found in translation im guggenheim

19. Februar 2012

das deutsche guggenheim schließt voraussichtlin zum ende des jahres. deshalb sollten wir schnell noch ein paar ausstellungen des museums moderner kunst mitnehmen. aktuell kann man “found in translation” bestaunen. found in translation zeigt zeitgeist-projekte von neun künstlern, die sich dem thema übersetzung angenommen haben – übersetzung als metapher, als kritischer kommentar der vergangenheit oder auch als ideenreservoir der gegenwart…

in der übertragung eines textes von einer in eine andere sprache eröffnete sich diesen künstlern ein weites diskursives feld: “die notwendigkeit und die schwierigkeit, sich über kulturelle und historische schranken hinweg zu verständigen, ist heute ein unvermeidlicher aspekt unseres lebens. in diesem zusammenhang ist die übersetzung – im sprachlichen wie im übertragenen sinn – ein elementares werkzeug für unser verständnis der wirklichkeit. mehr als je zuvor müssen wir überdenken, was durch übersetzungen verloren oder gewonnen werden kann und welche auswirkungen diese endlos erscheinenden umwandlungen auf unsere welt haben”, so die veranstalter.

zu sehen sind videoarbeiten, filme, diaprojektionen, photos, drucke etc. die austellung ist ein wahrlich spannendes und anregendes zeitzeugnis! weitere infos zur ausstellung gibt es hier.

found in translation

28. januar bis 9. april 2012

täglich von 10 bis 20 uhr

@ deutsche guggenheim

unter den linden 13/15 in 10117 berlin

tel. 202093-0

mail berlin.guggenheim@db.com

www.deutsche-guggenheim.de



design braucht täter 2012: jung porzellan

13. Februar 2012

nach ihrem großen erfolg mit dem bananenhalter “vicky” bei design braucht täter 2011 sind die berliner jung porzellan 2012 mit einem produkt zurück, das genauso verspielt ist und mit der gleichen liebe zum detail entworfen wurde: der keramik-wandhaken “hammer”. 2004 von katy jung, einer absolventin der burg giebichenstein halle, gegründet, bietet jung porzellan eine mischung aus klassischem geschirr und innovativen haushaltsaccessoires, die alle in der firmeneigenen produktionsstätte hergestellt werden. vor der offiziellen eröffnung von design braucht täter trafen wir uns mit katy jung und fragten, was es mit “hammer” auf sich hat…

katy jung: ein wandhaken aus keramik hat mich als konzept schon lange sehr interessiert und war etwas, was ich unbedingt einmal entwickeln wollte. die endgültige form von “hammer” ergab sich dann ganz natürlich bei der entwicklung und wenn ich zurückblicke, kann ich noch nicht mal wirklich sagen, was die inspiration dafür war.

minimumblog: der haken wurde letztes jahr in leipzig zum ersten mal gezeigt, oder?

katy jung: ja genau, bei design braucht täter auf den designers’ open.

minimumblog: und wieso hast du dich dafür entschieden, ihn hier in köln auszustellen?

katy jung: ich habe letztes jahr zum ersten mal bei design braucht täter in köln mitgemacht und weil ich sehr zufrieden mit der resonanz war, entschied ich mich dafür, dieses jahr wieder dort auszustellen. köln bietet mir die chance, meine arbeiten einem neuen, größeren publikum zu zeigen, das sonst vielleicht nicht die möglichkeit hätte, sie zu sehen.

minimumblog: und was können wir in zukunft von jung porzellan erwarten?

katy jung: die nächsten projekte sind schon in planung, aber im moment bin ich mir noch nicht hundertprozentig sicher, wie sie aussehen werden.

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012

IMM Köln 2012 Design braucht Täter Katy Jung Porzellan Hammer

"hammer" von jung porzellan bei design braucht täter 2012



kunsthochschule berlin-weißensee: aula restauriert und wiedereröffnet

10. Februar 2012

am freitag, den 3. februar, wurde die frisch restaurierte aula der kunsthochschule berlin-weißensee offiziell enthüllt. zwischen 1954 und 1956 erbaut, ist die aula nicht nur ein wunderbares beispiel deutscher nachkriegsarchitektur, sondern auch das letzte verbliebene werk ihres erbauers – dem bauhaus-absolventen selman selmanagić, der 1950-1970 leiter der architekturfakultät in weißensee war. die restauration der aula begann 2009, der hauptteil der arbeiten wurde jedoch erst im sommer 2010 durchgeführt. die originalgetreue wiederherstellung ist hauptsächlich einer 1,5 millionen euro hohen spende der wüstenrot stiftung zu verdanken. die nun in neuem glanze strahlende aula soll zukünftig wieder die bei ihrer erbauung angedachte zentrale rolle im sozialen und kulturellen leben der hochschule einnehmen.

im foyer der kunsthochschule berlin-weißensee wird noch bis freitag, den 10. februar, eine ausstellung zur geschichte der aula zu sehen sein.

mehr infos gibt’s unter: www.kh-berlin.de

Kunsthochschule Berlin-Weissensee Auditorium Restored and Reopened 1969

kunsthochschule berlin-weißensee aula 1969. (foto: khb archiv_eike schmidt)

Kunsthochschule Berlin-Weissensee Auditorium Restored and Reopened 2012

kunsthochschule berlin-weißensee aula 2012 (foto: philipp lohöfener)



hybrid plattform berlin: hybrid talks “bewegung und raum”

09. Februar 2012

ohne frage gehören die “hybrid talks” der hybrid plattform berlin derzeit zu den originelleren konzepten: eine reihe unregelmäßig stattfindender, informeller treffen, bei denen experten aus verschiedenen fachgebieten ihre persönliche bzw. fachspezifische sicht der dinge zum besten geben. ziel ist es, multidisziplinäres denken zu fördern und frischen wind in die eigene arbeit zu bringen. nach dem ersten hybrid talk zum prototyping geht der zweite hybrid talk am donnerstag, den 9. februar, dem thema “bewegung und raum” auf den grund. und ein blick auf die gästeliste verspricht so einiges: prof. dr.-ing. paul uwe thamsen von der tu berlin spricht über aktuelle forschungen im bereich der fluidsystemdynamik, prof. dr. oliver brock ebenfalls von der tu berlin erklärt, wie roboter, proteine und menschen mit dem raum interagieren, prof. nik haffner vom hochschulübergreifenden zentrum tanz berlin referiert über die digitale visualisierung von choreografien und prof. klaus gasteier von der udk berlin über das innovationspotential von kinect. eigentliches highlight wird jedoch die location sein; die nämlich ist die versuchshalle des instituts für strömungsmechanik und technische akustik der tu berlin. die talkrunde findet also inmitten von pumpen und turbinen statt.

hybrid plattform berlin: hybrid talks “bewegung und raum”, 9. februar 2012 ab 18 uhr, versuchshalle des instituts für strömungsmechanik und technische akustik (eingang in der fasanenstraße)

mehr infos gibt’s unter: www.hybrid-plattform.org

Hybrid Plattform Berlin

hybrid plattform berlin



designpreis der bundesrepublik deutschland 2012: interview mit joerg suermann vom dmy berlin

08. Februar 2012

am 1. märz beginnen die anmeldungen für den “neuen” designpreis der bundesrepublik deutschland organisiert vom dmy berlin.

auf der pressekonferenz zur offiziellen eröffnung sprachen wir mit dmy berlin leiter joerg suermann über die neue verantwortung hinter der organisation.

minimumblog: dmy berlin schlug den deutschen rat für formgebung bei der frage um das recht den designpreis der bundesrepublik deutschland auszurichten. bedeutet das, dass sich das dmy damit als nationale organisation etabliert hat? oder wie würdest du die entscheidung bewerten?

joerg suermann: während wir sehr eng mit berlin verbunden sind, haben wir das dmy immer als globale plattform verstanden, was auch einer der gründe für uns war bei der ausschreibung mitzumachen. außerdem hatten wir schon lange den wunsch nicht nur mit berliner designern zusammenzuarbeiten, sondern auch mit welchen aus der gesamten bundesrepublik und hoffen so jetzt die gelegenheit dazu zu haben.

minimumblog: siehst du dadurch eine chance für die berliner designszene so etwas mehr in den medienfokus zu gelangen?

joerg suermann: sicher ist der preis in berlin und klar wird das berlin als ort für design stärken. das ist gut, denke ich. aber es gibt auch andere regionen in deutschland, die für die designindustrie wichtig sind und die sollten natürlich auch profitieren.

minimumblog: die designpreisausstellung wird im tempelhof parallel zum dmy stattfinden. das heißt jetzt werden auch hersteller auf dem festival vertreten sein?

joerg suermann: klar wird sich das dmy festival nach der entscheidung verändern. wir werden zum beispiel viel mehr industriedesign zeigen und natürlich werden auch mehr hersteller und vertreter aus der industrie anwesend sein. wir empfinden das als gute ergänzung, denn auf der einen seite haben wir so die junge, kreative und innovative speerspitze – arbeiten, die die zukunft bestimmen – und auf der anderen seite haben wir die klassische industrie vor ort. und ich denke interessant daran ist, dass sich diese beiden seiten nicht in einer messeumgebung treffen, sondern im kontext eines überblicks über die derzeitige deutsche designwirtschaft, was es meiner meinung nach zu einem einzigartigen event macht.

minimumblog: siehst du auch die möglichkeit, dass junge designer und die industrie beim dmy nun besser in kontakt kommen können?

joerg suermann: das wäre unser wunsch. wir wissen, dass viele dmy-aussteller in der hoffnung kommen, kontakte mit herstellern oder händlern knüpfen zu können, was für uns immer etwas schwierig war, da wir uns nie als klassische messe positioniert haben. wir sind daher aber auch offener für junge designer als es klassische messen sind, die hauptsächlich an marktfertigen produkten interessiert sind. dennoch sind auch große unternehmen immer auf der suche nach neuen ideen und die können in vielen konzepten des dmys gefunden werden.

minimumblog: man kann nicht über das dmy sprechen ohne die finanzen zu erwähnen. hoffst du durch das neue format mehr einnahmen zu bewirken?

joerg suermann: wir haben bereits bemerkt, dass sponsoren wegen des designpreises offener uns gegenüber sind. doch wir müssen die zwei dinge klar voneinander trennen. aber es ist eine ehre für uns, das event organisieren zu dürfen und es wird sich auch finanziell niederschlagen.

minimumblog: und die 350 euro teilnahmegebühr werden genügen, um alle kosten zu decken?

joerg suermann: das hängt selbstverständlich davon ab, wieviele leute sich bewerben. im letzten jahr waren es bis zu 1500 und wenn wir das in der größenordnung beibehalten können, haben wir ein gutes geschäft gemacht.

alle details zum designpreis der bundesrepublik deutschland 2012 gibt es unter: http://bundesdesignpreis.de/



dad gallery berlin: lex pott – true colours

06. Februar 2012

am freitag, den 10. februar, eröffnet die dad gallery berlin eine neue ausstellung mit arbeiten des niederländischen designers lex pott. nach einer reihe von projekten, die sich um möbel aus natürlichen materialien in ihrer mehr oder weniger ursprünglichen form drehten, begann lex pott 2010 mit farben zu experimentieren, die ebenfalls durch natürliche prozesse entstanden bzw. noch im entstehen sind. true colours ist das erste projekt der reihe und zeigt oxidierungsprozesse bei verschiedenen metallen. im wesentlichen handelt es sich bei true colours so um oxidierte metallplatten an denen sich ganz wunderbar veranschaulicht, was mit zerfall alles erreicht werden kann. das projekt bringt außerdem potts einstellung zu seiner arbeit auf den punkt: “wir sind forscher; das design ist nur von sekundärer bedeutung. die forschung, der prozess und die entstehungsgeschichte eines produktes sind der eigentliche schwerpunkt.”

lex pott – true colours zu sehen in der dad gallery berlin vom 10. februar bis zum 31. märz 2012

mehr infos gibt’s unter: www.dad-berlin.de

Lex Pott True Colours

lex pott - true colours: arbeiten aus der ausstellung "spring" im designhuis, eindhoven



designtransfer: do good: what can a designer do for a better world?

01. Februar 2012

gefragt wird, was designer tun können, um unser leben zu verbessern und wie sie unsere umwelt vor zu heftigen einschnitten durch die moderne gesellschaft schützen können, wenn der udk designtransfer am dienstagabend, den 14. februar, zur diskussion lädt. wir fragen uns: sollte oder kann design überhaupt diese rolle einnehmen? antworten suchen jerszy seymour und timm kekeritz sowie adam von haffner paulsen, dem news director des index awards aus dänemark. moderiert wird die diskussionsrunde von lucas verweij.

“do good: what can a designer do for a better world?” @ designtransfer universität der künste berlin einsteinufer 43-53 10587 berlin-charlottenburg

19 uhr. freier eintritt. auf englisch.



auftakt für die transmediale 2k + 12

31. Januar 2012

heute startete die transmediale 2k + 12. das videofilmfest wartet erneut mit spannenden projekten auf. die transmediale diskutiert künstlerische, spekulative und reflektierende positionen an den schnittstellen von kunst, technologie und kultur. als transdisziplinäre plattform sucht sie immer wieder nach neuen ausdrucksformen. und: in diesem jahr feiert sie zudem ihr 25. jubiläum. herzlichen glückwunsch und weiter so! noch bis zum 5. februar…

alle infos zur transmediale findet ihr hier: http://www.transmediale.de/de



produktdesigner aufgepasst: coca-cola design+ award

31. Januar 2012

noch 36 tage bis zum abgabeschluss für den wettbewerb “coca-cola design+ award”. mitmachen lohnt sich, denn es winken tolle preisgelder! gesucht wird die mehrweg-getränkekiste der zukunft. diese muss natürlich praktikabel, umweltfreundlich und originell designt sein. eine spannende aufgabe! wie sieht die getränkekiste der zukunft aus? welchen veränderten anforderungen muss sie genügen? welche rolle spielen der demografische wandel, veränderte haushaltsgrößen und neue anforderungen an wohnraum ? aufgerufen sind alle nachwuchsdesigner. also macht mit! alle infos zum coca-cola design+ award gibt es im netz uner: http://coca-cola.jovoto.com/?utm_source=Outreach%2Bcoke&utm_medium=banner&utm_campaign=DesignmadeinGermany



good design is a tough job

31. Januar 2012

die strichpunkt-inhaber kirsten dietz und jochen rädeker verraten in einem 400 seiten-manifest das geheimnis ihres erfolges. “good design is a tough job” fasst in 20 thesen zusammen, was einen im designberuf weiterbringt. dazu gehört z.b. der mut, unbequem zu sein. ein sehr interessantes und natürlich schön getsaltetes buch mit lektionen von den besten!

good design is a tough job

verlag schmidt, mainz

isbn-13: 978-3874398275

http://blog.strichpunkt-design.de/2011/10/13/good-design-is-a-tough-job-2/