
Herbert Hirche (ca.1980)
Wie auch Walter Papst, gehört Herbert Hirche zu den “vergessenen Persönlichkeiten” des deutschen Designs. In Hirches Fall ist dies vor allem darauf zurückzuführen, dass er relativ wenige kommerzielle Produkte realisiert hat.
Zum Glück heißt “vergessen” nicht ignoriert. Und wie die Ausstellung “Strahlend Grau” im Museum der Dinge in Berlin Kreuzberg zeigt, gibt es viele gute Gründe, Herbert Hirche “wiederzuentdecken”.
Der gebürtige Görlitzer Herbert Hirche machte zunächst eine Ausbildung zum Tischler, bevor er sich am Bauhaus Dessau einschrieb. Nach dem unfreiwilligen Ende des Bauhaus im Jahre 1933 arbeitete Herbert Hirche in Berlin zunächst für Mies van der Rohe und anschließend für Egon Eiermann.
Nach Ende des Krieges war Herbert Hirche im Berliner Bauplanungsamt tätig. Ab 1948 unterrichtete er an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. 1952 wechselte er zur Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Herbert Hirche realisierte u.a. Produktdesign-Projekte für Braun, Holzäpfel und Wilkhahn.
Die Ausstellung “Strahlend Grau” bietet einen seltenen Einblick in Herbert Hirches – berufliches und privates – Leben und gibt so die Möglichkeit, den Mann und seine Motivation zu verstehen.
Herbert Hirche Strahlend Grau läuft im Museum der Dinge bis 13.10.2010
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
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Herbert Hirche Strahlend Grau