Selfmade City Berlin

22. November 2014

Berlin gilt als Stadt der Raumpioniere, als Ort selbstinitiierter Raumaneignung. Nischen und Lücken werden besetzt, vergessene Orte und Bestandsbauten neu bespielt. Durch selbstbestimmtes räumliches Gestalten, Bauen, Wohnen und Arbeiten – sei es in Form von Baugruppen, Genossenschaften, Co-Working-Spaces oder anderen Projektformen – ist in Berlin innerhalb der letzten zehn Jahre eine architektonische Vielfalt und Qualität entstanden wie in kaum einer anderen europäischen Stadt.

“Selfmade City Berlin” nimmt diese Entwicklung zum Anlass für eine Bestandsaufnahme von mehr als 120 Projekten, ein qualitatives Resümee und eine Präsentation von 50 „Best-Practice“-Beispielen. Welche Beiträge leisten private Initiativen bereits in der Stadtentwicklung, beziehungsweise könnten sie zukünftig leisten? Wodurch generieren Selfmade-Projekte welchen Mehrwert? Und was bedeuten sie für die urbane Qualität Berlins? Unser erster Lesetipp für die dunklere Jahreszeit…

© Jovis Berlin 2014

Selfmade City Berlin: Stadtgestaltung und Wohnprojekte in Eigeninitiative

von Kristien Ring, AA PROJECTS und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin (Hg.)

Maße: 21 x 27 cm, 224 Seiten, Deutsch/Englisch

ISBN-10: 3868591672   ISBN-13: 978-3868591675

Hier geht es zum Buchkauf.



Zahl der Woche: 9

21. November 2014

Vom Herz bis zum Ei: In neun schönen Formen gibt es die beliebten “KPM for minimum”-Vasen. Die Serie spiegelt die 250-jährige Tradition der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin wider. Denn die Vasen an sich sind sehr schlicht gehalten und nur mit jeweils einer horizontalen oder vertikalen Linie versehen. So kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er es bei der schlichten Variante belassen will oder mit einer Collage mehrerer “KPM for minimum”-Vasen ein Dekor schaffen möchte. Im Zusammenspiel ergeben die Vasen ein wunderbares Muster und demonstrieren den visuellen Zusammenhalt einer Gruppe. Die schwarzen Linien werden in der Königlichen Porzellan-Manufaktur mit einem feinem Pinsel aufgetragen, haben immer eine leicht unterschiedliche Intensität, die sich aber erst bei genauerer Betrachtung erschließt.

© minimum einrichten GmbH 2014

Der traditionsreichen Manufaktur gab der legendäre Preußenkönig Friedrich der Große am 19. September 1763 Namen und Zeichen – das kobaltblaue Zepter. Es ist das Qualitätssiegel eines jeden Meisterstücks Berliner Porzellankultur. Seitdem pflegt die KPM am historischen Standort in Berlin-Tiergarten das über Generationen gewachsene Handwerk. Die “KPM for minimum”-Vasen sind die erste Kooperation der minimum einrichten GmbH mit der KPM und im minimum-Store im stilwerk in der Kantstraße erhältlich.

© minimum einrichten GmbH 2014



Soundbranding: Wer fühlen will, muss hören!

19. November 2014

Am Freitag gibt es bei wirDesign einen interessanten Vortrag: “Soundbranding: Wer fühlen will, muss hören!” In einer Reise um die Markenwelt stellt dabei Carl-Frank Westermann, Geschäftsführer von WESOUND, verschiedene Hörbeispiele vor, die aus der Vergangenheit bis in die heutige Zeit reichen, und gibt zudem Ausblicke auf die Zukunft des Soundbrandings. Klänge bedienen einen Teil der multisensorischen Wahrnehmung eines Menschen.

Mittlerweile umfasst die auditive Markenentwicklung und -umsetzung die Bereiche Markenkommunikation, auditive Szenografie, Produkt und Funktionsklang, Sonifikation, auditive Signaletic und vieles mehr. Sound wirkt implizit, Sound mit Bedeutung nachhaltig. Die bewusste Gestaltung von Sound aufgrund seiner hohen unbewussten Wirkung steht scheinbar im Widerspruch. Dabei gilt es nur, Sound als Gestaltungsaufgabe ernst zu nehmen, damit gestalteter Sound die gewünschte Resonanz erhält. Kommt vorbei und hört Euch Westermanns Thesen an! Anmeldungen bitte per E-Mail an: berlin@wirDesign.de.

© wirDesign communications AG 2014

Soundbranding: Wer fühlen will, muss hören!

21. November 2014 um 17:30 Uhr

@ wirDesig communications AG

Gotzkowskystraße 20/21 in 10555 Berlin



Auf ein(en) Latte beim Cover Boy

17. November 2014

alex valder

Alex Valder entwirft Möbel, Wohnaccessoires, Geschirr und andere Objekte, die häufig in kleineren Stückzahlen produzierbar oder gar einmalig sind. Seine Produkte kommen gerne schlicht und ein wenig eigensinnig daher … und sie streben keineswegs den Massenmarkt an. Wohl gerade deshalb eroberten sie sich einen so großen Freundeskreis. Jedes von Alex’ Objekten erzählt eine eigene Geschichte und entwickelte seine individuelle Gestalt und Anwendbarkeit aus einem praktischen Zweck heraus. Hier sind zwei seiner Schmuckstücke:

Cover Boy

Cover BoyCover Boy ist ein dezentes Wandregal, das sich für individuelle Objektarrangements geradezu anbietet – ein leichtes Drahgestell, mit dem Ihr wunderbare Collagen zaubern könnt. Mit Cover Boy lassen sich z.B. Lieblingsbücher bestens in Szene setzen. Kompositionen von Bildbänden gibt er ebenso Halt wie Tellern und anderen Wohnjuwelen. Für alle Cover, die zu schade zum Verschwinden in der Schublade sind!

LatteLatte

Latte: Wir Deutschen sind die Meister der Baumärkte. Durch sie ist eine wilde “Do it yourself”-Kultur entstanden, deren Früchte meist im Verborgenen bleiben. Das Baumarktbücherregal Latte ist ein Angebot für alle, die gern mal selbst tätig werden möchten. Latte ist in alle Richtungen ausbaufähig, beliebig erweiterbar und eher als ein Bauprinzip zu verstehen. Die Anleitung für das DIY-Möbel stellt Alex Valder allen Bauwütigen hier zur Verfügung. Na dann, frohes Schaffen!

Mehr Infos zu Alex Valder findet Ihr hier: www.alexvalder.de

Alex Valder

Design aus Berlin: In dieser Reihe stellen wir Euch nun regelmäßig Berlins Designer und deren tolle Objekte und Projekte vor. Freut Euch auf alle Gesichter und Produkte, die in der zur Designmeile.Berlin 2014 eröffneten Ausstellung “Design aus Berlin” im stilwerk Berlin zu sehen waren. The show will go on…



Grand Prix™: Hommage an einen preisgekrönten Stuhl

15. November 2014

Am Donnerstagabend war es endlich soweit: Die Ausstellung zur Exklusivkooperation der dänischen Modemarke Han Kjøbenhavn und Republic of Fritz Hansen wurde im Fritz Hansen Brandstore in der Torstraße eröffnet. Herzstück des Events war Arne Jacobsens Stuhl Grand Prix, ein schöner und zeitloser Klassiker. 1957 entworfen, trug der Stuhl ursprünglich den Namen Modell 3130. Doch nachdem er im selben Jahr auf der Triennale in Mailand den renommierten Grand Prix gewann, wurde er sofort umbenannt.

© Nils Krüger 2014

Han Kjøbenhavn hat im Rahmen der Kooperation eine moderne Interpretation des Grand Prix geschaffen, wobei der Stuhlrücken aus gebogenem schwarzem Stahlrohr mit einem schönen Geflecht aus Fahnenseil besteht. Der Sitz ist in geölter Eiche oder in Walnuss erhältlich. Die Beine des Stuhls bestehen aus schwarz gebeizter Eiche.

„Dänisches Design war immer schon eine Quelle der Anregung für unsere Arbeit. Dass es uns ermöglicht wurde, mit Fritz Hansen zusammenzuarbeiten und eines der preisgekrönten Designs von Arne Jacobsen neu interpretieren zu dürfen, war eine interessante Herausforderung, die uns viel Spaß gemacht hat. Jacobsen ist ja ein klassisch gewordener Meister. Daher haben wir uns selbstverständlich mit großer Hochachtung an die Aufgabe gewagt. Gleichzeitig war es wichtig, auch unsere eigene Handschrift zu zeigen und dem Stuhl neues Leben einzuhauchen, aber zugleich den zeitlosen Ausdruck des Stuhls zu bewahren – ein nicht ganz einfacher Drahtseilakt“, erklärten Jannik Wikkelsø Davidsen und Tim Faith Hancock, Gründer und Inhaber von Han Kjøbenhavn.

Als Sahnehäubchen der Ausstellung wurden die Label iGNANT, This is Jane Wayne und Stil in Berlin ebenfalls gebeten, den Grand Prix neu zu interpretieren. Folgende wunderbare Sachen kamen dabei heraus: iGNANT kreierte ein Video, das die Geschmeidigkeit des Stuhls wunderbar darstellt. Stil in Berlin verpasste dem Grand Prix ein kuscheliges weißes Wollkleid, um so dem Stuhl den kommenden Berliner Winter zu erleichtern.

© Nils Krüger 2014

Und This is Jane Wayne startete eine spannende Gravuraktion, bei der sich die Besucher im Grand Prix-Stuhl durch das Einritzen ihrer Namen verewigen konnten. Die Gravierer wurden zudem auf Polaroids festgehalten und bekamen einen Ehrenplatz an der Grand Prix-Pinnwand.

© Nils Krüger 2014

© Nils Krüger 2014

Die Installationen sind momentan im Fritz Hansen Brandstore von minimum zu sehen – schaut vorbei! Es lohnt sich.

Fritz Hansen Brandstore

Torstraße 140, 10119 Berlin

T +49 (0)30 240 477 370

fritzhansen@minimum.de

Twitter: #danishdynamite

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Alle Photos: © Nils Krüger 2014



Schrill Bizarr Brachial

31. Oktober 2014

Mitte der Achtzigerjahre sorgten in den westdeutschen Großstädten Künstler und Designer mit schrillen, bizarren, brachialen, ironischen und zum Teil kitschigen Möbeln und Objekten für Furore. Zum ersten Mal blickt nun eine groß angelegte Ausstellung mit historischem Abstand zurück auf die Bewegung des Neuen Deutschen Designs. Wohl zum letzten Mal hat das deutsche Design in den Achtzigerjahren ganz eigene Ansätze und Konzepte hervorgebracht. Das abrupte Ende des Neuen Deutschen Designs fiel schließlich mit der deutschen Wiedervereinigung zusammen. Die Bewegung ist deshalb auch ein Zeitdokument für ein Deutschlandbild, wie es heute nicht mehr existiert, und eine der letzten großen kulturellen Leistungen der alten Bundesrepublik.

Die Ausstellung „Schrill Bizarr Brachial“ zeigt alle wichtigen Entwürfe des Neuen Deutschen Designs, darunter Werke von Stiletto, Volker Albus, Heinz Landes, Andreas Brandolini, Axel Kufus, Jasper Morrison, Gruppe Kunstflug. Mehrere Möbel und Objekte sind zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich. Auch einige historische Ausstellungsinszenierungen wurden rekonstruiert, etwa die Ausstellung „Kaufhaus des Ostens“, die 1984, genau vor 30 Jahren, schon einmal an diesem Ort präsentiert wurde – in den Räumen des Deutschen Werkbunds im heutigen Bröhan-Museum. Die Ausstellung macht die Entwürfe der diversen Designer und Designergruppen wieder sichtbar und wirft einen neuen Blick auf diese Strömung der Achtziger Jahre. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

© Bröhan-Museum 2014

Schrill Bizarr Brachial. Das Neue Deutsche Design der 80er Jahre

17. Oktober 2014 bis 1. Februar 2015

@ Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus

Schloßstraße 1a in 14059 Berlin

http://www.broehan-museum.de/infoseiten/a_schrill.html



DESIGN ART ACTIVISM

31. Oktober 2014

Zum Auftakt der neuen Vortragsreihe DESIGN ART ACTIVISM am 12. November sprechen Gavin Grindon, Co-Kurator der aktuellen Ausstellung DISOBEDIENT OBJECTS im Londoner Victoria & Albert Museum, und Artúr van Balen, Mitbegründer der in der Ausstellung vertretenen Künstlergruppe TOOLS FOR ACTION, über aktivistische Design- und Kunstobjekte der letzten 100 Jahre. Super Vortrag. schaut vorbei!

  © designtransfer @ Universität der Künste Berlin 2014

DESIGN ART ACTIVISM c/o designtransfer

12. November 2014, 19 Uhr

@ UdK Berlin

Einsteinufer 43, 10587 Berlin

Mehr Informationen unter: http://www.designtransfer.udk-berlin.de/design-art-activism1/



Berlin Design Selection 2014 in São Paulo & Istanbul

28. Oktober 2014

Wie auch im letzten Jahr wird die Berlin Design Selection Tour bedeutende internationale Designmessen und -festivals abdecken, um dort eine breite Auswahl an Objekten, Produkten und Prototypen Berliner Designer vorzustellen. Vom 5. bis 9. November reisen die Designobjekte zur MADE Business Fair in Sao Paulo und dann geht es gleich weiter zur Istanbul Design Week. Folgende Designer und Studios sind mit an Board: Adam Slowik, Axel Pfaender, Berlinord, Elisa Strozyk, Gosia Warrink, Green Product Award, HILLSIDEOUT, Hopf/Nordin, Jesper Jensen, KPM, Martin Holzapfel, NEW TENDENCY, Orterfinder, Pool22, Rafael Horzon und Rica Belna. Weitere Infos zur gibt es hier. Wir wünschen viel Glück!

© DMY Berlin 2014

www.berlin-design-selection.com



Kaufen lernen: Ethischer Konsum um 1900

28. Oktober 2014

Kaufen lernen war Teil der Aufklärungsarbeit der Konsumentenligen, die sich vor dem Ersten Weltkrieg nach US-amerikanischem Vorbild in Europa gründeten. Bei allen nationalen Differenzen vernetzten sie sich und verständigten sich auf einen gemeinsamen Slogan. Anschauungsmaterial, Wissenstransfer und der Schauwert der Dinge flankierten die frühe Erziehung zu einem ethischen Konsum um 1900. Die Idee des ethischen Konsums trennte nicht zwischen Arbeitsbedingungen, Produktqualitäten und Konsumentenverhalten und vereinte unterschiedliche politische Strömungen. Der Deutsche Werkbund verband sich etwa mit dem Käuferbund Deutschland, um mit (Wander-)Ausstellungen die Konsumentenaufklärung zu forcieren.

Erlebt am Mittwoch, den 5. November, um 19 Uhr im Werkbundarchiv – Museum der Dinge einen sehr interessanten Vortrag von Prof. Dr. Gudrun König zu genau diesem Thema. Der Vortrag “Kaufen lernen. Ausstellungspolitiken und ethischer Konsum um 1900″ verbindet die Konsum- und Sozialreformgeschichte vor dem Hintergrund ethisch akzentuierter Vorstellungen über Arbeitsbedingungen und Produktqualitäten, Zahlungsmoral und Einkaufszeiten, um die Komplexität des modernen Konsumierens zwischen Sozialreform und ästhetischer Erfahrung begreifbar zu machen.

© Werkbundarchiv - Museum der Dinge 2014

Kaufen lernen. Ausstellungspolitiken und ethischer Konsum um 1900

5. November 2014 um 19 Uhr

@ Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Oranienstraße 25 in 10999 Berlin

www.museumderdinge.de



Next step in wallpaper design

22. Oktober 2014

Tapeten haben eine lange Tradition. Sie lösten im 11. Jahrhundert die herrschaftlichen Wandteppiche ab und traten über den Orient ihren Siegeszug um den gesamten Globus an. Mit ihren verschiedenen Designs machen sie aus jeder Wand ein persönliches optisches Statement und verleihen den Räumen Individualität, Wärme und Zeitgeist.

In Zusammenarbeit mit Graham & Brown, einem familiengeführten innovativen Unternehmen aus England, gestaltete eine Gruppe internationaler Studenten der Studiengänge Produkt-, Industrial-, Textil- und Modedesign an der Universität der Künste Berlin neue spannende Tapetendesigns. Die besten Entwürfe des Wettbewerbs werden von Graham & Brown als Teil ihrer Kollektion für das Jahr 2015 produziert. Neben diesen Tapetendesigns zeigt die Ausstellung neuartige experimentelle Tapetenkonzepte, welche die Wand als Fläche für innovative Gestaltungs- und Nutzungsformen neu interpretieren. Sehr spannend! Mehr Infos zur Ausstellung, die am 24. Okotber eröffnet, gibt es hier.

© designtransfer 2014

„the Wall“ – The next step in wallpaper design

28.10. – 07.11.2014; Di-Fr, 10.00 – 18.00 Uhr

@ designtransfer

UdK Berlin, Foyer am Einsteinufer 43 in 10587 Berlin

http://www.designtransfer.udk-berlin.de/wallpaper/