Archiv für Oktober 2010


auf den letzten drücker: berliner industriedesign gesucht!

Sonntag, 31. Oktober 2010

für ganz schnelle: noch bis zum 5. november können berliner designer, unternehmen und designbüros ihre produkte für die vom internationalen design zentrum berlin idz angekündigte ausstellung „industriedesign aus berlin“ einreichen. folgende voraussetzungen sind wichtig für die teilnahme am wettbewerb: die produkte müssen industriell hergestellt, in berlin gestaltet worden und in den letzten fünf jahre auf den markt gekommen sein. die im rahmen der be berlin-kampagne geplante wanderausstellung soll 2011 anhand zehn ausgewählter berliner produkte die hohe kompetenz der berliner industriedesigner auf nationalen und internationalen messen, ausstellungen und kongressen  zeigen und somit die hauptstadt als standort für innovative produktentwicklung stärken.

das formular zur teilnahme am wettbewerb gibt es im internet unter:

http://www.idz.de/dokumente/Formular_ID_Berlin.pdf

bitte alles an hanna sander adressieren und per e-mail oder post schicken:

idz berlin

reinhardtstraße 52

10117 berlin

hs@idz.de



design & company: sprechstunden im idz

Mittwoch, 27. Oktober 2010

das internationale design zentrum berlin idz bietet mit der “design & company: sprechstunde” eine erstklassige individuelle beratung für jungdesigner und berufseinsteiger. im einzelgespräch mit einem coach werden eigene stärken, schwächen, kompetenzen und handlungsfelder herausgearbeitet. danach werden dann gemeinsam zukünftige ziele bestimmt und der coach spricht handlungsempfehlungen aus. die nächsten design & company: sprechstunden finden diesen freitag statt und widmen sich den themen finanzen, kalkulation und existenzgründung für designer/-innen. thorsten harms bespricht dabei aspekte wie die künstlersozialkasse, den businessplan, preiskalkulation, verkauf und verhandlungsführung. grundsätzlich soll geklärt werden: wer kann mich bei meiner existenzgründung begleiten und wie lässt sich das finanzieren?

hier die eckdaten und teilnahmebedingungen auf einen blick:

design & company: sprechstunde

freitag, 29. oktober und montag, 01. november 2010, jeweils um 9:30, 11:30, 14:00 und 16:00 uhr

@ idz, internationales design zentrum berlin e.v., reinhardtstr. 52

teilnehmende personen müssen ihren ersten wohnsitz in berlin haben. die gebühren belaufen sich auf max. 50 euro.

http://www.idz.de/de/sites/2138.html



moholy-nagy: kunst als lichtkunst

Montag, 25. Oktober 2010

am 4. november startet die ausstellung “lászló moholy-nagy – kunst des lichts”: der martin-gropius-bau zeigt einen großen ausschnitt des werkes des bedeutenden allround-künstlers der moderne. unter den 200 exponaten kann man gemälde, photographien, photogramme, collagen, filme und graphiken sehen. die ausstellung fokusiert die jahre des 1946 verstorbenen künstlers, in denen er seine theorie der kunst als lichtkunst entwickelte. moholy-nagy wollte immer ein ganzheitlicher künstler sein, sowie theoretiker und praktiker zugleich. so praktizierte er kunst als radikales, extremes experiment, oft ohne rücksicht auf ästhetik, und räumte andererseits aber auch der bildung eine hohe bedeutung ein. jahrelang lehrte moholy-nagy am bauhaus in weimar und dessau und gründete ende der 30er jahre das “new bauhaus” in chicago.

lászló moholy-nagy – kunst des lichts

4. november 2010 bis 16. januar 2011, mittwochs bis montags von 10 bis 20 uhr

martin-gropius-bau berlin, niederkirchnerstraße 7, ecke stresemannstr. 110

tel. 030 25486-0

www.gropiusbau.de



kreativer kopf des monats: jasmin liebetrau – die macherin

Freitag, 22. Oktober 2010

ich befinde mich auf einem typischen friedrichshainer hinterhof. gerade hatte ich noch auf der glattgebügelten straße mit den farbenfrohen und mit cafés geschmückten häusern einen “aha, hier geht die szene also aus”-eindruck … so sieht es in dem hinterhof doch gleich ganz anders aus: eher provisorisch, unaufgeräumt und etwas abgeranzt. naja, kreativ eben! wie das in friedrichshain eben so ist. ich betrete eine art sammelhaus für start-ups und stolpere geradezu in die werkstatt und das office des interdisziplinären gestaltungsbüros “muskat18″. ich treffe heute jasmin liebetrau, eine von zwei köpfen des jungen möbeldesignlabels. sie läuft mir geradewegs in die arme. sehr charmant ist die 29-jährige! mir sprühen förmlich wachheit, lebensfreude und humor entgegen. und irgendwie macht diese frau sofort den eindruck, als wäre sie eine, die überall gut zupacken kann.

und dem ist auch so. während ihr langjähriger freund, mittlerweile mitbewohner und geschäftspartner patrick gabbert eher den schwung planerischer kreativität in den laden bringt, ist sie die macherin vor ort. jasmin feilt, sägt, leimt, bohrt, schraubt, lackiert… aber sie liefert auch die ideen! viele ihrer einfälle und entwürfe fließen in die liebevoll gestalteten, schönen muskat18-möbel mit ein. und ja, jasmin steht hinter, liegt unter und haut auf die werkbank. untypisch frau, werden die meisten jetzt denken. sie aber liebt ihre arbeit, zeigt stolz ihre ladyliken fingernägel und meint lachend: “das irritiert die kollegen am meisten!” ein funke provokation blitzt da auf, was sie noch lebendiger und sympathischer macht.

jasmin ist eine dieser besagten schönen und klugen sächsinnen, überaus tough, in plauen aufgewachsen. schon immer hatte sie den drang, dinge umzugestalten, zu basteln und dekorieren. durch diese kreativen ausbrüche kann sie sich am besten ausdrücken, eben durch das machen & tun. ihr gestaltungswille ist enorm! und sie konnte natürlich nicht anders, als diesen zu ihrem beruf zu machen. 2002 erhielt sie ihren abschluss als gestalterin in einer restaurierungswerkstatt in dresden. 2005 kommt sie dann nach berlin, arbeitet hier erst in ihrem beruf und setzt dann ein studium der restaurierung und konservierung oben drauf. anfang 2008 wagt sie den großen schritt und gründet gemeinsam mit patrick das interdisziplinäre gestaltungsbüro „muskat18“. sie möchte ihr eigener chef sein, die tage und projekte nach ihren vorstellungen gestalten. und das tut sie auch. mittlerweile sprudeln die ideen schon seit knapp zwei jahren aus ihr heraus, über 20 möbelstücke hat sie für muskat18 bereits angefertigt. und das alles macht ihr immer noch riesigen spaß! sie scheint erfüllt, macht einen zufriedenen und ausgeglichenen eindruck.

die möbel von muskat18 sind einzigartig. irgenwie anders. sie überraschen, sind witzig und offenbaren nach und nach immer mehr schöne details. einige stücke sind unikate, z.b. das wandregal EMMY, andere werden mittlerweile in serie produziert. die lampe ERNST wird sogar dauerhaft in einer behindertenwerkstatt gefertigt. jasmin ist stolz auf ihre produktionen. ein zitat auf der website von muskat18 kann nicht besser ausdrücken, was jasmin und patrick mit ihren möbeln erreichen wollen: “unsere ideen und unser handeln folgen dem anspruch nach schlichtheit, klarheit und exklusivität. wir beherrschen das chaos, weil wir den blick fürs ganze haben und mögen komplexität, weil wir detailverliebt sind. für jede gestalterische problemstellung gibt es eine ästhetisch anspruchsvolle und individuelle lösung, die auf dynamik, universalität und kreativität basiert. interdisziplinäres gestalten und fachübergreifende konzeptionen stehen hierbei im vordergrund.”

jasmin wünscht sich, dass die menschen nicht ausschließlich den einheitsbrei von ikea & co. konsumieren. in ihren augen kann man sich mit alternativen designermöbeln und unikaten doch viel besser entfalten, eine persönliche note in sein zuhause und das eigene leben bringen… klasse wär’s, denke ich. doch leider kosten die hübschen, individuellen designerstückchen meist sehr viel mehr als ihre in serie produzierten geschwister. denn designer wollen ja auch von irgendetwas leben! dieses argument kennt jasmin bestimmt und sagt dazu sicherlich: selbst ist die frau! jeder kann sich auch mit einfachen mitteln ein schönes zuhause zaubern.

NEONHORN & ELSE

auf die frage nach ihrer inspiration, fällt ihr sofort japan ein. jasmins augen blitzen kurz auf. sie liebt die japanaische kultur mit all ihrer schlichtheit, schönheit, versteckten funktionalität und harmonie. all das möchte sie in ihren möbeln vereinen: einen perfekten mix aus eleganz, einfachheit und raffinesse. 2004 lebte jasmin im rahmen eines studienaufenthaltes für einige monate in japan und verliebte sich gleich in das land. “einfach traumhaft ist es dort!”, schwärmt sie. mal abgesehen von all den japanischen einflüssen, entstehen ihre ideen häufig rein zufällig oder werden aufgrund von umständen geboren. die witzige geweihgarderobe z.b. hat muskat18  jasmins vater zu verdanken. dieser ist förster und sein boden war vollgestopft mit diesen dingern. da sie keiner mehr brauchte, fragte jasmin, ob sie diese haben und verwenden könne und schwupps kam die geniale idee mit der garderobe auf!

neben der kreation von designermöbeln bietet muskat18 auch noch andere leistungen an, z.b.  interieurgestaltung, redesign, farb- und raumgestaltung. eben alles rund um’s individuelle und kreative wohnen. “und woher kommt dann der name?”, fragte ich neugierig zum schluss. “muskat18 ist ein farbton”, erklärt mir jasmin. er geht in die beige-richtung und wird häufig zum streichen großer wandflächen verwendet. prima idee und auch ich habe wieder etwas dazu gelernt… vielen dank, frau liebetrau! ich hänge für heute meinen job ans NEONHORN!

***

und ganz zum schluss… 1 kreativer kopf, 3 kluge antworten:

ich liebe berlin, weil es sich so ergeben hat.

der schönste ort in berlin ist mein bett. es gibt hunderte von schönen orten in der hauptstadt, aber es kommt immer darauf an, zu welcher zeit man an welchem ort ist.

hier trifft man mich ab und zu: muji, akitatsu (oranienstrasse), alexanderplatz und in meiner werkstatt.

***

muskat18

mainzer straße 25, 10247 berlin

tel. 030 48820097

www.muskat18.de

produktgalerie:

Garderobe NEONHORN

Frisiertisch ELSE

Tischlampe ERNST

Puppenhaus EHOWYN



richtiger umgang mit historischem designerbe? museum der dinge klärt auf

Mittwoch, 20. Oktober 2010

am freitag stellt das werkbundarchiv – museum der dinge der öffentlichkeit folgende frage: wie geht man “richtig” mit historischem erbe um? die tagung “individuelles erbe und kollektive bedeutung” lädt zur beantwortung genau dieser frage ein. es geht dabei um designnachlässe, aber auch um allgemeine facetten der archivierung, aufbewahrung und museen. anlass zur tagung gab die aktuelle ausstellung “strahlend grau – herbert hirche zum 100. geburtstag”, in welcher der nachlass des bauhaus-schülers und werkbund-protagonisten zu sehen ist. vorbei schauen kann jeder. mit dem publikum diskutieren vor ort verschiedene persönlichkeiten aus den bereichen gestaltung, museum, forschung, lehre und wirtschaft.

tagung “individuelles erbe und kollektive bedeutung”

22. oktober 2010, 9 bis 19 uhr

@ werkbundarchiv – museum der dinge, oranienstraße 25

tel. 030 921063 -11

www.museumderdinge.de



interessant & witzig: britisches kino auf polnischem plakat

Montag, 18. Oktober 2010

noch bis ende des monats können die besucher der pigasus polish poster gallery 30 motive polnischer filmplakate zu britischen filmen bestaunen. die polnische galerie in der torstraße zeigt regelmäßig plakate dieses genres, in diesem monat die landeseigenen. die ausstellungsstücke geben einen einblick in die letzten 50 jahre der polnischen werbung für britische filmproduktionen. na dann, film ab!

britisches kino im polnischen plakat

02. bis 31. oktober 2010, montag bis samstag 14 bis 19 uhr

@ PIGASUS polish poster gallery, torstraße 62

tel. 030 28493697

www.pigasus-gallery.de



der countdown läuft: noch schnell bewerben für den swatch young illustrators award 2010

Freitag, 15. Oktober 2010

noch bis zum 22. oktober können illustratoren und gestalter ihre werke für den swatch young illustrators award einreichen. angenommen werden illustrative arbeiten, kunstprojekte mit graphischen einflüssen, animationsfilme, installationen sowie buchkunstobjekte. die juroren suchen nach unentdeckten talenten: bewerben können sich deshalb sowohl ausgebidlete designer als auch studenten und auszubildende. die nominierten werden bereits am 5. november auf der „illustrator night“ im berliner direktorenhaus bekanntgegeben und mit einer kleinen ausstellung gefeiert. der gewinner des awards darf schließlich eine limited edition für swatch entwerfen. als weitere belohnungen winken attraktive preise im wert von 6.000 euro sowie die chance bei der illustrative 2011 in berlin ausstellen zu können und publikationen sowie agenturverträge zu erhaschen. also los, ab in die post mit euren arbeiten!

alle informationen zur bewerbung gibt es hier: www.illustrative.de



ganz im zeichen des servicedesigns

Mittwoch, 13. Oktober 2010

heute und morgen wird in der hauptstadt das thema servicedesign groß geschrieben: die erste service design network conference 2010 findet erfreulicherweise mitten in berlins mitte statt. die berliner ausgabe des internationalen austauschs rund um designfragen im dienstleistungsbereich steht unter dem motto “connecting the dots”. die konferenz dient vor allem der festigung von kontakten zwischen servicedesignern und ihren kunden. beherbergt ist die junge service design network conference in der kalkscheune. es wird vor ort einen lebhaften mix aus interessanten präsentationen, workshops und vorträgen geben.

service design network conference

13. & 14. oktober 2010

@ kalkscheune, johannisstr. 2

tel.  030 5900434-0

www.service-design-network.org

www.kalkscheune.de



von autoradio bis zierfische: das buchstabenmuseum in berlin

Montag, 11. Oktober 2010

jahrzehnte lang prägte die leuchtreklame „zierfische“ mit den bunten fischlein das berliner stadtbild im bezirk friedrichshain. anfang 2009 wurde das zoo- und aquaristikfachgeschäft jedoch aufgrund von insolvenz geschlossen und die zukunft des schriftzuges am frankfurter tor war ungewiss… ein weiterer moment für barbara dechant, aktiv zu werden und ihre mission zu erfüllen: aus liebe zur typographie sammelt die kommunikationsdesignerin alte werbeschriften und gründete 2005 gemeinsam mit anja schulze den verein „buchstabenmuseum“. ziel des buchstabenmuseums ist es, schriftzüge und andere elemente alter leuchtreklamen vor der verschrottung zu retten, diese zu sammeln und als schauobjekte der öffentlichkeit zugänglich zu machen. mit dem aufruf „rettet die zierfische!“ machten sich dechant und schulze ende 2009 mit viel energie und herzblut auf spendensuche, um auch die zierfische in ihren bestand aufnehmen zu können. in einem schaudepot am alexanderplatz können alle neugierigen die witzige buchstabensammlung besichtigen. ein besuch lohnt sich! ob es die zierfische dorthin geschafft haben?

schaudepot buchstabenmuseum

do bis sa von 13 bis 15 uhr

karl-liebknecht-str. 13, berlin carré, 1. og

telefon: 0177 4201587

www.buchstabenmuseum.de



top-event oktober: art forum 2010 − klein, aber fein!

Donnerstag, 07. Oktober 2010

hm, was soll ich sagen… doch noch wichtiger: was soll ich schreiben? am besten erst einmal die hard facts: heute startete in der hauptstadt die internationale kunstmesse art forum in ihre 15. runde. jährlich trifft sich hier die crème de la crème der kunstszene. es wird gestaunt, beäugt, gelobt, gewitzelt und geplauscht… sammler, kunsthändler, museumsdirektoren, kuratoren und die künstler selbst tummeln sich auf dem messegelände und tauschen sich über aktuelle entwicklungen, neueste trends, die sternchen der szene und ihre favoriten der gegenwartskunst aus. bedeutende galerien aus aller welt präsentieren auf dem art forum das, was gerade im gespräch oder bereits in und schick ist. vielfältige ausdrucksmittel sind dabei erlaubt: malerei, skulptur, photographie, installation, zeichnung, graphik, performance- und videokunst. vertreten war 2010 allerhand! auch der ganz jungen kunst wird natürlich besonderes augenmerk geschenkt, was zum wiederholten male mit dem ausstellungsteil “focus” geschah. man ist doch immer auf der suche nach dem talent des jahrzehnts!

die beiden ausstellungshallen sind im handumdrehen gescannt. was übrigens hauptthema der vorberichterstattung der diesjährigen messe war: das art forum schrumpft zugunsten der qualität! aha. beim zweiten rundgang und genaueren hinschauen fallen mir ein paar gute ideen, witzige details und schöne bilder auf. der funke der inspiration springt jedoch nicht über. insgesamt verlasse ich die messe mit einem eher dumpfen, nüchternen gefühl. soll es das gewesen sein? leider war ich wenig überrascht und dachte, das meiste davon habe ich doch schon irgendwo gesehen… aber kunstempfinden ist ja auch immer so subjektiv! vielleicht waren andere besucher ganz und gar aus dem häuschen! und wie kann man eigentlich bei moderner kunst das rad neu erfinden? oder ist es nicht genau das, was die zeitgenössische kunst ausmacht? wo blieb das überraschende moment? ich bin verwirrt.

so ist das eben mit der kunst und noch viel mehr mit der modernen. es ist ja auch immer eine stimmungssache! obwohl, die stimmung war prima. überhaupt sind diese kunstszenler irgendwie entspannt, ja fast erfrischend. so war es wahrlich amüsant, sich einfach ein paar minuten in eingangsnähe hinzusetzen und die besucher zu beobachten bzw. zu mustern (um beim kunstjargon zu bleiben). alle sahen überdurchschnittlich gut aus, gesund und erholt. und kleider machten immer wieder leute! doch zurück zum thema: die meisten exponate waren flächiger natur, also jede menge zeichnungen und malereien. es gab nur wenige installationen, kaum skulpturen. die meisten bilder waren sehr abstrakt, viele graphisch angehaucht. auffallend waren die oft genutzten neonfarben, die immer wieder auf angenehme weise herausstachen (sie sind ja auch in der mode wieder angesagt). enttäuschend fand ich allerdings die photographien. es gab zwar viele, aber mit nicht sehr beeindruckenden motiven. viele photos erschienen mir leblos. kaum eines rief bei mir emotionen hervor. aber vielleicht lag das am ende auch an der masse der verschiedenstartigen kunstwerke, die ich auf der messe verarbeiten musste. der eigentliche internationale überblick wächst und wächst und wird schließlich zum overkill. und dies, obwohl die meisten galerien eher wenig exponate ausstellten.

“und hatte die messe nun weltniveau?”, wurde ich gefragt. auf dem papier mit 110 galerien aus den verschiedensten ländern dieser welt: mit sicherheit ja. vom gefühl, der atmosphäre her und mit nahezu einem drittel der aussteller aus berlin stammend, muss ich da etwas zurückweichen: na-ja. insgesamt erschien mir alles ziemlich verhalten. aber vielleicht waren meine erwartungen an eine bunte, aufregende, contemporary kunstausstellung, bei der es ruhig auch mal krachen kann, einfach zu hoch. oder bildet die auf dem art forum 2010 ausgestellte kunst vielleicht doch die stimmung der heutigen zeit und gesellschaft ab? ich weiß es nicht… überzeugt euch doch selbst! noch bis sonntag, den 10. oktober.

15. art forum berlin

07. bis 10. oktober 2010, 12 bis 19.00 uhr

messegelände berlin, hallen 18 bis 20 & palais am funkturm

eingang halle 19, hammarskjöldplatz in charlottenburg

www.art-forum-berlin.de

die werke der stars & sternchen sind auf der messe-website zu sehen. hier gibt es nur eigene funde & impressionen.