Klassich gut: Der LC2-Sessel

29. März 2015
Der 1928 entworfene kubische Sessel “Grand Confort” Model No. LC2 von Le Corbusier ist einer der bekanntesten Bauhausklassiker überhaupt. Er zeigt die moderne Interpretation des traditionellen Sessels mit wuchtigem Gestell. Es gelang Le Corbusier das üblicherweise grobe Sesselgestell durch architektonische Leichtigkeit mittels Stahlrohr zu ersetzten und die voluminösen Polster trotzdem beizubehalten. Aufgrund der klaren Struktur der Polster wirkt der LC2 immer noch erhaben und bietet gleichzeitig tollen Sitzkomfort. Die gesamte LC-Gruppe zeigt, wie sehr sich die Möbeldesigner der 1920/30er Jahre mit den konstruktiven Möglichkeiten von Stahlrohr beschäftigten und dabei Klassiker für alle Zeiten schufen. Danke!
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Brotcontainer von bulthaup

29. März 2015

Neben hochwertigen Küchen mit allem Drumunddran bietet bulthaup auch einige erstklassige Küchenaccessoires. Der aus Steingut gefertigte Brotcontainer mit Holzdeckel schafft es, Brot so aufzubewahren, dass es seine Frische und auch Knusprigkeit behält.

Der Brotkasten speichert die nötige Feuchtigkeit und gibt sie ganz langsam wieder ab. Zusätzlich kann man auf seinem Deckel aus unbehandeltem Bergahorn das Brot gleich schneiden. Als Krumenfang dienen seine praktischen Längsrillen.

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Zahl der Woche: Tulip-Geburt 1955

28. März 2015

Eero Saarinen ist einer der bekanntesten europäischen Nachkriegsdesigner, die in Amerika große Erfolge erzielten. Saarinens Tulpenstuhl Tulip Model No. 150 aus dem Jahr 1955 ist ein solches Erfolgsbeispiel, bei dem der Designer seine bildhauerischen Fähigkeiten durch die ausgewogenen Formen der Rückenlehne und des Untergestells unter Beweis stellte.

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Die damalige Kunststofftechnologie verwehrte es Saarinen, einen Stuhl aus einem Material oder einem Guss zu kreieren. Mit der Pedestal Group, zu welcher der schöne Tulip gehört, konnte er jedoch eines seiner Ziele erreichen: Endlich mit dem “elenden Wirrwarr aus Beinen” in Wohnungen und Häusern aufzuräumen. Die Sitzschale des Stuhls Tulip besteht aus formgepresstem, fiberglasfaserverstärkten Kunststoff und das Untergestell ist ein Aluminiumguss mit Rilsan-Oberflächenbeschichtung.

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Der Stuhl ist in weiß oder schwarz erhältlich und kann aufgrund seiner schlichten Eleganz gleichermaßen in Cafés, Restaurants oder im Esszimmer platziert werden.



100 neue Objekte @ Bauhaus-Archiv

28. März 2015

Zum Start der neu konzipierten Dauerausstellung zeigt das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in einer Sonderschau eine Auswahl von 100 Objekten, die in den letzten zehn Jahren als Ankäufe oder Schenkungen in die Bestände der Berliner Bauhaus-Institution kamen.

© bauhaus archiv museum für gestaltung 2015

Die neu präsentierte „Sammlung Bauhaus“ setzt klare Schwerpunkte, unter anderem auf die Gestaltung von Lebenswelten durch das Bauhaus oder die Bauhausrezeption. Viele der Exponate, wie das legendäre Gästebuch von Alfred und Thekla Hess oder die komplette Geburtstagsmappe für Walter Gropius mit kostbaren Arbeiten u.a. von Wassily Kandinsky oder Paul Klee, waren bisher nur selten zu sehen.

In der Sonderausstellung „100 neue Objekte“ sind Architekturskizzen von Ludwig Mies van der Rohe sowie Zeichnungen und Holzschnitte von Lyonel Feininger vertreten, ein Fokus liegt auf Fotografien, die am Bauhaus entstanden oder von diesem beeinflusst wurden.

Sonderausstellung „100 neue Objekte“

18. März bis 25. Mai 2015

@ Bauhaus-Archiv e.V. /  Museum für Gestaltung

Klingelhöferstr. 14 in 10785 Berlin



Seymours Workshop Chair

23. März 2015

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Mal was ganz Anderes: Der robuste Holzstuhl Workshop Chair von Jerszy Seymour sieht aus, als wäre er aus Streichhölzern zusammengesteckt. Der 2009 kreierte Stuhl in DIY-Optik wird mit einer sehr interessanten Technik und ganz ohne Industrieverfahren direkt in Jerszy Seymours Studio in Berlin hergestellt. Die Gelenke des Workshop Chair werden lediglich mit Wachs zusammengehalten. Dadurch wird jeder Workshop Chair quasi zu einem Unikat.

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Der 1968 geborene Jerszy Seymour ist ein kanadischer Designer und Künstler mit Wohnsitz in Berlin und London. Er studierte von 1991 bis 1993 Industrial Design am Royal College of Art in London. 1999 verlegte er seinen Wohnsitz nach Mailand, wo er mit der Realisierung eigener Projekte begann – darunter „House in a Box“ (2002), „Scum“ (2003) und „Tape“ (2003). Seit 2004 lebt er wieder in Berlin.

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Experimentelle Projekte bilden den Schwerpunkt seines Schaffens. Jerszy Seymours Arbeiten beschäftigen sich mit kulturellen, sozialen und politischen Fragestellungen. Zudem arbeitet er für renommierte Unternehmen wie Magis, vitra, Moulinex, SFR und IDEE. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Design Museum London, vitra Design Museum in Weil am Rhein, Palais de Tokyo in Paris, in der Gallery Kreo in Paris, der Galerie Crone in Berlin und im MARTa Herford ausgestellt.

Seymours Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art in New York, des Fonds National de Art Contemporain Frankreich und des Musée d‘Art Grand-Duc Jean in Luxemburg. Jerszy Seymours unterrichtete am Royal College of Art, an der Domus Academy in Mailand, der ECAL in Lausanne, der HfG Karlsruhe und der UdK Berlin. Seit 2011 leitet er den Masterstudiengang “Dirty Art Department” an der Rietveld Academy in Amsterdam.

www.jerszyseymour.com

Design aus Berlin: In dieser Reihe stellen wir Euch nun regelmäßig Berlins Designer und deren tolle Objekte und Projekte vor. Freut Euch auf alle Gesichter und Produkte, die in der zur Designmeile.Berlin 2014 eröffneten Ausstellung “Design aus Berlin” im stilwerk Berlin zu sehen waren. The show will go on…



imm-Flashback: B&B Italia

22. März 2015

B&B Italia stellte auf der imm cologne so einige Neuerungen vor. Die Schlafzimmerausstattung Backstage wartet jetzt zum Beispiel auch mit großzügigen Schuhablagen auf. Ansonsten setzt das elegante und geschmackvolle von Antonio Citterio entworfene Möbel weiterhin auf die Verwendung edelster Materialien. Seht selbst.

B&B Italia

B&B Italia

Als feiner Farbtupfer in Wohnzimmern fungiert der Sessel FEBO. Die Sofa- und Sesselfamilie im traditionellen Stil bietet Sofas ist in zwei Gröߟen und vier klassisch geschnittene Sessel mit unterschiedlichen Rückenlehnen. FEBO gibt es in hoch oder niedrig und in mal stärker, mal weniger ausgeprägter runder Form. Er ist Stoff oder Leder erhältlich und kann mit glanzverchromten oder bronzefarbenen Füßen oder auch mit einem Untergestell aus Holz (Eiche grau, Eiche hell gebürstet, Eiche schwarz gebürstet oder Räuchereiche) bestellt werden.

B&B Italia

Aus dem Bedürfnis nach Weichheit und Bequemlichkeit heraus entstand als erstes Stück der mittlerweile berühmten Serie HUSK ein wunderbarer Sessel. Flauschig und geometrisch zugleich, einfach und komplex, aber vor allem eines: sehr, sehr einladend – so ist nun auch das mit Ziernähten versehene Kopfteil des neuen Bettes der HUSK-Serie von Patricia Urquiola. Sessel und Bett in einem: zum Dahinträumen…

B&B Italia



Zahl der Woche: 2008 kam vitras Vegetal

20. März 2015

Blauer Himmel, erstes Grün, selbst die Berliner Luft riecht schon nach Frühling… Ein kluger Zeitpunkt, um Balkon, Terrasse oder Garten auf die warmen Monate vorzubereiten, zum Beispiel mit dem schönen Stuhl Vegetal von vitra, der sich wunderbar in jedes Outdoor-Ambiente einfügt.

vitra Vegetal

Das Interesse von Ronan und Erwan Bouroullec für organische Formen hatte sich schon 2004 in Algues manifestiert. Basierend auf diesen Erfahrungen haben die zwei Brüder mit vitra in einem vierjährigen Prozess den besonders geformten Stuhl Vegetal entwickelt. Dabei wurden unzählige Modelle angefertigt und die technischen Möglichkeiten des Spritzgussverfahrens vollends ausgeschöpft.

Ziel war es, die Anmutung eines möglichst natürlichen Gebildes aus der Vegetation mit der nötigen Stabilität zu versehen und einen guten Sitzkomfort zu erreichen: Die flachen Verstrebungen verweben und verästeln sich auf drei Ebenen asymmetrisch zu einer Sitzschale, die einen unregelmässigen Kreis bildet und von vier, wie natürlich gewachsenen, Beinen getragen wird. 2008 erblickte Vegetal dann das Licht der Welt!

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Vegetal ist in sechs für Kunststoffstühle eher ungewöhnlichen Farben erhältlich, die jedoch den Grundgedanken der Abbildung natürlicher Strukturen betonen. Er eignet sich für drinnen und draußen und ist stapelbar, was einen flexiblen Einsatz in grösserer Anzahl ermöglicht. Der Stuhl wird in einem besonders energieeffizienten Verfahren aus zu 100%-recycelbarem Polyamid hergestellt. Der Frühling kann kommen!



minimum & HAY schmücken Zalando

19. März 2015

minimum freut sich über die Ergebnisse eines tollen und spannenden Projekts: Ende des letzten Jahres gestalteten wir die ersten Lounge- und Meeting-Bereiche in den Räumlichkeiten des beliebten Onlineshops Zalando. Die erste Musterfläche in der Neuen Bahnhofstraße ist nun fertig und weitere Büros werden folgen. Mit im Boot ist der dänische Hersteller HAY, von dem alle Möbel und Einrichtungsgegenstände stammen.

Zalando-Office

So gestalteten wir in einem noch ungenutzten Bereich des Büros schöne Relax-Ecken, Sofalandschaften, Lounges und darüber hinaus wohnliche Meetingbereiche. Wir verantworteten das gesamte Designkonzept – von der Farbkomposition über die Möbelzusammenstellung bis hin zur Dekoration. Unter den ausgewählten Möbeln befinden sich beliebte HAY-Stücke, wie zum Beispiel der Lounge-Sessel AAL83, der Couchtisch DLM oder das Mags Sofa.

Zalando-Office

Zalando-Office

Zudem kamen jede Menge Wohnaccessoires, wie zum Beispiel das Tablett Kaleido oder die schönen Dot Kissen, zum Einsatz. Zalando kann nun zwischen vier klar definierten Designpaketen wählen, die nach und nach in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden sollen.

Zalando-Office

Zalando-Office

© Alle Photos von Friedemann Thomas Fotografie 2015



CUCULA-Ausstellung

18. März 2015

In der Kreuzberger Designmanufaktur CUCULA produzieren fünf junge Männer, ehemalige Flüchtlinge aus westafrikanischen Ländern, hochwertige Designobjekte: Engagiert bauen sie sich so selbst eine Grundlage für ihre Zukunft auf. Unterstützt werden sie von Designern, Pädagogen und vielen ehrenamtlichen Helfern. Gemeinsam unterhalten sie einen lebendigen Produktionsraum, in dem Wissen über Holzverarbeitung, Design und Gestaltung in einen kreativen Austausch tritt.

cucula © Werkbundarchiv - Museum der Dinge 2015

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge stellt nun Produkte der jungen Möbelbauer vor. Dabei wird Bezug auf das Möbelselbstbauprogramm „Autoprogettazione“ des italienischen Designers Enzo Mari und auf seine Vision einer Demokratisierung des Designs genommen.

Die gezeigten Möbelkonstruktionen folgen konsequent der Maxime des ethischen Designs, indem Enzo Mari Modelle für eine andere Gesellschaft entworfen hat. Dies korrespondiert eng mit den Erfahrungen der Flüchtlinge: Mit dem Blick für das Notwendige integrieren sie Relikte ihrer unfreiwilligen Reise nach Europa und bereichern die Funktionalität durch Geschichten. So werden zum Beispiel alte Schiffsbohlen aus Lampedusa in die Möbel eingebaut: karg und funktional, doch gleichzeitig poetisch und kämpferisch.

Schaut vorbei: Morgen abend geht es los!

© CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design 2015

CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design

20. März 2015 bis 6. April 2015

Eröffnung: 19. März 2015 um 19 Uhr

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Oranienstraße 25 in 10999 Berlin

www.museumderdinge.de



Voronoi Coffeetable von Hopf, Nordin

15. März 2015

Ein Schmuckstück für jedes Wohnzimmer: der Voronoi Coffeetable des Designduos Hopf, Nordin!

coffee table voronoi von hopf nordin

Der Tisch entsteht aus so genannten Voronoi-Diagrammen, die nach dem ukrainischen Mathematiker Gregori Woronyi benannt sind, der sie 1908 als Erster beschrieb. Das Tischuntergestell ist aus pulverbeschichtetem Edelstahl gefertigt und die Glastischplatte hat einen Durchmesser von 80 cm. Jeder der Voronoi Coffeetables entwickelt sich als leichtes, quasi transparentes Tragwerk aus geschlossenen und offenen Zellen. Die Zellen sind mit einem Konstruktionsklebstoff aus dem Flugzeugbau verbunden. Das Gewicht der Tischplatte versteift das Stahltragwerk zusätzlich. Der Voronoi Coffeetable ist in schwarz, rot, gelb oder auch blau erhätlich.

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Hopf, Nordin ist ein deutsch-schwedisches von Andreas Hopf und Axel Nordin gegründetes „Labor für Gestaltung“. Die beiden Designer lernten sich 2009 im Rahmen von Forschungsprojekten an der Lund University School of Industrial Design kennen und arbeiten seit 2012 gemeinsam in Berlin. Im Mittelpunkt ihrer Zusammenarbeit stehen drei Fragen: Welche Ursachen verbergen sich hinter den ästhetischen Oberflächen natürlicher Phänomene? Kann deren biologische oder physikalische Autopoietik Gestaltungsgrundlage serieller Unikate sein? Was ändert sich, wenn „Formgeber“ zu „Formfindern“ werden, die den Gestaltungsprozess ganz oder teilweise an autonome Abläufe delegieren?

Hopf, Nordin experimentieren in der Schnittmenge von Kunst, Technik und Wissenschaft. Sie untersuchen das Verhältnis von Bedeutung, Geometrie und Funktion. Regeln und Eigenschaften – gewissermaßen die „Gene“ der Objekte – bestimmen deren Form und Beschaffenheit und machen die unsichtbar wirkenden Naturkräfte unmittelbar erfahrbar.

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www.hopfnordin.se

Design aus Berlin: In dieser Reihe stellen wir Euch nun regelmäßig Berlins Designer und deren tolle Objekte und Projekte vor. Freut Euch auf alle Gesichter und Produkte, die in der zur Designmeile.Berlin 2014 eröffneten Ausstellung “Design aus Berlin” im stilwerk Berlin zu sehen waren. The show will go on…