und anna pannekoek ihre einzigartige sammlung alltäglicher istanbuler sachkultur, die sie während ihres 100-tägigen aufenthaltes in dieser stadt zusammengetragen haben. çokçok bedeutet „sehr sehr“ und ist ein türkischer ausdruck für unstillbaren hunger nach mehr. so zeigt die sammlung vor allem dinge, die in der wohnung der kuratoren hinterlassen wurden. aber auch objekte, geräusche und bilder von streifzügen durch die metropole sind zu sehen. dazu gehören u.a. viele alltagsprodukte, die es seit einer ewigkeit zu geben scheint – jedoch ohne dass sie jemals viel aufmerksamkeit geschenkt bekamen. nun schenken wir ihnen unsere aufmerksamkeit! die aufregende ausstellung wird ergänzt durch arbeiten verschiedener künstler der istanbuler designszene.

istanbul alphabet von çokçok bis zikzak

sonderausstellung im museum der dinge

17. februar bis 9. april 2012

mo, fr, sa & so von 12 bis 19 uhr

@ werkbundarchiv – museum der dinge

oranienstraße 25 in 10999 berlin

http://www.museumderdinge.de/stand_der_dinge/

http://www.facebook.com/mddistanbulalphabet



buchtipp: freunde von freunden

Montag, 27. Februar 2012

25 berliner kreative geben uns einblick in ihre arbeits- und lebensräume: das 336 seiten starke buch zeigt sie in ihrem ganz privaten umfeld und man bekommt sofort ein gefühl für deren wohnstil. nichts wirkt inszeniert – im vordergrund stehen die authentizität und wohnlichen eigenheiten der portraitierten personen. und das alles mit viel liebe zum detail, hintergrundinfos und schönen photos. echt spannende mischung aus ästhetik und intimität! mehr infos zum buch gibt es hier.

freunde von freunden: berlin

verlag distanz

isbn-13: 978-3942405409

€ 39,90



nur noch heute & morgen: SurVivArt

Donnerstag, 23. Februar 2012

kunst für das recht auf ein «gutes leben» – unter diesem motto lud die heinrich-böll-stiftung künstlerinnen und künstler aus äthiopien, kambodscha, dem libanon, burma, nigeria und thailand ein, über das gute leben zu reflektieren. mit spannenden projekten, installationen und objekten wartet nun die ausstellung am pfefferberg auf. nur noch heute und morgen!

SurVivArt : kunst für das recht auf ein «gutes leben»

7. bis 24. februar 2012

@ galerien mikael andersen und meinblau, pfefferberg

christinenstraße 18/19 in 10119 berlin

www.survivart.org



berliner designwirtschaft in posen

Donnerstag, 23. Februar 2012

im rahmen der designmesse „arena design“ in posen/polen werden die städte berlin und posen einmal mehr ihr kreatives potenzial beweisen: am 6. märz 2012 gehen sie gemeinsam mit den beiden ausstellungen „id berlin“ und „kod miasta“ an den start. die berliner demonstrieren dabei anhand 15 ausgewählter exponate ihre außerordentliche industriedesignkompetenz. die wanderausstellung „id berlin“ gibt dem besucher einen detaillierten einblick in die arbeit der designer: von der ersten skizze über den prototypen bis zum fertigen produkt erfährt man spannendes über die entstehungsprozesse eines erzeugnisses. mehr infos zur ausstellung gibt es im internet unter: www.dasauge.de

arena design : ausstellung für zeitgenössisches design, industriedesign und architektur

6. bis 15. März 2012

@ design- und kreativzentrum concordia design

ul. zwierzyniecka 3 in 60-813 poznan/polen



interview: lex pott

Donnerstag, 23. Februar 2012

die dad gallery in berlin präsentiert zurzeit eine ausstellung der arbeiten von lex pott, einem absolventen der eindhoven design academy. unter dem titel “true colours” umfasst die ausstellung stücke aus all seinen projekten und bietet so nicht nur einen überblick über das oeuvre des jungen designers, sondern gewährt auch einen wunderbaren einblick in seine herangehensweise ans thema design im allgemeinen und seinen umgang mit materialien im speziellen.

bei der eröffnung sprachen wir mit lex pott über seinen antrieb und die grenze zwischen kunst und design.

minimumblog: bevor wir über deine arbeiten sprechen… du hast an der fakultät “man and living” der eindhoven design academy studiert. wieso hast du dich für eindhoven entschieden?

lex pott: mein vater ist maler und im laufe der jahre habe ich realisiert, wie schwer es ist von kunst zu leben, weil das sehr autonom ist. aber ich bin mit dem kreativen prozess aufgewachsen und habe versucht, ihn in angewandte kunst einzubringen. deswegen wollte ich an eine gute schule für angewandte kunst oder design – je nachdem wie man es nennen will – und genau das fand ich in eindhoven. ich bin in amsterdam aufgewachsen und war bis dahin noch nie in eindhoven. das ist einfach ein ort, den man nicht besucht! doch die hochschule war für mich genau das richtige: ich mochte die art des unterrichts, die atmosphäre und wie dort gearbeitet wird. und so hatte ich viel spaß, habe viel gelernt und ich wurde dort an experimentelles design herangeführt.

minimumblog: genau da wollten wir mit unserer frage hin… eindhoven hat einen ganz eigenen ansatz in der designausbildung. glaubst du, dass du vielleicht ein anderer designer geworden wärst, wenn du, sagen wir mal, an einer “normalen” designhochschule studiert hättest?

lex pott: auf jeden fall! die design academy konzentriert sich wirklich auf deine intuition, deine handschrift. “guckt nicht auf anderes design, sondern entwickelt eure eigenen ideen, eure eigenen experimente, eure eigene formensprache”, heißt es in eindhoven. das schöne am experimentieren ist, dass dabei immer neue dinge herauskommen. ich denke, dass darin der große unterschied zu anderen designhochschulen liegt, die sich nur auf den stuhl oder den tisch oder die lampe konzentrieren. das schränkt die möglichkeiten natürlich stark ein. in eindhoven konzentriert man sich dagegen auf das material oder die technik, das ergebnis kann dann alles sein.

minimumblog: bei deinen früheren arbeiten hast du dich hauptsächlich mit objekten aus holz und stein in ihrer ursprünglichen form beschäftigt. seit true colours geht es stärker um farben und – zumindest in unseren augen – um verfall. würdest du das als fortsetzung deiner vergangenen arbeiten beschreiben oder ist es eine ganz neue herangehensweise für dich?

lex pott: für mich ist das alles das gleiche. bei den stücken aus holz oder stein, zum beispiel, versuchte ich zum ursprung zu gehen: wo kommt das material her? wie wird es angebaut? wie wird es bearbeitet? wann ist der zeitpunkt, an dem man als designer eingreifen kann? ich habe immer versucht farbe auf natürliche, logische weise in meine arbeit einzubringen, fand aber nie das richtige gefühl dafür. später habe ich mich auf metalle konzentriert und das schöne am metall ist, dass es schon eine farbe hat, wenn es als rohstoff aus dem boden kommt; das hat mich sehr interessiert. dann habe ich begonnen mit chemie und alchemie zu experimentieren.
das alles ist insofern das gleiche als man sich in ein material vertieft, das wesentliche darüber herausfindet und ein neues design daraus schafft.

minimumblog: und insofern ist auch die neueste entwicklung, das arbeiten mit glas, ein weiterer schritt in diese richung?

lex pott: genau. ich habe einige metallplatten für die dutch design week gemacht und arbeite seitdem mit dem rotterdamer designer david dersken zusammen. wir haben das spiegelprojekt ins leben gerufen, bei dem es um oxidation, insbesondere die oxidation von silber, geht. und ein spiegel ist im wesentlichen silber auf glas.

minimumblog: bei den platten, regalen und spiegeln geht es immer noch ums experimentieren. liegt das ziel, oder vielleicht auch die hoffnung, darin, dass das alles einmal in einem produkt zusammen kommt?

lex pott: wir arbeiten gerade mit einer galerie in holland zusammen, die versucht, die spiegel von einzelstücken zu industriell fertigbaren produkten zu entwickeln. der plan ist, die dann im april in mailand vorzustellen.

minimumblog: um noch mal auf deinen vater und dein verhältnis zur kunst zurückzukommen… dein vater ist künstler und du hast darüber nachgedacht auch künstler zu werden. jetzt bist du designer. wie fließend ist die grenze zwischen kunst und design? sind das zwei völlig verschiedene disziplinen oder nur unterschiedliche herangehensweisen?

lex pott: ich glaube, das sind zwei grundsätzlich verschiedene disziplinen. künstler sind völlig autonom und tun immer das, was sie für gut halten. bei design geht es immer um kompromisse, ob zu anfang oder am ende. als designer muss man immer kompromisse eingehen, um ein produkt zu schaffen, das verkäuflich ist. ich bewundere künstler wirklich dafür, dass sie sich nicht darum kümmern. sie machen einfach ihr eigenes ding. das kann sie entweder besonders stark oder sehr schwach machen: es wird entweder ein großer erfolg oder niemand mag es.

minimumblog: wir haben irgendwie den eindruck, dass du, wenn du genug geld hättest, den lieben langen tag experimentieren würdest…

lex pott: auf jeden fall! ich würde aber immer noch auf ein ergebnis hinarbeiten, denn ziellos zu experimentieren ist sinnlos. deshalb möchte ich immer versuchen, meiner arbeit ein ziel, einen zweck zu geben.

lex pott “true colours” kann noch bis zum 31. märz in der dad gallery in der stralauer allee 3 (nhow hotel), 10245 berlin besucht werden.



found in translation im guggenheim

Sonntag, 19. Februar 2012

das deutsche guggenheim schließt voraussichtlin zum ende des jahres. deshalb sollten wir schnell noch ein paar ausstellungen des museums moderner kunst mitnehmen. aktuell kann man “found in translation” bestaunen. found in translation zeigt zeitgeist-projekte von neun künstlern, die sich dem thema übersetzung angenommen haben – übersetzung als metapher, als kritischer kommentar der vergangenheit oder auch als ideenreservoir der gegenwart…

in der übertragung eines textes von einer in eine andere sprache eröffnete sich diesen künstlern ein weites diskursives feld: “die notwendigkeit und die schwierigkeit, sich über kulturelle und historische schranken hinweg zu verständigen, ist heute ein unvermeidlicher aspekt unseres lebens. in diesem zusammenhang ist die übersetzung – im sprachlichen wie im übertragenen sinn – ein elementares werkzeug für unser verständnis der wirklichkeit. mehr als je zuvor müssen wir überdenken, was durch übersetzungen verloren oder gewonnen werden kann und welche auswirkungen diese endlos erscheinenden umwandlungen auf unsere welt haben”, so die veranstalter.

zu sehen sind videoarbeiten, filme, diaprojektionen, photos, drucke etc. die austellung ist ein wahrlich spannendes und anregendes zeitzeugnis! weitere infos zur ausstellung gibt es hier.

found in translation

28. januar bis 9. april 2012

täglich von 10 bis 20 uhr

@ deutsche guggenheim

unter den linden 13/15 in 10117 berlin

tel. 202093-0

mail berlin.guggenheim@db.com

www.deutsche-guggenheim.de



design braucht täter 2012: jung porzellan

Montag, 13. Februar 2012

nach ihrem großen erfolg mit dem bananenhalter “vicky” bei design braucht täter 2011 sind die berliner jung porzellan 2012 mit einem produkt zurück, das genauso verspielt ist und mit der gleichen liebe zum detail entworfen wurde: der keramik-wandhaken “hammer”. 2004 von katy jung, einer absolventin der burg giebichenstein halle, gegründet, bietet jung porzellan eine mischung aus klassischem geschirr und innovativen haushaltsaccessoires, die alle in der firmeneigenen produktionsstätte hergestellt werden. vor der offiziellen eröffnung von design braucht täter trafen wir uns mit katy jung und fragten, was es mit “hammer” auf sich hat…

katy jung: ein wandhaken aus keramik hat mich als konzept schon lange sehr interessiert und war etwas, was ich unbedingt einmal entwickeln wollte. die endgültige form von “hammer” ergab sich dann ganz natürlich bei der entwicklung und wenn ich zurückblicke, kann ich noch nicht mal wirklich sagen, was die inspiration dafür war.

minimumblog: der haken wurde letztes jahr in leipzig zum ersten mal gezeigt, oder?

katy jung: ja genau, bei design braucht täter auf den designers’ open.

minimumblog: und wieso hast du dich dafür entschieden, ihn hier in köln auszustellen?

katy jung: ich habe letztes jahr zum ersten mal bei design braucht täter in köln mitgemacht und weil ich sehr zufrieden mit der resonanz war, entschied ich mich dafür, dieses jahr wieder dort auszustellen. köln bietet mir die chance, meine arbeiten einem neuen, größeren publikum zu zeigen, das sonst vielleicht nicht die möglichkeit hätte, sie zu sehen.

minimumblog: und was können wir in zukunft von jung porzellan erwarten?

katy jung: die nächsten projekte sind schon in planung, aber im moment bin ich mir noch nicht hundertprozentig sicher, wie sie aussehen werden.

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012



kunsthochschule berlin-weißensee: aula restauriert und wiedereröffnet

Freitag, 10. Februar 2012

am freitag, den 3. februar, wurde die frisch restaurierte aula der kunsthochschule berlin-weißensee offiziell enthüllt. zwischen 1954 und 1956 erbaut, ist die aula nicht nur ein wunderbares beispiel deutscher nachkriegsarchitektur, sondern auch das letzte verbliebene werk ihres erbauers – dem bauhaus-absolventen selman selmanagić, der 1950-1970 leiter der architekturfakultät in weißensee war. die restauration der aula begann 2009, der hauptteil der arbeiten wurde jedoch erst im sommer 2010 durchgeführt. die originalgetreue wiederherstellung ist hauptsächlich einer 1,5 millionen euro hohen spende der wüstenrot stiftung zu verdanken. die nun in neuem glanze strahlende aula soll zukünftig wieder die bei ihrer erbauung angedachte zentrale rolle im sozialen und kulturellen leben der hochschule einnehmen.

im foyer der kunsthochschule berlin-weißensee wird noch bis freitag, den 10. februar, eine ausstellung zur geschichte der aula zu sehen sein.

mehr infos gibt’s unter: www.kh-berlin.de

Kunsthochschule Berlin-Weissensee Auditorium Restored and Reopened 1969

kunsthochschule berlin-weißensee aula 1969. (foto: khb archiv_eike schmidt)

Kunsthochschule Berlin-Weissensee Auditorium Restored and Reopened 2012

kunsthochschule berlin-weißensee aula 2012 (foto: philipp lohöfener)