zu den innovationen bei der qubique berlin 2011 gehörte der “gallery walk”: ein konzept, bei dem sich neun internationale designgalerien in den ehemaligen reisebüros in der eingangshalle des flughafens tempelhof präsentierten.
der gallery walk wurde von der berliner galerie helmrinderknecht co-kuratiert und so haben wir martin rinderknecht bei unserem gespräch über die qubique über den background des projekts befragt…
martin rinderknecht: wir hatten ja anfang des jahres das konzept unserer galerie in das einer pop-up galerie verändert. die qubique hielten wir für ein interessantes event, um dort eventuell ein pop-up zu machen. nach einer ersten kontaktaufnahme mit den organisatoren der qubique hat sich dann sehr schnell in weiteren gemeinsamen gesprächen das konzept des gallery walks entwickelt. ich wurde damit beauftragt, acht internationale junge galerien, die mit zeitgenössischem design arbeiten, für den gallery walk zu mobilisieren.
minimumblog: und waren die anderen galerien wild darauf mitzumachen? es ist schließlich ein ziemlich unkonventionelles konzept, das ihr da entwickelt habt.
martin rinderknecht: es gab keine wirklichen probleme, das feedback war durchweg positiv, was meiner meinung nach viel mit der location, dem standort berlin und der neuen messe zu tun hat. ich habe meinen kollegen fotos von diesem wunderbaren ort hier geschickt; die räumlichkeiten der ehemaligen reisebüros eignen sich ja wirklich perfekt für galeriepräsentationen. und dann ist da natürlich noch das überzeugende konzept der neuen möbelmesse und die stadt berlin selbst. die leute kommen einfach gerne hierher, die stadt ist bekannt und gilt weltweit als attraktiver standort.
minimumblog: was ist euer ziel beim gallery walk? geht es nur um werbung für die galerien oder erhofft ihr euch auch mehr verkäufe davon?
martin rinderknecht: natürlich beides. unsere position hier ist deshalb perfekt, weil die ganzen besucher an unseren galerien vorbeikommen müssen. das bringt den galerien und besonders dem limited edition design erstmal relativ viel aufmerksamkeit. wir haben mit unserer präsenz hier die möglichkeit limited edition design bei einem breiteren publikum bekannt zu machen. ich denke, mit dem konzept des gallery walks können wir auch ein publikum ansprechen, das grundsätzlich an design interessiert ist, das aber mit den aspekten design, limitierte edition und galerie bisher nicht so vertraut war.
miniumblog: galerie helmrinderknecht präsentiert eine arbeit von flynn talbot von einer früheren ausstellung. wolltet ihr keine komplett neue ausstellung für die qubique entwerfen?
martin rinderknecht: natürlich haben wir uns das auch überlegt, aber letztendlich fiel die entscheidung zugunsten der leuchtobjekte von flynn talbot. die vorgegebene architektur der ehemaligen reisebüros schien uns geradezu perfekt für die präsentation der leuchten. und ich finde, es funktioniert auch wirklich sehr gut. die leuchten passen in die raumästhetik. fast schon zu gut, so als wären die arbeiten schon immer hier gewesen. außerdem hoffen wir auch, dass flynn hier kontakte mit herstellern knüpfen kann. die technologie, die er für seine leuchten entwickelt hat, ist sehr innovativ und einzigartig und lässt sich auch für einen größeren markt adaptieren.
minimumblog: um ein wenig von der qubique wegzukommen… in den letzten 8 monaten hat die galerie helmrinderknecht ohne feste anschrift existiert. seid ihr mit der situation noch zufrieden?
martin rinderknecht: ja, wir sind immer noch sehr zufrieden mit unser entscheidung. ich denke, der markt ändert sich fortwährend und wir haben so einfach eine größere flexibilität.
minimumblog: und was steht als nächstes an? was kommt nach der qubique?
martin rinderknecht: im november sind wir bei der cofaa, der cologne fine art & antiques, wo wir teppiche vom samare studio und ein neues projekt mit dem schweizer designer frédéric dedelley sowie arbeiten von nicolas le moigne – den wir im juni bereits in basel auf der design/miami präsentierten – zeigen werden. im januar 2012 machen wir dann in zürich unser erstes schweizer pop-up, wo wir vom 10. – 28. januar 2012 in einem temporären ausstellungsraum designobjekte unserer designer und weiterer gäste präsentieren werden.

qubique berlin 2011: galerie helmrinderknecht

qubique berlin 2011: gallery walk