Archiv für Oktober 2011


vienna design week passionswege: unfold von uli budde

Montag, 31. Oktober 2011

einer der interessanteren aspekte der vienna design week ist passionswege, wo junge internationale designer mit traditionellen wiener herstellern zusammenarbeiten, um neue projekte und/oder produkte zu kreieren.

bei der vienna design week 2010 entwarf mark braun die wasserkaraffen fortune für und mit j. & l. lobmeyr. dieses jahr hat uli budde mit dem ehemaligen hofjuwelier und schöpfer des sisi sterns, a. e. köchert, zusammengearbeitet.

das ergebnis ist “unfold”, die darstellung eines entfalteten diamanten aus 18 karat gold, der in einer limitierten edition von sieben stück erhältlich ist.

Unfold Uli Budde A. E. Köchert

unfold von uli budde mit a. e. köchert

für uns funktioniert das stück auf vielen verschiedenen ebenen. abgesehen von der schlichten schönheit seiner form gefällt uns besonders die tatsache, dass es mithilfe industrieller verfahren – genauer gesagt rapid prototyping – hergestellt wurde. diamanten werden für gewöhnlich als luxusartikel betrachtet, doch die meisten abgebauten diamanten enden als teile technischer objekte. deshalb ist der diamant als industriematerial genauso wichtig wie stahl oder plastik.

uli budde hat offenbar seine ganz eigene interpretation. um mehr herauszubekommen, trafen wir uns mit ihm in wien und erkundigten uns zunächst wie die zusammenarbeit zustande kam.

uli budde: ich wurde dazu eingeladen, bei der vienna design week an den passionswegen teilzunehmen und wurde dabei a. e. köchert “zugewiesen”. ich habe mir das also nicht ausgesucht, aber in dem sinne ist es eine wunderbare möglichkeit, mit leuten zu arbeiten, mit denen man sonst nicht arbeiten würde. mir persönlich wäre es zum beispiel nie in den sinn gekommen mit dem ehemaligen hofjuwelier von sisi zu arbeiten! ich finde es aber toll, die möglichkeit zu haben, dieses neue terrain zu erkunden.

minimumblog: “neues terrain” ist ein gutes schlüsselwort. wie war denn das erste treffen? ist hier alles ein bisschen anders als bei ihrer vorherigen arbeit?

uli budde: für mich war das natürlich eine völlig neue welt, aber deshalb umso interessanter. wenn man etwas neues versucht, ist es immer spannend sich in das projekt einzuarbeiten und erstmal zu verstehen. in meinem alltäglichen leben kann ich nicht mit diamanten, platin, gold oder anderen wertvollen elementen arbeiten. mein background ist ja das produktdesign, bei dem es natürlich primär um gebrauchsgüter geht. auch von daher war es schön, mal mit luxusgütern zu arbeiten.

Vienna Design Week Passionswege Uli Budde with A. E. Köchert unfold

uli budde präsentiert unfold mit a. e. köchert in wien

minimumblog: wo haben sie mit dem projekt angefangen? was war der erste orientierungspunkt?

uli budde: ich begann damit, nach dem höchsten niveau im juweliergeschäft zu suchen: das sind edelsteine, besonders diamanten und insbesondere der brillantschliff. und mir wurde relativ schnell klar, dass ich das näher erkunden wollte. das wort “diamant” kommt vom altgriechischen “adámas” und bedeutet soviel wie “unzerbrechlich”. das reizte mich, einen diamanten zu zerbrechen.

minimumblog: inwiefern durften sie dann einen diamanten “zerbrechen” so wie sie es wollten?

uli budde: es war von vornherein klar, dass das projekt ein schmuckstück werden sollte, aber ich konnte dabei die richtung völlig frei wählen. und letztlich wurde es per rapid prototyping hergestellt, also einem industriellen verfahren.

minimumblog: war das eine bewusste entscheidung?

uli budde: nicht wirklich (lacht laut). einen solchen gegenstand aus einzelnen goldfacetten zusammenzusetzen wäre technisch kaum möglich gewesen, da diese so fein sind, dass, wenn wir zwei facetten zusammengeschweißt und dann versucht hätten, eine dritte hinzuzufügen, die erste einfach geschmolzen wäre. deshalb waren wir dazu gezwungen, uns nach alternativen verfahrensweisen umzusehen.

minimumblog: derzeit haben sie in berlin einen mülleimer in der ausstellung “trenntmöbel gesucht!”; hier in wien ein relativ kostspieliges schmuckstück aus gold. in welche richtung geht es in zukunft?

uli budde: (lacht laut) ich finde es sehr interessant, dass man mit schmuckwaren relativ wenige leute erreicht, aber wenn doch, dann auf eine viel intensivere weise als mit produktdesign. ich kann mir auf jeden fall vorstellen, in zukunft wieder mit schmuck zu arbeiten. ich bin also sehr offen für beide richtungen. andererseits bereite ich mich zurzeit auf mailand 2012 vor, wo sich wieder alles um möbel und accessoires dreht.

mehr infos zu uli budde und unfold gibt’s unter ulibudde.com

Vienna Design Week Passionswege Uli Budde with A. E. Köchert unfold

Uli Budde A. E. Köchert unfold



qubique berlin: wie eine neue generation designermöbel-messe entsteht

Montag, 31. Oktober 2011

in berlin tempelhof wird eine neue designermöbelmesse etabliert: die qubique. sie steckt noch in den kinderschuhen, ist quasi im aufbau. frei nach dem motto, eine knackige analogie sei immer die beste möglichkeit, um etwas auf den punkt zu bringen, haben wir die messe während der standaufbauphase besucht und die stimmung und meinungen einiger teilnehmer aufgenommen, während sie ihre stände - aufgebaut – haben. (analogie-ende)

in den vergangenen 60 jahren stand die imm cologne ungeschlagen an der spitze deutscher designermöbelmessen, wenn nicht sogar an der spitze nordeuropas. in köln hat wilde + spieth 1952 die ersten egon-eiermann-stühle vorgestellt und in köln enthüllte verner panton seine visiona II installation – eine arbeit, die bis heute inspiriert und fasziniert. aber für viele ist die kölner messe in letzter zeit etwas von ihrem weg abgekommen und viele der aussteller, die wir in tempelhof getroffen haben, haben uns erzählt, wie unzufrieden sie mit den ergebnissen in köln seien. sie suchen nach alternativen zur alteingesessenen kölner messe. die qubique könnte der zufluchtsort schlechthin für all diese unzufriedenen hersteller sein, wodurch sich die neue messe relativ leicht und erfolgreich in der branche positionieren könnte. denn nur wenige hersteller haben das budget oder die produktvielfalt, um jedes jahr auf beiden messen ausstellen zu könnnen.

zu den frühen bekehrten, die sich klar für berlin aussprechen, gehört der in blaufelden beheimatete hersteller maigrau.

Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: maigrau - die vorbereitungen

Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: maigrau - eröffnet

2007 von alexander stamminger und nik back gegründet, haben maigrau zunächst damit begonnen ihre eigenen designs herzustellen, auf der qubique 2011 stellen sie nun aber ihre erste externe kollaboration vor – den tragbaren stauraum “louis” von anne lorenz. maigrau repräsentiert mit seinem sortiment, das ausschließlich in deutschland entworfen und hergestellt wird, die sorte junger, dynamischer und gut ausgebildeter hersteller, die die deutsche möbelindustrie braucht, um auf globaler ebene (weiterhin) mitspielen zu können.
nach drei jahren köln haben maigrau entschieden, “in den osten zu machen” und alle karten auf berlin zu setzen – und das vor allem wegen des konzepts der qubique: “es ist eine frische veranstaltung, bei der die öffentlichkeit noch neugierig ist, wie sich das ganze entwickeln wird. die grundstimmung ist also viel offener als in köln”, sagt alexander.

aber was, wenn es nicht so funktioniert, wie ihr euch das vorstellt?
“es wird funktionieren!”, antworten sie einstimmig.

eine ähnliche euphorie ließ sich auch bei den großen herstellern erkennen. selbst bei denen, die in diesem jahr gar nicht ausstellten, konnte man die stimmung spüren. eine ziemlich interessante meinung, die wir immer wieder von den großen herstellern zu hören bekamen, war, dass es nicht in frage kommt, sich auf einer messe, wie der qubique, mit einem gewöhnlichen stand und normaler kollektion zu präsentieren. für eine messe, wie die qubique, brauche man viel mehr etwas besonderes, das deutlich über das übliche hinausgeht.

aber hat dieses kompliment nicht auch eine schattenseite? schließlich impliziert es, dass die großen hersteller ihr hauptgeschäft sicher nicht auf der qubique abwickeln und nach neuen händlern suchen werden. sie werden die qubique wohl eher als instrument zur imagepflege nutzen und versuchen sich dadurch als marke in der öffentlichen wahrnehmung zu verankern. liest man weiter zwischen den zeilen, kann man sich nur schwer vorstellen, dass produktneuheiten der großen hersteller auf der qubique vorgestellt werden.

aber genau das bräuchte die qubique vielleicht, um sich auch langfristig international halten zu können.

für andreas haußmann vom atelier haußmann sind solche fragen weniger wichtig. der junge hersteller wollte auf der qubique ausstellen, um in berlin präsenter zu sein. obwohl das unternehmen nämlich in berlin verwurzelt ist, machen sie, ihren eigenen aussagen zufolge, mehr geschäfte in süddeutschland. mit der qubique hoffen sie, wieder ein gleichgewicht herzustellen – etwas, was sie mit dem dmy berlin nicht geschafft haben. “wir haben auf dem dmy ausgestellt”, erklärt andreas, “aber darin haben wir eher so  etwas wie eine veranstaltung zum informationsaustausch gefunden, die anzeigt, in welche richtung die leute arbeiten. bei der qubique liegt der fokus auf dem verkaufen – es geht mehr um’s geschäft.”

anders als maigrau, will das atelier haußmann aber noch nicht von köln ablassen, denn nach wie vor sei das der ort, an dem sich die industrie konzentriert und wo man die käufer findet.

Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: atelier haußmann - die vorbereitungen

Qubique Berlin 2011

qubique berlin 2011: atelier haußmann - eröffnet

auch wenn wir uns wiederholen: die qubique muss der industrie einen grund geben, nach berlin zu kommen.

die einkäufer der großen, am stadtrand angesiedelten möbeldiscounter und der versandkataloge werden weiterhin nach köln kommen, denn dort kann man die billigen ledersofas und schlafzimmereinrichtungen finden. solche händler müssen überredet werden, um nach berlin zu kommen. natürlich gibt es aber auch die architekten und jene einkäufer, die kräftig in die sorte hersteller investieren, die die qubique zu präsentieren hofft. aber die müssen jedes jahr wiederkommen und idealerweise jedes jahr wieder investieren. auch um sie gilt es sich also zu kümmern.

aber trotz allem hatten wir den eindruck, dass eine allgemeine sympathie für die qubique vorherrscht und dass eine lust auf die neue designermöbelmesse besteht – und dass auch eine menge dafür getan wird. aber letztlich steht und fällt alles mit kommerziellen überlegungen – und nicht mit sentimentalen. eine menge leute, mit denen wir in tempelhof gesprochen haben, haben sowohl finanziell als auch in bezug auf die überzeugungsarbeit in ihrem unternehmen viel investiert, um auf der qubique #1 dabei zu sein. aber werden sie dazu auch noch in den nächsten jahren bereit sein? da braucht es wohl mehr als eine rede von konstantin grcic und ein paar pop-konzerte.

also nochmal: die qubique braucht investoren aus der industrie. und sie braucht verträge.

wir werden sehen, wieviele kontaktformulare die aussteller in den taschen haben, wenn die gerüstbauer sich wieder an den abbau machen… aber das soll eine analogie für einen anderen post sein…

is a lot of sympathy for the event and a lot of good will for it to succed


qubique: brandheißes brandbook

Sonntag, 30. Oktober 2011

für alle, die die erstausgabe der neuen möbel- und designmesse qubique verpasset haben, gibt es einen überblick über die aussteller und designer im schicken online-brandbook. alles über thonet, e15, foscarini, established & sons, arper, artek, bolon, brühl, buzzispace, fornasetti & co. gibt es unter: http://www.qubique.com/394/brandbook



qubique: impressionen

Sonntag, 30. Oktober 2011

gestern abend ging hier in berlin die erste qubique zu ende. mit 130 ausstellern aus 20 ländern und ca. 20.000 besuchern konnte sich die erstausgabe der neuen möbel- und designmesse mehr als sehen lassen. fazit: gute bilanz! für alle, die leider nicht dabei sein konnten, haben wir hier erste impressionen von der qubique #1:

mehr eindrücke gibt es auf der qubique-website www.qubique.com



qubique berlin: offen für publikum

Freitag, 28. Oktober 2011

am freitag, den 28., und samstag, den 29. oktober, ist die qubique am berliner flughafen tempelhof für die öffentlichkeit geöffnet.

ein tagesticket kostet 14,50 euro und über die qubique facebook seite gibt es 25 % rabatt. das ist die art von übermäßig dreister social marketing erpressung, die wir voll und ganz unterstützen.

neben der vielfältigen produktpalette einiger der wichtigsten europäischen designmöbelhersteller und einem bereich, der ausschließlich den arbeiten junger designer gewidmet ist, präsentiert die qubique auch einen “gallery walk”, bei dem acht internationale designgalerien limitierte editionen sowie besondere auftragsarbeiten ausstellen. dazu gehört auch die x&y des in berlin lebenden australischen designers flynn talbot in der galerie HELMRINDERKNECHT.

wer nicht weiß, was designgalerien tun oder wo der unterschied zwischen limitierten editionen und einzelstücken liegt, sollte auf jeden fall mal vorbeischauen. galeristen beißen nicht. sie reden viel… und leidenschaftlich… aber sie beißen nicht.

bei der übrigen ausstellung hat man die chance einige wirklich schöne und innovative stücke des möbeldesigns kennenzulernen: sowohl klassische als auch zeitgenössische. wir werden keine tipps geben. alles ist subjektiv. ihr werdet schon was finden. aber verpasst auf keinen fall mine kafon von massoud hassani bei ventura berlin. ein kleines bisschen realität hilft immer.

als besonderes schmankerl demonstriert thonet am freitag und samstag sein patentiertes holzbiegeverfahren. in den 1850er jahren von michael thonet entwickelt, hat das warmbiegen von holzstöckern nicht nur die europäische möbelindustrie revolutioniert und zu einem der ersten massentauglichen stühle geführt, sondern bleibt nach wie vor ein verfahren, das keine maschine übernehmen kann. in einer welt, in der produktdesign von immer komplexeren und teureren maschinen abhängig ist, ist es irgendwie beruhigend zu wissen, dass hier noch zu 100 % pure muskelkraft gefragt ist. wir haben den jungs von thonet schon bei diversen gelegenheiten bei der arbeit zugesehen und sind nach wie vor beeindruckt. und haben immenroch respekt vor den benötigten werkzeugen.

eine kurze anmerkung: wir bringen zurzeit die verschiedenen interviews zu papier, die wir in den letzten tagen durchgeführt haben. die ergebnisse werden demnächst veröffentlicht. es verspricht, eine unterhaltsame reise in die brutale realität der möbeldesignmessen zu werden. die gespräche waren sehr aufschlussreich und wir haben sogar was dabei gelernt!

am freitag und samstag ist die qubique von 10:00 bis 19:00 uhr geöffnet.

mehr infos gibt’s unter www.qubique.com

qubique berlin ventura berlin

qubique berlin: blick über ventura berlin



@dutchdesignweek meets @qubique_berlin: studio jo meesters

Donnerstag, 27. Oktober 2011

die idee ist billig und sie ist einfach – ganz wie wir eben. und deshalb haben wir auch kein problem damit, die zwei fliegen mit der einen berühmten klappe zu schlagen: in länderübergreifender mission verbinden wir einfach die dutch design week eindhoven mit der qubique berlin – zumindest bezüglich unserer berichterstattung über die designer, die an beiden orten vertreten sind.

los gehts mit studio jo meesters:

für jo meesters ist es eine stressige woche, denn er präsentiert seine arbeit zeitgleich in seinem studio in eindhoven und als teil der ventura berlin auf der qubique.

bei seinem studio in eindhoven handelt es sich um ein wunderschönes altes schulgebäude im herzen der stadt – eines der wenigen unsanierten altbauten in einer stadt, deren bild sonst von baustellen bestimmt wird. dort präsentiert jo eine schöne auswahl alter und neuer arbeiten.

auf der qubique in berlin wird jo durch seine aurelia eichhornia leuchten, die er für den leolux-stand in mailand 2011 entworfen hatte, repräsentiert – ein schönes projekt, das trotz der etwas altmodischen formen durch interessante materialwahl und herstellungsverfahren überzeugt.

mehr infos gibt’s unter www.jomeesters.nl.

dutchdesignweek meets qubique_berlin Studio Jo Meesters

aurelia eichhornia by studio jo meesters gesehen @ dutch design week 2011



diplomandinnenlob: lili–preis #8

Mittwoch, 26. Oktober 2011

am 20. oktober 2011 fand zum achten mal an der universität der künste die verleihung des lili-preises statt. geehrt werden damit herausragende abschlussarbeiten von absolventinnen der udk. anliegen ist die gezielte förderung von frauen im gestaltungsbereich. die preisträgerinnen aus der architektur, bildenden kunst, dem modedesign, der gesellschafts- und wirtschaftskommunikation, visuellen kommunikation und dem produktdesign präsentieren nun stolz ihre arbeiten an der udk im rahmen des designtransfers – leider nur noch bis morgen! weitere infos zur ausstellung und den preisträgerinnen gibt es im internet unter: http://www.designtransfer.udk-berlin.de/index.php?n=Veranstaltungen.Lili-Preis

ausstellung der lili-preis-arbeiten

21. bis 27. oktober 2011

di bis fr von 10 bis 18 uhr

@ designtransfer

universität der künste berlin

einsteinufer 43–53 in 10587 berlin

tel. 3185 -2858

designtransfer@udk-berlin.de

http://www.designtransfer.udk-berlin.de/index.php?n=Veranstaltungen.Lili-Preis



qubique: next generation möbelmesse

Mittwoch, 26. Oktober 2011
Qubique – Next generation Tradeshow Furniture/Design

qubique – next generation möbelmesse

von köln über stockholm bis nach mailand bestimmte ein bild den europäischen möbeldesignmessezirkus im frühjahr 2011 – der “its all about the details” stoffbeutel.

vermutlich abgeleitet von charles eames’ bemerkung, “the details are not the details. they make the design”, kündigte der beutel omnipräsent die geburt einer neuen generation von möbelmessen in berlin an.

das warten hat ein ende.

am 26. oktober öffnet die qubique auf dem flughafen tempelhof ihre pforten.

kaum jemand in der designmöbelbranche wird bestreiten, dass deutschland dringend eine neue messe braucht.

die imm cologne hat sich ungeachtet der lautstarken proklamation des gegenteils seitens ihrer presseabteilung dafür entschieden, dass die zukunft in billigen ledersofas für kleiderhersteller und furchtbar schäbigen chinesischen produkten liegt. das dmy berlin hat sich nie als eine plattform für marktreife oder auf dem markt verfügbare möbel gesehen und wird es auch in zukunft nicht.

doch ist berlin der geeignete ort für eine solche messe? aus dem bauch heraus würden wir sagen: “warum nicht?”

wir denken natürlich nicht, dass münchen, frankfurt, stuttgart etc. besser geeignet wären. die wichtigere frage ist vielmehr: ist die qubique das richtige event für berlin?

für uns ist das externe rahmenprogramm ein sehr wichtiges element einer designermöbelmesse; und dass lokale designer die chance haben, ihre ware einem internationalen publikum zu präsentieren.

sprecht mit irgendeinem designer aus köln oder düsseldorf und sie werden euch alle agen, dass die imm sie nicht interessiert; sie brauchen die show aber, um ihre arbeit zu promoten. und in ganz köln tun satellitenausstellungen eben genau das.

in ähnlicher weise muss die qubique, um für das möbeldesign in berlin bedeutsam zu sein, zeigen, dass sie dazu in der lage ist, viele internationale hersteller, journalisten und handelsvertreter in die stadt zu locken – und dann muss die berliner szene zeigen, dass sie reif genug ist, ihr potenzial zu nutzen.

um erfolgreich zu sein, muss die qubique demnach eine plattform bieten, die die hersteller dazu bringt, neue produkte und serien eher in berlin als in mailand oder in köln einzuführen. denn mit dem neuen kommt automatisch die bedeutung.

wenn die qubique jedoch nur objekte und modelle präsentiert, die seit august in den läden zu finden sind, dann wird sie für die meisten nur netzwerkpflege auf firmenkosten. so wäre die messe wahrscheinlich sogar ein finanzieller erfolg für die organsisatoren, würde aber nur in dem vorurteil bestärken, dass berlin zwar eine tolle partystadt aber nicht geeignet für geschäfte ist. in dem fall würden wir sagen, dass die qubique vielleicht in hamburg und seiner nichtssagender hafencity besser aufgehoben wäre.

wenn wir ehrlich sind, haben wir bis jetzt nicht den eindruck, dass bedeutende hersteller umstrukturieren und ihr jahr eher nach berlin als nach mailand ausrichten werden.

aber es ist ja auch das erste jahr. und wir würden uns freuen, eines besseren belehrt zu werden. mal sehen, wie sich die dinge entwickeln. wir wünschen der qubique auf jeden fall alles gute. nicht zuletzt, weil wir wissen, dass die ganze branche davon profitieren würde und die berliner designszene damit eine basis für weiteres wachstum hätte. und der anfang sieht gar nicht mal so schlecht aus.

Qubique Next generation Tradeshow Furniture Design berlin tempelhof

unser "vogel" ist sicher in tempelhof gelandet

neben den 100 herstellern, unter denen sich auch established & sons, normann copenhagen und e15 befinden, bietet die qubique 2011 auch einen gallery walk durch acht internationale galerien (darunter auch helmrinderknecht aus berlin) an, sowie einen gesprächsabend* mit designkoryphäen wie konstantin grcic, hella jongerius und oal rune.

ein weiteres highlight wird ventura berlin sein – eine art kleiner bruder von mailands ventura lambrate – mit 28 designern und designstudios aus berlin und umgebung.

wir werden nächste woche in tempelhof sein und berichte, bilder, kommentare und interviews mitbringen…

…und, wie wir befürchten, einen weißen stoffbeutel…

…oder zwei.



qubique: startschuss für berlins neue möbelmesse

Dienstag, 25. Oktober 2011

morgen ist es soweit: dann startet die erstausgabe der “qubique : next generation tradeshow furniture/design”. die neue möbelmesse zeigt vom 26. bis 29. oktober 2011 eine auswahl internationaler möbelmarken im ehemaligen flughafengebäude berlin tempelhof.

die qubique schreibt sich einen ganzheitlichen ansatz auf die fahne, der sie zu einer messe der nächsten generation macht: sie stellt eine plattform dar, auf der handel und vermarktung mit kommunikation und unterhaltung hand in hand gehen. ein übergreifendes licht- und musikkonzept, hochwertige gastronomie und ein originelles entertainment- und rahmenprogramm runden die neue möbelmesse ab. aufmerksamkeit gilt dabei sowohl etablierten möbelherstellern als auch den newcomern. abgebildet wird eine inspirierende auswahl an hochwertigen, authentischen und individuellen produkten mit dem fokus auf klassischen wohnmöbeln. na dann, lassen wir uns mal überraschen! alle infos zur messe gibt es unter: www.qubique.com

qubique : next generation tradeshow furniture/design

26. bis 29. oktober 2011 von 10 bis 19 uhr

@ flughafen berlin-tempelhof

platz der luftbrücke 5 in 12101 berlin

www.qubique.com



put von steffen schellenberger

Dienstag, 18. Oktober 2011

der im zuge des transalpino projekts “made in between” entstandene put von steffen schellenberger ist eine mischung aus beistelltisch und eimer aus kristallglas mit austauschbarer holz- und metallabdeckung.

das eichenbrett fungiert nicht nur als “normale” tischplatte, sondern hat auch einen zeitschriftengroßen schlitz, durch den man seinen lesestoff nach abgeschlossener lektüre einwerfen kann. der pulverbeschichtete stahldeckel dient derweil als praktische ablagefläche.

der glasbehälter selbst ist mundgeblasen; das heißt jedes exemplar ist in seiner größe und form einzigartig.

obwohl primär dafür konzipiert, alltägliche gegenstände zu verstauen, kann put auch als dekoratives element genutzt werden, indem man es beispielsweise mit textilien oder blumen füllt.

PUT Steffen Schellenberger

PUT Steffen Schellenberger

PUT Steffen Schellenberger

PUT Steffen Schellenberger